Arts Production and Cultural Policy in Transformation

Internationales Forschungscluster zur Transformation der
Kulturproduktion im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen

Aktuelles


Das Forschungscluster

Stichworte wie Globalisierung, demographische Verschiebungen, Digitalisierung und der Wandel der Arbeits- und Alltagswelt, Klimakrise, die Krise der EU und der demokratischen Ordnung insgesamt, beschreiben die gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche, vor deren Hintergrund sich auch die Rolle von Kulturinstitutionen, Kulturpolitik und Kulturarbeit tiefgreifend verändert. Das Forschungscluster untersucht daher die Zusammenhänge zwischen diesen gesellschaftlichen Entwicklungen und zukünftig potentiellen Produktions-, Distributions- und Rezeptionsformen von Kunst und Kultur.

„Inside Partita – Ein Klangraum für Violine, Tanz und Elektronik“ Foto: Arne Naert
„Inside Partita – Ein Klangraum für Violine, Tanz und Elektronik“ Foto: Arne Naert

Wie können Kulturpolitik und Kulturinstitutionen auf die Fragmentierung von Zuschauerschaften, also Öffentlichkeit(en) reagieren? Vor welchen Herausforderungen und Veränderungen stehen Kulturorganisationen, -institutionen und Netzwerke und welche gesellschaftliche Rolle kommt ihnen im Rahmen der gegenwärtigen Umbrüche zu? Welche Deutungs- und Handlungsformen entwerfen diejenigen, die an der Produktion von Kunst und Kultur beteiligt sind unter dem gegenwärtigen Veränderungsdruck? Wie verschieben sich Selbstverständnis und Arbeitsweisen von Kunstschaffenden, Kulturmanagerinnen und -managern, und der Kulturpolitik? Inwiefern befindet sich das „Kulturpublikum“ in Transformation? Diesen und weiteren Fragen nimmt sich das Cluster in unterschiedlichen Forschungsbereichen an. Es analysiert Praktiken und Formate der Kunstproduktion, Kulturorganisationen sowie kulturpolitische Diskurse und deren Institutionalisierung, als auch den Wandel von Zuschauer- und Zuhörerschaften und der kulturellen Öffentlichkeit.


Kulturinstitutionen, ihre Besucherinnen und Besucher sowie die Kulturpolitik sind interdependent und ineinander verschachtelt. Die Fragen, die im Cluster adressiert werden, erfordern daher ein komplexes, multiperspektivisches Denken. Entsprechend agiert das Cluster international, interdisziplinär und generationenübergreifend mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Praktikerinnen und Praktikern. Gefördert werden die einzelnen Projekte u.a. durch die VolkswagenStiftung „Offen für Außergewöhnliches“, die Europäische Union „Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Networks“, die Studienstiftung des deutschen Volkes und andere.


Forschungsbereiche

Transformation der Präsentationsformen

Welche Wirkung haben Präsentationsformen auf welche Besucherinnen und Besucher? Welche Faktoren beeinflussen das ästhetische Erleben? Ist es das Werk und seine Erscheinung, die Besucherinnen und Besucher mit ihrem Vorwissen, ihren Präferenzen und Erwartungen, oder die kuratorische respektive dramaturgische Rahmung? Das komplexe Wirkungsfeld ‚Subjekt – Werk und Präsentationsform‘ untersuchen wir in dem Forschungsbereich anhand zweier internationaler Forschungsprojekte, „eMotion – Mapping Museum Experience“ und „Experimental Concert Research“ (ECR), über mehrere Jahre.

Forschungsprojekte

eMotion – Mapping Museum Experience
Experimental Concert Research (ECR)
eMotion – Mapping Museum Experience
Prof Dr Martin Tröndle (Projektleitung)

Gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds, untersuchte „eMotion – Mapping Museum Experience“ die Frage der Interaktion von Raum – Objekt und Besucher anhand eines Kunstmuseums. Im Zentrum steht die psychogeografische Wirkung des Museums und seiner Objekte auf das Erleben der Museumsbesucher. Um dieses Interaktionsverhältnis besser zu verstehen, wurden im Rahmen des Projekts eMotion neuartige Erhebungs- und Darstellungsmethoden angewandt und miteinander kombiniert. Dazu wurden eigens für das Kunstforschungsprojekt bild- und tongebende Verfahren entwickelt und der Katalog bisher üblicher sozialwissenschaftlicher Erhebungsmethoden und Darstellungsformen erweitert. 

