Lehrveranstaltungen

Lehre im Fall 2025

Angewandte Datenanalyse

Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse“ baut auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der empirischen Politikforschung zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse politikwissenschaftlicher Datensätze mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.


Grundlagen & Themen der Politischen Soziologie

Die politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Meinungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen, sowie mit den zugrundeliegenden gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie beschäftigt sich mit Fragen wie:

  • Welche gesellschaftlichen Strukturen und politische Einstellungen sind förderlich für das Entstehen und den Fortbestand einer Demokratie?
  • Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik?
  • Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung?
  • Wann und warum nehmen Bürger:innen an Wahlen teil?
  • Wieso wählen einige Bürger:innen die SPD oder die Grünen und andere die CDU oder die AfD?
  • Wie kommen Bürger:innen zu ihren Meinungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese?
  • Wann und warum nehmen Bürger:innen an Demonstrationen organisiert von Bewegungen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht?
  • Warum sprechen sich Bürger:innen für eine restriktive Einwanderungspolitik aus, wenn doch auf dem Arbeitsmarkt ein Bedarf nach Arbeitskräften aus dem Ausland besteht?
  • Welchen Einfluss haben soziale Medien auf politische Meinungen?
  • Warum glauben und verbreiten Bürger:innen Fehlinformationen und Verschwörungstheorien?

Eine Annäherung an die Grundlagen dieser spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, zentrale Argumente und Theorien der politischen Soziologie vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.


Research Design and Methods I

In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Formulierung von Hypothesen bis zu Aspekten der Datenerhebung.

In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Standardisierte und nicht-standardisierte Erhebungsverfahren

Lehre im Spring 2025

Advanced Methods | Aufbereitung und Analyse von Umfragedaten


Angewandte Datenanalyse

Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse“ baut auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der empirischen Politikforschung zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse politikwissenschaftlicher Datensätze mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.


Political Behavior & Public Opinion | Opinions and Attitudes about Migration and Minorities

Als öffentliche Meinung bezeichnet man in der Sozialwissenschaft die Verteilung der Meinungen der Bürger zu politischen Themen, insbesondere zu Themen kontroversen Inhalts – z. B. dazu, ob mehr Migration zugelassen werden soll oder nicht, ob die Energiewirtschaft aus Kohle und Atomkraft aussteigen soll oder nicht, ob das eigene Land die EU verlassen oder die europäische Integration stärker vorangetrieben werden soll, usw. Eine demokratisch gewählte Regierung kann die öffentliche Meinung zu derartigen Themen kaum ignorieren, ohne sich der Gefahr auszusetzen, an Legitimation zu verlieren oder bei der nächsten Wahl nicht wiedergewählt zu werden. Wie aber kommen die Bürger:innen zu diesen Meinungen? Sind sie ausreichend informiert, um wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und lassen sie sich bei ihrer Meinungsbildung von Fakten leiten? Diese grundlegenden Fragen bilden den Inhalt des ersten Teils dieses Seminars.

Den zweiten Teil dieses Seminars bildet die Anwendung der im ersten Teil gewonnenen Einsichten in der Analyse der Einstellungen der Bürger:innen zu Migration und zu ethnischen Minderheiten. Migration ist eines der Themen, die in den letzten Jahren in Politik und Öffentlichkeit am meisten an Bedeutung und Aufmerksamkeit gewonnen haben. Es ist daher von großer Dringlichkeit, ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis für die Einstellungen zu diesem und verwandten Themen zu erlangen.

Zu den Themen, die in diesem Seminar behandelt werden sollen, gehören unter anderem:

  • Der Begriff der öffentlichen Meinung
  • Die Entwicklung der Meinungsforschung und ihrer methodischen Grundlagen
  • Psychologische Grundlagen der Meinungsbildung
  • Politisches Wissen und öffentliche Meinung
  • Misinformation und motiviertes Räsonnieren
  • Soziale Identität und die Einstellungen zu in-groups und out-groups
  • Dimensionen nationaler und ethnischer Identität
  • Ökonomische und kulturelle Hintergründe der Opposition gegenüber Migration
  • Ethnizität und Einstellungen zur Migration: Warum Hispanics Trump wählten.


