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WÜRTH Chair of Cultural Production

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Profil

Der WÜRTH Chair of Cultural Production wird seit September 2014 von Lehrstuhlinhaber Martin Tröndle besetzt. Er engagiert sich in Lehre und Forschung in den folgenden Disziplinen:

  • Kunst- und Kultursoziologie
  • Kulturpolitik und Kulturmanagement
  • Kunstforschung und empirische Ästhetik.


Konkret bearbeiten wir Themen wie die folgenden:


Warum sind klassische Konzerte oft so langweilig?
Diese Fragen stellen sich Konzertveranstalter leider selten. Der Lehrstuhl untersucht das Konzert auf seine dramaturgischen, ästhetischen, performativen, sozialen und ökonomischen Parameter hin und fragt danach, wie die klassische Form zeitgemäß erneuert werden kann. „Man muss das Konzert verändern, um es zu erhalten“ – so die Prämisse. Dazu etabliert der Lehrstuhl in Theorie und Praxis das Forschungsfeld „concert studies“ (analog zu den „museum studies“) und liefert damit einen Beitrag zur Kulturform Konzert.

Hatten Sie auch schon mal ein „Kunstgefühl“?
Ist es das Kunstwerk selbst oder seine Hängung beziehungsweise Platzierung im Raum die seine Wirkung ausmacht? Welchen Einfluss hat das Vorwissen des Betrachters über das Werk oder sein „Expertenwissen“ auf die Kunstrezeption? Und wie wirkt sich das Verhalten der Besucher auf die Kunstrezeption aus? Der Lehrstuhl ist der weltweit erste, der die empirische Ästhetik auf das Feld der Kulturproduktion anwendet, damit bisher wenig erforschtes Terrain in der der Kunst- und Kultursoziologie betritt.

Kann man Kultur managen?
Wenn Kulturorganisationen für die Produktion ästhetischer Ereignisse und die Konstitution von Werte-Gemeinschaften zuständig sind: Welche Kompetenzen braucht man dann, um in solchen Organisationen zu arbeiten und sie zu gestalten? Was ist wichtig und was richtig, um Kritik und Utopien, Distinktion und Inklusion herzustellen und erlebbar zu machen?
Was unterscheidet Kulturorganisationen von gewinnorientierten Organisationen? Und falls Geld nicht das entscheidende Kriterium ist – wie wird darüber entschieden, was zu entscheiden ist? Kulturmanagement muss intelligenter sein, als uns die how-to Literatur verspricht, denn die Herausforderungen, denen wir bei der Produktion ästhetischer Ereignisse begegnen, sind komplex.

Die Rollen der Kulturmanager und Kulturpolitiker
Wie wirken eigentlich die Praktiken der Kulturmanager und Kulturpolitiker, Kuratoren und Festivalmacher auf die Kulturproduktion? Mit welchen Rollen und Leitbildern, mit welchem Selbstverständnis und welchen blinden Flecken sind Akteure konfrontiert? Was bedeutet Professionalisierung im Kulturbetrieb und wie viel Professionalisierung verträgt ein Bereich, der sich einer ökonomisch getriebenen Managerialisierung qua Eigenlogik entziehen muss?

Kulturpolitikforschung? Das war bisher eher zu erforschen, was sein soll als das, was ist.
Mit seinen über 60 Opernhäusern, circa 130 Staats- und Stadtorchestern, 4.000 Kunstmuseen, Bibliotheken, Kunst- und Musikschulen gibt es kein anderes Land auf der Welt, das soviel Geld für die öffentlichen Kulturförderung ausgibt wie Deutschland. Umso mehr erstaunt es, dass Kulturpolitikforschung in Deutschland in einem sehr überschaubaren Rahmen stattfindet. Warum eigentlich? Welche Akteure formieren mit welchen Motivationen das Feld, in dem sich kulturpolitische Diskurse fortschreiben, und welche Wirkung hat dies auf die Kulturproduktion?

Wir denken in Begriffen. Daher brachen wir neue Begriffe, um Neues denken zu können.
Begriffe, die der Lehrstuhl erfolgreich entwickelt und in den Diskurs gebracht hat, um bisher ungefragte Fragen zu stellen und neue Forschungsfelder zu begründen, sind „concert studies“, „Aufführungskultur“ „Wirtschaftsästhetik“ „artification“ („Ästhetifizierung“) oder „Kunstforschung“.

Diskurse, in die der Lehrstuhl forschungsbasierte Debattenbeiträge liefert, sind:
| die Kunst- und Kultursoziologie,
| die Kulturpolitik und das Kulturmanagement,
| die künstlerische Forschung und die empirische Ästhetik.

Der Lehrstuhlinhaber

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Von 2009-2014 hatte er die Juniorprofessur für Kulturbetriebslehre und Kunstforschung an der Zeppelin Universität inne. Im September 2014 ist Martin Tröndle auf den WÜRTH Chair of Cultural Production berufen worden.


Seit 2015 gibt er gemeinsam mit Steffen Höhne als Editor-in-Chief die referierte Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (Journal of Cultural Management: Arts, Economics, Policy) heraus.


Martin Tröndle war zuvor unter anderem Manager der ersten Biennale Bern und Referent für Musik am Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Von 2004-2008 war er Dozent am Studiengang design | art & innovation der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel. Seit 2007 leitet er das Schweizerische Nationalforschungsprojekt eMotion – mapping museum experience. 2008-09 war er Post-Doc-Stipendiat der Akademie Schloss Solitude im Programm "arts, science & business".

Seit 2004 ist er zudem ständiger Dozent am Studienzentrum Kulturmanagement der Universität Basel. Seit 2008 ist er künstlerischer Leiter von Concerto21 - Sommerakademie für Aufführungskultur und Musikmanagement, gefördert durch die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Als Fellow der Exzellenzförderung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft verbrachte er Forschungsaufenthalte an folgenden Institutionen: School of Art Institute Chicago, HEC Montreal, MIT Cambridge, Ohio State University, New York University, University of Warwick als auch am Goldsmith College London.

Wissenschaftliche Tätigkeiten

Tröndle ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fachverbandes Kulturmanagement, als auch Gründungsmitglied der Society for Artistic Research.
Von 2011-2014 war er gewähltes Mitglied des Begutachtungspanels Künste, Kunstwissenschaften, Design und Architektur beim Schweizerischen Nationalfonds (entspricht der Tätigkeit eines DFG Fachgutachters).

Förderungen und Preise



Internationale Auszeichnungen für Veröffentlichungen

  • Preis für die beste wissenschaftliche Online-Publikation für den Artikel „The Entanglement of Arts and Sciences: On the Transaction Costs of Transdisciplinary Research Settings“, SURFfoundation, 2011.


Die Forschungsarbeit findet zudem hohe mediale Beachtung, so z.B. in DIE ZEIT, FAZ, Süddeutsche Zeitung, New York Times, El País, Neue Zürcher Zeitung u.v.a., siehe http://kunstpartner.com/category/print.

Aktuelle Forschungsprojekte zu den Themen
| concert studies,
| Kulturpolitikforschung,
| kulturbetriebsspezifische Organisationstheorie,
| Besucherforschung und
| künstlerisches Wissen.


Weitere Informationen: www.kunstpartner.com

 

Team



Tröndle, Martin Prof Dr
Tel:+49 7541 6009-1313
Fax:+49 7541 6009-1179
Raum:FAB 3 | 1.37
   |   Veröffentlichungen

Der WÜRTH Chair of Cultural Production ist Teil des Zentrums für Kulturproduktion.