Experimental Concert Research (ECR)
Prof Dr Martin Tröndle (Projektleitung)
Christian Weining MA (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Das von der VolkswagenStiftung „Offen für Außergewöhnliches“ geförderte Forschungsprojekt „Experimental Concert Research“ (ECR) untersucht die Wirkung verschiedener Präsentationsformate am Beispiel des klassischen Konzertes. Das klassische Konzert ist ein hochentwickeltes Format von Performance und Rezeption. Welche Parameter dieses ritualisierten Ablaufs aber sind zentral für das Konzerterleben und die Immersion, welche sind irrelevant und welche vielleicht sogar hinderlich? ECR erforscht experimentell, welche Erlebenspotenziale das Konzert als eine spezifische Darbietungs- und Rezeptionsform für bestimmte Musik erschließt. Die Leitfrage unseres Forschungsprojekts lautet: Was macht das Konzerterlebnis in einem Konzert mit klassischer Musik heute aus? 

Beteiligte

Tröndle, Martin Prof Dr
WÜRTH Chair of Cultural Production

Promotionsvorhaben

Weining, Christian MA
"Listening Modes in Concerts"

Ausgewählte Publikationen

  • Tschacher, Wolfgang/ Greenwood, Steven/ Ramakrishnan, Chandrasekhar/ Tröndle, Martin/ Wald-Fuhrmann, Melanie/ Seibert, Christoph/ Weining, Christian/ Meier, Deborah: Audience synchronies in live concerts illustrate the embodiment of music experience. In: Scientific Reports, 2023 (13, 1): 14843 (https://doi.org/10.1038/s41598-023-41960-2).
  • Wald-Fuhrmann, M., O’Neill, K., Weining, C., Egermann, H., Tröndle., M. (2023) The Influence of Formats and Preferences on the Aesthetic Experience of Classical Music Concert Streams. Psychology of Aesthetics, Creativity and the Arts. Advanced Online Publication. https://dx.doi.org/10.1037/aca0000560
  • Trönde, Martin et al. (2022): Integrated Methods. A pledge for integrative and interdisciplinary research, in: Oshin, Vartanian / Nadal, Marcos: The Oxford Handbook of Empirical Aesthetics, Oxford: Oxford University Press.
  • Weining, C. (2022). Listening Modes in Concerts: A Review and Conceptual Model. Music Perception: An Interdisciplinary Journal, 40(2), 112-134. https://doi.org/10.1525/mp.2022.40.2.112
  • Wald-Fuhrmann, M., Egermann, H., Czepiel, A., O’Neill, K., Weining, C., Meier, D., & Tröndle, M. (2021). Music listening in classical concerts: Theory, Literature review, and research program. Frontiers in psychology, 12, 638783.
  • Tröndle, Martin (in print, 2020). Classical Concert Studies: A Companion to Contemporary Research and Performance. New York City: Routledge, 700 pages. https://doi.org/10.1525/mp.2022.40.2.112
  • Tröndle, Martin (2018): Das Konzert II: Beiträge zum Forschungsfeld der Concert Studies, Bielefeld: Transcript, 490 Seiten. 
  • Tröndle, Martin / Greenwood, Steven / Bitterli, Konrad / van den Berg, Karen (2014): The Effects of Curatorial Arrangements. Museum Management and Curatorship, 29/2, 2014, 1-34. Doi: 10.1080/09647775.2014.888820 
  • Tröndle, Martin / Tschacher, Wolfgang (2016): Art Affinity Influences Art Reception (in the Eye of the Beholder). Journal of Empirical Studies of the Arts, Vol. 34(1), 74-102. Doi: 10.1177/0276237415621187 
  • Tröndle, Martin (2014): Space, Movement and Attention. Affordances of the Museum Environment. International Journal of Arts Management, Fall 2014 (Vol. 17, no. 1), 4-17. 
  • Tröndle, Martin / Wintzerith, Stéphanie / Wäspe, Roland / Tschacher, Wolfgang (2012): A museum for the twenty-first century: the influence of ‘sociality’ on art reception in museum space. Museum Management and Curatorship, 27(5), December, 1-26. Doi: 10.1080/09647775.2012.737615.
  • Tröndle, Martin (Hg.) (2011): Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form. 2. erw. Aufl., Bielefeld: Transcript, 398 Seiten.