Research Design and Methods II

Die Veranstaltung baut auf der Veranstaltung „Research Design and Methods I“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt. Weiterhin werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.

Lehre im Fall 2024

Grundlagen & Themen der Politischen Soziologie (Prof. Dr. Martin Elff)

Die politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Meinungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen, sowie mit den zugrundeliegenden gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie beschäftigt sich mit Fragen wie:

  • Welche gesellschaftlichen Strukturen und politischen Einstellungen sind förderlich für das Entstehen und den Fortbestand einer Demokratie?
  • Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik?
  • Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung?
  • Wann und warum nehmen Bürger:innen an Wahlen teil?
  • Wieso wählen einige Bürger:innen die SPD oder die Grünen und andere die CDU oder die AfD?
  • Wie kommen Bürger:innen zu ihren Meinungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese?
  • Wann und warum nehmen Bürger:innen an Demonstrationen teil, die von Bewegungen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht?
  • Warum sprechen sich Bürger:innen für eine restriktive Einwanderungspolitik aus, wenn doch auf dem Arbeitsmarkt ein Bedarf nach Arbeitskräften aus dem Ausland besteht?
  • Welchen Einfluss haben soziale Medien auf politische Meinungen?
  • Warum glauben und verbreiten Bürger:innen Fehlinformationen und Verschwörungstheorien?

Eine Annäherung an die Grundlagen dieser spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, zentrale Argumente und Theorien der politischen Soziologie vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.


Research Design and Methods I (Prof. Dr. Martin Elff)

In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Formulierung von Hypothesen bis zu Aspekten der Datenerhebung. In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Standardisierte und nicht standardisierte Erhebungsverfahren


Wahlen und Wahlsysteme (Prof. Dr. Martin Elff)

Wahlen sind das zentrale Element repräsentativer Demokratien. Das macht es natürlich wichtig, zu verstehen, wie Wahlsysteme Wahlergebnisse beeinflussen, welche Beweggründe Wahlentscheidungen motivieren und wann und warum sich Bürgerinnen und Bürger an Wahlen beteiligen. Aufbauend auf dem Modul „Einführung in die Politische Soziologie“ bietet die Lehrveranstaltung die Möglichkeit, sich vertiefend mit den Mustern des Wahlverhaltens auseinanderzusetzen. Diese werden vor allem im Kontext der aktuellen und vergangenen amerikanischen Präsidentschaftswahlen diskutiert.

Lehre im Spring 2024

Political Behavior & Public Opinion (Prof. Dr. Martin Elff)

Als öffentliche Meinung bezeichnet man in der Sozialwissenschaft die Verteilung der Meinungen der Bürger zu politischen Themen, insbesondere zu Themen kontroversen Inhalts – z. B. ob mehr Migration zugelassen werden soll oder nicht, ob die Energiewirtschaft aus Kohle und Atomkraft aussteigen soll oder nicht, ob das eigene Land die EU verlassen oder die europäische Integration stärker vorangetrieben werden soll, usw. Eine demokratisch gewählte Regierung kann die öffentliche Meinung zu derartigen Themen kaum ignorieren, ohne sich der Gefahr auszusetzen, an Legitimation zu verlieren oder bei der nächsten Wahl nicht wiedergewählt zu werden. Wie aber kommen die Bürger:innen zu diesen Meinungen? Sind sie ausreichend informiert, um wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und lassen sie sich bei ihrer Meinungsbildung von Fakten leiten? Zu den viel bestätigten Befunden der sozialwissenschaftlichen Einstellungs- und Meinungsbildung gehört, dass die Wenigsten dem Bild eines oder einer „rationalen“ Bürgers oder Bürgerin entsprechen, der bzw. die nüchtern Werte und Fakten abwägt. Vielmehr ist es nicht selten, dass sie zu vielen politischen Themen gar keine Meinung haben oder andererseits Meinungen vertreten, die mit nachweisbaren Fakten im Widerspruch stehen und von denen sie sich auch nicht durch korrektive Information abbringen lassen. Was bestimmt also die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger? Im Seminar werden relevante theoretische Ansätze, empirische Befunde und methodische Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Meinungsforschung diskutiert und auf aktuelle Fragestellungen angewendet. Im Einzelnen werden die folgenden Themen behandelt:

  • Der Begriff der öffentlichen Meinung
  • Die Entwicklung der Meinungsforschung und ihrer methodischen Grundlagen
  • Psychologische Grundlagen der Meinungsbildung
  • Soziale Prozesse und Meinungsbildung
  • Politisches Wissen und öffentliche Meinung
  • Soziale Netzwerke, Filterblasen und Echokammern
  • Misinformation und motiviertes Räsonnieren
  • Aktuelle Themen der Meinungsforschung z. B.:
  • Einstellungen zur Migration und Xenophobie
  • Wissenschaftsskepsis und Einstellungen zum Klimawandel


Research Design and Methods II (Prof. Dr. Martin Elff)

Die Veranstaltung baut auf der Veranstaltung „Research Design and Methods I“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt. Weiterhin werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.

Fachliche Perspektiven | SPE (Tatjana Brütting, MA)

Die Lehrveranstaltung ist Teil des interdisziplinären Moduls im ersten Studienjahr. Diese Veranstaltung begleitet, zusammen mit zwei Methodenworkshops, die Arbeit der Studierenden in ihrem Zeppelin-Projekt.

Lehre im Fall 2023

Research Design and Methods I (Prof. Dr. Martin Elff)

In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Formulierung von Hypothesen bis zu Aspekten der Datenerhebung. In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Standardisierte und nicht-standardisierte Erhebungsverfahren

Grundlagen & Themen der Politischen Soziologie (Tatjana Brütting, MA)

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.

Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.


Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Brütting, MA)

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit psychologischen Prozessen und Hintergründen, welche der politischen Einstellungsbildung zugrunde liegen und sich auch in politischem Verhalten ausdrücken können. Die politische Psychologie beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Individuum, subjektiven Motivationen und gesellschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen. Dieses Feld nutzen wir, um aktuelle gesellschaftliche Phänomene und individuelle Einstellungsmuster zu analysieren. Wir fragen uns zum Beispiel, welche politischen Informationen für Personen überhaupt relevant sind, um politische Einstellungen zu bilden und eine Wahlentscheidung zu treffen. Nach welchen Faktoren werden Informationen ausgewählt? Welchen Einfluss haben widersprüchliche Informationen auf die Einstellungsbildung? Wie beeinflusst die kognitive Verarbeitung von politischen Informationen einen Einstellungswandel? Anwendungsfelder stellen für uns zum Beispiel Phänomene, wie die Wahl Donald Trumps, das Brexit-Votum, Querdenker-Bewegungen und Klimademonstrationen, dar. Das Seminar baut auf dem Kurs „Grundlagen der Politischen Soziologie“ auf und vertieft unser Wissen um konkrete Ansätze und Analysen aus der politischen Psychologie. Wir werden uns auch vertieft mit der (v. a. quantitativen) Messung und Untersuchung psychologischer Prozesse beschäftigen, um unsere Fragen empirisch analysieren zu können. Die konkrete Ausgestaltung des Kurses, welche Themen Sie für die einzelnen Sitzungen interessieren und wie wir einen verständnisvollen roten Faden in das Seminar bringen, werden wir in der ersten Sitzung gemeinsam erarbeiten.

Lehre im Spring 2023

Advanced Quantitative Methods | Data Visualization with R (Prof. Dr. Martin Elff)

Die grafische Aufbereitung von Daten und Analyseergebnissen ist nicht nur hilfreich für die Darstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im akademischen Kontext, sondern insbesondere auch wichtig für deren Kommunikation in die nichtwissenschaftliche Öffentlichkeit oder an private Auftraggeber:innen. Die statistische Software R stellt hierfür eine exzellente Infrastruktur bereit. In dieser Lehrveranstaltung wird diskutiert, wie diese Infrastruktur genutzt werden kann, um informative und ansprechende statistische Grafiken zu erstellen, die sich effektiv in der Wissenschaft, in der angewandten Forschung und im Datenjournalismus einsetzen lassen.