Transformation der Zuschauer- und Zuhörerschaften und der Wandel politischer und kultureller Öffentlichkeiten

ACS The Future of Publics

Veränderte Zuschauerformationen, Fragmentierung von Publika, Veränderung von Nutzungsgewohnheiten und Handlungsweisen, neue Geschmacksträgertypen, neue (Nicht)Besuchertypen, neue Nutzungsgewohnheiten, neue kulturelle Öffentlichkeiten: sie alle sind Teilbereiche, die die Frage, wie sich die Transformation der Kulturproduktion auf die Etablierung kultureller Öffentlichkeiten mit ihren Zuschauer- und Zuhörerschaften auswirken, berühren.

Internationale Tagung: The Future of Publics

(22.-27. Juli 2019)


  • ACS Summer Institute, Zeppelin Universität, Friedrichshafen 
  • 40 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 5 Keynote Speaker und 26 Seminare verteilt auf 5 Veranstaltungstage

Beteiligte

Göttlich, Udo Prof Dr 
Lehrstuhl für Allgemeine
Medien- & Kommunikationswissenschaft

Ausgewählte Publikation

  • Göttlich, Udo, Heinz, Luise, Herbers, Martin R. (Hg.) (2017): Ko-Orientierung in der Medienrezeption. Praktiken der Second Screen-Nutzung, Wiesbaden, Springer VS.
  • Göttlich, Udo, Heinz, Luise, Herbers, Martin R. (2018): Das Fernsehen und der Second Screen. Aktuelle Aspekte der mediatisierten Mediennutzung, in: Kalina, Andreas/Krotz, Friedrich/Rath, Matthias/Roth-Ebner, Caroline (Hg.): Mediatisierte Gesellschaften. Medienkommunikation und Sozialwelten im Wandel, Baden-Baden, Nomos, 71-86 (Tutzinger Studien zur Politik).
  • Göttlich, Udo, Herbers, Martin R. (2018): Speak your Mind: Mediatized Political Participation through Second Screen, in: Wimmer, Jeffrey; Wallner, Cornelia; Winter, Rainer; Oelsner, Karoline (Hrsg.): (Mis-)Understanding Political Participation. Digital Practices, new Forms of Participation and the Renewal of Democracy , London, New York, Routledge, 129-137. 
  • Göttlich, Udo, Heinz, Luise, Herbers, Martin R. (2017): Mediatisierte Medienrezeption. Der Second Screen und seine gegenwärtige Nutzung, in: Udo Göttlich, Luise Heinz, Martin R. Herbers (Hrsg.): Ko-Orientierung in der Medienrezeption. Praktiken der Second Screen-Nutzung., Wiesbaden, Springer VS, 9-28.
  • Göttlich, Udo, Heinz, Luise, Herbers, Martin R. (2017): Mediatisierte Medienrezeption. Neue Integrationswege der Ko-Orientierung?, in: Krotz, Friedrich / Despotović, Cathrin / Kruse, Merle-Marie (Hrsg.): Mediatisierung als Metaprozess. Transformationen, Formen der Entwicklung und die Generierung von Neuem, Wiesbaden, VS, 163-183.
  • Göttlich, Udo (2017): Öffentlichkeit durch Unterhaltung. Krise der Öffentlichkeit oder Herausforderungen der Öffentlichkeitstheorie?, in: Hahn, Kornelia; Langenohl, Andreas (Hg.): Kritische Öffentlichkeiten - Öffentlichkeiten in der Kritik, Wiesbaden, Springer VS, 115-132.
  • Göttlich, Udo (2017): Raymond Williams' Konzept der "mobilen Privatisierung" als Beitrag der Medien- und Öffentlichkeitskritik, in: Horak, Roman; Pohn-Lauggas, Ingo; Seidl, Monika (Hg.): Über Raymond Williams. Annäherungen, Positionen, Ausblicke, Hamburg, Argument, 164-177. 
  • Göttlich, Udo, Heinz, Luise, Herbers, Martin R. (2017): Second-Screen-Nutzung und die De-Mediatisierung des Fernsehens: Aktuelle Herausforderungen für die Kommunikations- und Medientheorie, in: Pfadenhauer, Michaela; Grenz, Thilo (Hg.): De-Mediatisierung. Diskontinuitäten, Non-Linearitäten und Ambivalenzen im Mediatisierungsprozess, Wiesbaden, Springer VS, 159-178.
  • Tröndle, Martin (Hg.) (2019): Nicht-Besucherforschung. Audience Development für Kultureinrichtungen. Wiesbaden: VS-Springer, 148 Seiten. Doi: 10.1007/978-3-658-25829-0Kirchberg, Volker / Tröndle, Martin (2015): The Museum Experience: Mapping the Experience of Fine Art. Curator – The Museum Journal, 58 (2), 169-193. Doi: 10.1111/cura.12106
  • Fachverband Kulturmanagement (Hg.) (2012): Zukunft Publikum. Jahrbuch Kulturmanagement 2012, Bielefeld: Transcript, 428 Seiten

Transformation von Kulturinstitutionen

Die Frage zur Transformation öffentlich geförderter Kulturinstitutionen wird zweifach adressiert. Erstens, welche Herausforderungen bestehen aus Sicht der Kulturinstitutionen und wie wird auf diese reagiert? D.h. inwiefern sind öffentlich geförderte Kulturinstitutionen in der Lage, auf gesellschaftliche Transformationen zu reagieren. Diese Fragen berühren Aspekte des organisatorischen Lernens, des Leadership, der Evaluation aber auch des strategischen Managements von Kulturinstitutionen. Derzeit widmen sich drei Promotionsprojekte diesen Themen im Bereich der kulturspezifischen Organisationsforschung.

Zweitens, zu dieser internen Perspektive interessiert uns ein externe, nämlich den Einfluss der Kulturpolitik auf Kulturinstitutionen. Die Frage, welche Funktion Kultur für die Gesellschaft erfüllen soll, wird in politischen Leitformeln, Förderrichtlinien und Positionspapieren verhandelt. Seit den 1970er-Jahren haben sich in Deutschland zudem zeitlich befristete Förderformate, wie Projekte und Programme entwickelt, die auf klare Ziele und eine theoretische Begründung der Förderung ausgerichtet sind. Dadurch haben sich offizielle Leitformeln der Kulturpolitik wie „Audience Development“ herausgebildet, die in policy papers und Förderrichtlinien präsent sind. Wie aber werden diese offiziellen Leitformeln in den Institutionen umgesetzt? Welche organisationalen Veränderungen und Änderungen des Selbstbildes werden hervorgerufen? Anhand einzelner case studies soll untersucht werden, auf welche organisatorischen Herausforderungen und gesellschaftlichen Transformationen wie reagiert wird, sowie ob das Dispositiv aus politischer Leitformel und institutioneller Verankerung konsistent ist oder ob sich hier Brüche, wie auch gegenläufige Bewegungen zeigen.

Forschungsprojekte

(Re-)presenting Artistic Performance: A Contextualized Framework for Evaluating Performing Arts Organizations
Organisierte (Un)Ordnung: Kulturorganisationen in der Netzwerkgesellschaft
(Re-)presenting Artistic Performance: A Contextualized Framework for Evaluating Performing Arts Organizations
Organisierte (Un)Ordnung: Kulturorganisationen in der Netzwerkgesellschaft

Beteiligte

Tröndle, Martin Prof Dr
WÜRTH Chair of Cultural Production

Lettau, Meike Jun-Prof Dr
Juniorprofessur für Cultural and Media Policy Studies

DeVereaux, Constance Assoc Prof
University of Connecticut
Zeppelin Universität

Promotionsvorhaben

Stahl, Julian MA
„Organisierte (Un)Ordnung: Kulturorganisationen in der Netzwerkgesellschaft”

Ausgewählte Publikationen

  • Labaronne, Leticia / Tröndle, Martin (2019, in print): Managing and Evaluating the Performing Arts: Value Creation through Resource Transformation. Journal of Arts Management, Law and Society. 
  • Tröndle, Martin / Stahl, Julian (2018): Toward a practical theory of managing the arts. In: DeVereaux, Constance (Ed.), Arts and Cultural Management: Sense and Sensibilities in the State of the Field. Oxon: Routledge, S. 247-266, doi: 10.4324/9781315164205. * 
  • Bishop, Esther / Tröndle, Martin (2017): Tertiary musical performance education: An artistic education for life or an out-dated concept of musicianship? Music & Practice, Volume 3, 2017, online www.musicandpractice.org/volume-3/tertiary-musical-performance-education
  • Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. / Journal of Cultural Management: Arts, Economics, Policy, Special issue: Cultural Leadership, 2019 (5)1, Bielefeld: Transcript, 181 Seiten. Doi: 10.14361/zkmm-2019-
  • Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. / Journal of Cultural Management: Arts, Economics, Policy, Special issue: Evaluation im Kulturbereich II, 2017 (3)2, Bielefeld: Transcript, 216 Seiten. Doi: 10.14361/zkmm-2017-
  • Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. / Journal of Cultural Management: Arts, Economics, Policy, Special issue: Evaluation im Kulturbereich, 2017 (3)1, Bielefeld: Transcript, 223 Seiten. Doi: 10.14361/zkmm-2017-