Unter anderem werden die folgenden Themen in der Veranstaltung behandelt:

  • Standarddiagramme: Streudiagramme, Boxplots, Balkendiagramme etc.
  • Graphikformate
  • Die Bausteine komplexer Grafiken
  • ’ggplot‘ und die „Grammar of Graphics“
  • Interaktive Grafiken für Web-Anwendungen


Angewandte Statistik | Quantitative Methoden (Prof. Dr. Martin Elff)

Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse / Applied Data Analysis“ baut auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der empirischen Politikforschung zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse politikwissenschaftlicher Datensätze mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.


Political Behavior & Public Opinion (Prof. Dr. Martin Elff)

Als öffentliche Meinung bezeichnet man in der Sozialwissenschaft die Verteilung der Meinungen der Bürger zu politischen Themen, insbesondere zu Themen kontroversen Inhalts – z. B. ob mehr Migration zugelassen werden soll oder nicht, ob die Energiewirtschaft aus Kohle und Atomkraft aussteigen soll oder nicht, ob das eigene Land die EU verlassen oder die europäische Integration stärker vorangetrieben werden soll, usw. Eine demokratisch gewählte Regierung kann die öffentliche Meinung zu derartigen Themen kaum ignorieren, ohne sich der Gefahr auszusetzen, an Legitimation zu verlieren oder bei der nächsten Wahl nicht wiedergewählt zu werden. Wie aber kommen die Bürger:innen zu diesen Meinungen? Sind sie ausreichend informiert, um wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und lassen sie sich bei ihrer Meinungsbildung von Fakten leiten? Zu den viel bestätigten Befunden der sozialwissenschaftlichen Einstellungs- und Meinungsbildung gehört, dass die Wenigsten dem Bild eines oder einer „rationalen“ Bürgers oder Bürgerin entsprechen, der bzw. die nüchtern Werte und Fakten abwägt. Vielmehr ist es nicht selten, dass sie zu vielen politischen Themen gar keine Meinung haben oder andererseits Meinungen vertreten, die mit nachweisbaren Fakten im Widerspruch stehen und von denen sie sich auch nicht durch korrektive Information abbringen lassen. Was bestimmt also die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger? Im Seminar werden relevante theoretische Ansätze, empirische Befunde und methodische Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Meinungsforschung diskutiert und auf aktuelle Fragestellungen angewendet. Im Einzelnen werden die folgenden Themen behandelt:

  • Der Begriff der öffentlichen Meinung
  • Die Entwicklung der Meinungsforschung und ihrer methodischen Grundlagen
  • Psychologische Grundlagen der Meinungsbildung 
  • Soziale Prozesse und Meinungsbildung
  • Politisches Wissen und öffentliche Meinung
  • Soziale Netzwerke, Filterblasen und Echokammern
  • Misinformation und motiviertes Räsonnieren
  • Aktuelle Themen der Meinungsforschung z. B.:
  • Einstellungen zur Migration und Xenophobie
  • Wissenschaftsskepsis und Einstellungen zum Klimawandel


Research Design and Methods II (Prof. Dr. Martin Elff)

Die Veranstaltung baut auf die Veranstaltung „Research Design and Methods I“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt. Weiterhin werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.

J Methodenworkshop | J | Experimentelle Methoden (Tatjana Brütting, MA)

In diesem Seminar werden wir uns mit Hypothesentests, Gütekriterien und unterschiedlichen Methoden von Experimenten auseinandersetzen. Ebenfalls werden wir die Vor- und Nachteile, den Ablauf von Experimenten, die Operationalisierung, die Durchführung, die Auswertung und Datenkontrolle besprechen. Wir lernen, wie man empirische Texte liest, die Experimente durchgeführt haben, und lernen, wie Durchführung und Ergebnisse zu interpretieren sind. Gemeinsam können wir auch Gruppenexperimente durchführen und uns bei Interesse mit der Erstellung von Online-Experimenten inkl. Programmierung (am Beispiel von soscisurvey) beschäftigen.