Transformation der Kulturpolitik

In einigen Nationalstaaten (z.B. USA, Polen, Ungarn, Italien, UK, Israel, Griechenland) ist zu beobachten, wie populistische bzw. nationalistische politische Bewegungen den Wert einer öffentlich finanzierten Kunst und Kultur für das Gemeinwesen in Frage stellen. Wie wirkt sich die (radikale) politische Neupositionierung dieser Staaten auf deren Kulturpolitik aus? Wie beeinflussen Budgetkürzungen, Zensur und Medienkontrolle, eine Verengung des Kulturbegriffs sowie Versuche, das Leitungspersonal von Kulturinstitutionen politisch zu steuern, das kulturelle Schaffen dieser Länder? Welchen Einfluss üben rechts- und linkspopulistische Parteien in den genannten Ländern und darüber hinaus auf den kulturpolitischen Diskurs und das Kunst- und Kulturschaffen aus? 

Foto: Vasyatka1 (Wikimedia Commons)

Der Forschungsbereich fragt ebenso nach gegenläufigen Bewegungen, insbesondere nach der Rolle von zivilgesellschaftlich verorteter Kunst und Kultur als Alternative, Opposition und in Governance-Formationen. Ein weiterer Teil des Forschungsbereiches widmet sich der Entstehung von kulturpolitischen Metadiskurse, wie etwa die „Neue Kulturpolitik“, „Kulturelle Bildung“ oder „Kulturkampf” bzw. „Widerstand gegen Moderne und westliche Dekadenz” als Parole der rechtspopulistischen polnischen PIS-Regierung? Wie werden sie erzeugt und wie werden sie wirkmächtig im kulturpolitischen Feld? Welchen Einfluss haben sie auf Förderentscheidungen?


Beteiligte

Tröndle, Martin Prof Dr
WÜRTH Chair of Cultural Production

Lettau, Meike Jun-Prof Dr
Juniorprofessur für Cultural and Media Policy Studies

DeVereaux, Constance Assoc Prof 

University of Connecticut
Zeppelin Universität


Internationale Arbeitstagungen

Cultural Policy Transformations:
The Rise of Illiberalism

ACPT-Clusterteam und internationale Gäste
ACPT-Clusterteam und internationale Gäste

2020 veranstaltete das Forschungscluster zwei internationale Arbeitstagungen unter dem Thema „Cultural Policy Transformations: The Rise of Illiberalism“. Mit Gästen aus über 15 Ländern wurden im März und Oktober 2020 aktuelle Themen internationaler Kulturpolitik und -transformation – sowie insbesondere die verstärkte Präsenz illiberaler, populistischer Parteien und Bewegungen in diesem Feld – diskutiert.

Weitere detaillierte Informationen zu den Tagungen sowie den einzelnen Beiträgen finden sich auf der Tagungswebsite:


Ausgewählte Publikationen

  • Tröndle, Martin / Steigerwald, Claudia (2019): Anthologie Kulturpolitik. Einführende Beiträge zu Geschichte, Funktionen und Diskursen der Kulturpolitikforschung, Bielefeld, transcript.
  • Steigerwald, Claudia (2019): Kulturelle Bildung als politisches Programm. Zur Entstehung eines Trends in der Kulturförderung, Bielefeld, transcript.
  • Schad, Anke Simone (2019): Cultural Governance in Österreich. Eine interpretative Policy-Analyse zu kulturpolitischen Entscheidungsprozessen in Linz und Graz, Bielefeld, transcript.

Cultural Hybridity – Policy and Aesthetics in Contemporary Hybrid Cities

Preservation of culture and of cultural diversity are central policy aims at the international and national level. These dual aims have been connected to both economics (tourism, creative industries) and politics (local cultural development, empowerment of marginalised groups) as means to achieve positive governmental aims. The international organisation UNESCO, for example, has articulated cultural diversity and preservation of culture as central to their global mission.

Critics of these policies maintain that cultural preservation impedes the development of culture, retarding the natural dynamics of aesthetic processes present in society. Similarly, critique of “diversity” as a policy aim argues that it constrains and impedes beneficial social and artistic exchange by limiting creative innovation.


In contemporary society we are all more prone to live hybrid lives in culturally hybrid spaces.


With these realities as a backdrop, we look at cultural hybridity through policy, philosophies of art, and the aesthetics of everyday, practical life. A central argument is that in contemporary society we are all more prone to live hybrid lives in culturally hybrid spaces. Evidence may be seen in the fact that many global cities have come to be described as “hybrid” societies where cultures mix, almost seamlessly in the aesthetic realm. Identity, art, culture, and social engagement should operate differently, it seems, in culturally hybrid spaces.

Cultural hybridity is also the focus of challenge. Many people see its manifestation as a remnant of colonialism—the physical signs of cultural dominance and repression written in the art and architecture of a city.

Some questions to be answered is whether cultural hybridity requires policy support, and if so, what kind, precisely? Is it to be preserved and supported, or discouraged and eradicated? Is cultural hybridity an inevitable part of contemporary, globalised living that needs no policy intervention? Given cultural economic development in the 21st century, one could also ask if hybrid cities are necessarily and inevitably neo-liberal no matter where they exist? Finally, how do we understand artistic production in the context of cultural hybridity? How is it both supported and contested in political, social, and economic contexts.

Beteiligte

DeVereaux, Constance Assoc Prof
University of Connecticut
Zeppelin Universität


Team des Forschungsclusters

Team Transformation der Kulturporduktion

Tröndle, Martin | Prof Dr

Martin Tröndle

Tröndle, Martin Prof Dr

Sprecher des Clusters

Lehrstuhlinhaber | WÜRTH Chair of Cultural Production
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Since 2015, Prof Dr Martin Tröndle has held the WÜRTH Chair of Cultural Production in the Faculty of Communication and Culture at Zeppelin University, Friedrichshafen. His work deals with a large variety of topics, all revolving around the production, distribution, and reception of the arts. Tröndle was the principal investigator of eMotion – Mapping Museum Experience (2008–14), supported by the Swiss National Science Foundation. eMotion experimentally analysed the experiences of museum-goers, looking primarily at the museum architecture, art objects, and curatorial design and how these effect and affect the behaviour of museum visitors. Tröndle is now principal investigator of Experimental Concert Research (2018–), supported by the Volkswagen Foundation and others, a project that experimentally analyses the concert experience. Since 2014, Tröndle has been Editor-in-Chief of the peer-reviewed journal Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft / Journal of Cultural Management: Arts, Policy, Economics, and Society. Among others, he is the editor of the two-volume concert studies reader Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form (2011, 2nd ed.) and Das Konzert II: Beiträge zum Forschungsfeld der Concert Studies (2018).

van den Berg, Karen | Prof Dr

Karen van den Berg

van den Berg, Karen Prof Dr

Lehrstuhlinhaberin | Lehrstuhl für Kunsttheorie & Inszenatorische Praxis

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Karen van den Berg, geb. 1963, ist seit 2003 Inhaberin Lehrstuhls für Kunsttheorie & inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität (ZU). Sie studierte Kunstwissenschaft, Klassischen Archäologie und Nordischen Philologie in Saarbrücken und Basel. 1995 erfolgte die Promotion zu Matthias Grünewald bei Gottfried Boehm (gefördert durch ein Promotionsstipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung). 1994-96 erhielt sie das ‚Max Imdahl-Stipendium für Kunstvermittlung‘. Zwischen 1993 und 2003 arbeitete sie als Dozentin für Kunstwissenschaft und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Witten/Herdecke. 2003 erfolgte der Ruf an die Zeppelin Universität.
Lehre und Gastaufenthalte führten sie an die Chinati Foundation in Texas, die Bauhaus Universität Weimar, an die Parsons New School for Design (New York), das Europäische Kolleg der Universität Jena und als Visiting Scholar an das Department of Comparative Literature der Stanford University. Im Sommersemester 2016 war sie Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) der Bauhaus Universität Weimar. 


Van den Bergs Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kunst und Politik; Kunst und Öffentlichkeit; Theorie und Geschichte des Ausstellens; Museums- und Bildungsarchitektur; künstlerische Episteme; Kunstmarkt- und Studioforschung.

Göttlich, Udo | Prof Dr

Udo Göttlich

Göttlich, Udo Prof Dr

Lehrstuhlinhaber | Lehrstuhl für Allgemeine Medien- & Kommunikationswissenschaft
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Udo Göttlich, Dr. phil. habil., geb. 1961, Professor für Allgemeine Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Zeppelin Universität, Friedrichshafen. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Medien-, Kommunikations- und Kultursoziologie, Rezeptions- und Zuschauerforschung, Cultural Studies Approach, Öffentlichkeitstheorie und Soziologische Theorien.

Schultheis, Franz | Prof Dr

Franz Schultheis

Schultheis, Franz Prof Dr

Seniorprofessur für Soziologie des Kunstfeldes und der Kreativwirtschaft

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Franz Schultheis, geb.1953, ist Seniorprofessor für Soziologie des Kunstfeldes und der Kreativwirtschaft an der Zeppelin Universität (ZU). Er promovierte an der Universität Konstanz; die Habilitation folgte an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris) bei Pierre Bourdieu. Vor seiner Professur an der ZU hatte Schultheis Professuren an den Universitäten Neuchâtel, Genf und St. Gallen inne. Weiterhin war er Forschungsrat beim Schweizerischen Nationalfonds (2000-2010), Vize-Präsident des Schweizer Wissenschaftsrates (2010-2019) und ist seit 2007 Präsident der Stiftung Bourdieu. Franz Schultheis ist Redaktionsmitglied von Actes de la Recherche en Sciences Sociales, Herausgeber (gemeinsam mit Stefan Egger) der Gesammelten Schriften Pierre Bourdieus bei Suhrkamp und der Reihe „Questions sociologiques“ bei Edition L’Harmattan (Paris) und Vize-Präsident von Raisons d’Agir – Editions (Paris).

DeVereaux, Constance | Assoc Prof

Constance DeVereaux

DeVereaux, Constance Assoc Prof

Research Associate Forschungscluster „Arts Production and Cultural Policy in Transformation“ | Gastprofessorin an der Zeppelin Universität

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Assoc. Prof. Constance DeVereaux lehrt an der University of Connecticut, USA, wo sie auch Leiterin des MFA-Programms „Arts Leadership and Cultural Management“ ist. Sie studierte politische Philosophie, Public Policy und Rechtstheorie an der Claremont Graduate University, USA, wo sie auch zum Thema „Artist, Citizen, State: A Theory of Arts Policy“ promovierte. Als Fulbright Senior Specialist war sie in den Bereichen Kulturpolitik, Kulturmanagement und kulturelle Entwicklung in Südafrika, Rumänien und Finnland beratend für Universitäten, den öffentlichen Sektor sowie für verschiedene Organisationen tätig. DeVereaux ist außerdem Mitglied der internationalen Forschungsgruppe „UNESCO and the Making of Global Cultural Policy“, welche vom Australian Research Council unterstützt wird. Sie ist zudem Mitglied des Editorial Boards der Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft / Journal of Cultural Management: Arts, Policy, Economics, and Society.
Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Culturally Sustainable Entrepreneurship, kulturelle Hybridität und der Untersuchung kulturpolitischer Narrative. DeVereaux hat zuletzt unter anderem zu den Themen „Arts and Cultural Management: Sense and Sensibilities in the State of the Field” und „Narrative, Identity, and the Map of Cultural Policy: Once Upon a Time in a Globalized World“ sowie in den Zeitschriften „Journal of Cultural Management and Policy”, „Annals of Tourism“, dem „Journal of Arts Management, Law, and Society“, „Kultūros Barai“, und „Philosophia“ publiziert.

Lettau, Meike | Jun-Prof Dr

Constance DeVereaux

Lettau, Meike Jun-Prof Dr.

Junior Professur für Cultural and Media Policy Studies

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Jun.-Prof. Dr. Meike Lettau ist Junior-Professorin für Cultural and Media Policy Studies an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Sie forscht zu internationalen Kulturbeziehungen, Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik, Kulturpolitik, Kulturaktivismus, Künstlern als Agents of Change, zivilgesellschaftlichem Engagement in Transformationsprozessen und Kultur in Konfliktregionen.

Derzeit leitet sie das vom DAAD geförderte Projekt تواصل [Tawasol] Cultural Production and Policy Network, welches die soziopolitischen Dimensionen künstlerischer Formate zwischen der WANA-Region und Deutschland mit 20 Fellows aus Deutschland, Tunesien und dem Libanon untersucht.

Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und Koordinatorin des Graduiertenkollegs „Performing Sustainability. Cultures and Development in West-Africa“, welches in Kooperation mit der Universität Maiduguri (Nigeria) und der Universität Cape Coast (Ghana) durchgeführt wird. Sie hat für verschiedene Kulturinstitutionen im In- und Ausland gearbeitet (Goethe-Institut/Max Mueller Bhavan Pune, KHOJ International Artists‘ Association, ARThinkSouthAsia, Cultural Innovators Network (CIN), Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK), Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ)).


Zur Juniorprofessur für Cultural and Media Policy Studies

Brand, Michèle | MA

Constance DeVereaux

Brand, Michèle MA

Junior Professur für Cultural and Media Policy Studies

E-Mail schreiben

Michèle Brand (geboren 1989) ist akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Cultural and Media Policy Studies der Zeppelin Universität. Sie ist wissenschaftliche Koordinatorin des DAAD geförderten Drittmittelprojekts „تواصل [Tawasol] – Cultural Production and Policy Network“.

Sie studierte im B.A. Kulturwissenschaft und Französische Philologie an der Universität Potsdam sowie den deutsch-französischen M.A. Kulturvermittlung/Médiation Culturelle des Arts an der Stiftung Universität Hildesheim und Aix-Marseille Université (Marseille, Frankreich). Aktuell verfolgt sie ihr Promotionsvorhaben zum Thema "Kulturarbeit als Krisenprävention im Rahmen Auswärtiger Kulturpolitik am Beispiel der Republik Mali".

Von 2017 bis 2022 arbeitete Michèle Brand als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Sie war Projektverantwortliche für die Durchführung der Forschungskooperation mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Mali am UNESCO Chair und wissenschaftliche Begleitung des GIZ Projekts "Donko ni Maaya – Krisenprävention und Stärkung der sozialen Kohäsion durch die Förderung des Kultursektors in Mali". Des Weiteren war sie Programmkoordinatorin für das Projekt ARTS RIGHTS JUSTICE zur Förderung künstlerischer Ausdrucksfreiheit und Schutz verfolgter Künstler:innen, gefördert durch das Auswärtige Amt. Im Rahmen ihrer Anstellung organisierte sie verschiedene Forschungsateliers und Fortbildungsworkshops mit wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Partner:innen im Libanon, Tunesien, Mali und Deutschland.

Neben ihren akademischen Tätigkeiten arbeitete Michèle Brand als Freelancerin im Bereich der Evaluation u.a. für die Grimmwelt Kassel und in der Projektkoordination für den gemeinnützigen Verein coculture e.V. in der Betreuung von und Kontakt zu Künstler:innen in Gefahrensituationen oder im Exil. Als CrossCulture Stipendiatin des Instituts für Auslandsbeziehungen arbeitete sie 2017 mit den Kulturorganisationen Al Mawred Al Thaqafy und Action for Hope in Beirut (Libanon). Seit 2022 macht sie außerdem eine Weiterbildung zur Konfliktmediatorin.

Weining, Christian MA

Christian Weining

Weining, Christian MA

Doktorand und Projektkoordinator | Experimental Concert Research

WÜRTH Chair of Cultural Production
E-Mail schreiben

Christian Weining studierte im Bachelor und Master Kommunikations- und Kulturwissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und der Universität Lettlands in Riga. In seinen Abschluss- und Forschungsarbeiten beschäftigte er sich mit dem Literaturfeld der Hörerinnen- und Hörertypologien, dem Zusammenhang von philosophischen und empirischen Modellen des ästhetischen Erlebens und analysierte das Feld von empirischer Literatur zum Konzerterleben. In einem Forschungsprojekt zu Nicht-Besucherinnen und -besuchern von Kultureinrichtungen, das er mit Prof. Dr. Martin Tröndle im Rahmen eines Seminars entwickelte und durchführte, analysierte er das Kulturnutzungsverhalten von Berliner Studierenden (siehe Publikationen).


Von September 2017 bis Dezember 2018 war er studentische Hilfskraft am WÜRTH Chair of Cultural Production, von Oktober 2017 bis Juni 2018 Assistent beim Bodenseefestival sowie von Juni bis August 2019 in der Konzertorganisation des Schleswig-Holstein Musikfestivals tätig. Von 2017 bis 2020 war es Geschäftsführer des von ihm mitbegründeten "Laketyre". Aktuell arbeitet er als Projektkoordinator und wissenschaftlicher Mitarbeiter für das interdisziplinäre Forschungsprojekt Experimental Concert Research (ECR), in dessen Rahmen er auch promoviert.

Ehemalige Teammitglieder

  • Schmitz, Jana BA | Studentische Mitarbeiterin
  • Schad-Spindler, Anke PhD | Post-Doc | Persönliche Website
  • Stahl, Julian MA | Doktorand | Promotionsvorhaben
  • Aglibut, Coco Lina BA | Studentische Mitarbeiterin
  • Stockmann, Nico MA | Studentischer Mitarbeiter
  • Labaronne, Leticia PhD | Post-Doc Website
Zeit, um zu entscheiden

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