Lehre im Fall 2022

Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung | Applied Data Analysis (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse / Applied Data Analysis“ baut auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der empirischen Politikforschung zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse politikwissenschaftlicher Datensätze, z. B. des Varieties-of-Democracy-Datensatzes oder des Datensatzes des Upsala Conflict Data Program mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.
Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten. .

Angewandte Statistik mit statistischer Software (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Statistik“ baut auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Sozialwissenschaften zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.
Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Research Design and Methods | Philosophy of Science & Research Design (Prof. Dr. Martin Elff)
In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Formulierung von Hypothesen bis zu Aspekten der Datenerhebung.
In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Standardisierte und nicht standardisierte Erhebungsverfahren


Advanced Quantitative Methods | Structural Equation Modelling | PhD Course (Prof. Dr. Martin Elff)

Der Kurs führt in die Konstruktion, Schätzung und Interpretation von Strukturgleichungsmodellen ein.
Es werden voraussichtlich die folgenden Themen behandelt:

  • Regressionsanalyse und Pfadanalyse
  • Einfache Modelle mit latenten Variablen: konfirmatorische Faktorenanalyse
  • Strukturgleichungsmodelle mit latenten Variablen
  • Statistische Inferenz mit Strukturgleichungsmodellen
  • Strukturgleichungsmodelle für kategoriale Variablen

Die in der Veranstaltung behandelten Konzepte werden mit entsprechender Software (R/lavaan) praktisch eingeübt.


Grundlagen und Themen der Politischen Soziologie (Tatjana Jungkunz, MA)

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.


Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.


Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.


Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Jungkunz, MA)

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit psychologischen Prozessen und Hintergründen, welche der politischen Einstellungsbildung zugrunde liegen und sich auch in politischem Verhalten ausdrücken können. Die politische Psychologie beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Individuum, subjektiven Motivationen und gesellschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen. Dieses Feld nutzen wir, um aktuelle gesellschaftliche Phänomene und individuelle Einstellungsmuster zu analysieren. Wir fragen uns zum Beispiel, welche politischen Informationen für Personen überhaupt relevant sind, um politische Einstellungen zu bilden und eine Wahlentscheidung zu treffen. Nach welchen Faktoren werden Informationen ausgewählt? Welchen Einfluss haben widersprüchliche Informationen auf die Einstellungsbildung? Wie beeinflusst die kognitive Verarbeitung von politischen Informationen einen Einstellungswandel? Anwendungsfelder stellen für uns zum Beispiel Phänomene, wie die Wahl Donald Trumps, das Brexit-Votum, Querdenker-Bewegungen und Klimademonstrationen, dar. Das Seminar baut auf dem Kurs „Grundlagen der Politischen Soziologie“ auf und vertieft unser Wissen um konkrete Ansätze und Analysen aus der politischen Psychologie. Wir werden uns auch vertieft mit der (v. a. quantitativen) Messung und Untersuchung psychologischer Prozesse beschäftigen, um unsere Fragen empirisch analysieren zu können. Die konkrete Ausgestaltung des Kurses, welche Themen Sie für die einzelnen Sitzungen interessieren und wie wir einen verständlichen roten Faden in das Seminar bringen, werden wir in der ersten Sitzung gemeinsam erarbeiten.


Lehre im Spring 2022

Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.
Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Advanced Methods – Analyse von Umfragedaten (Prof. Dr. Martin Elff)
Umfragen sind ein zentrales Instrument der Datenerhebung in der soziologischen und politikwissenschaftlichen Einstellungs- und Verhaltensforschung, der Sozialstrukturanalyse und der Marktforschung. Die Analyse von Umfragedaten stellt aber eine Reihe von Herausforderungen, die im Rahmen von Standardeinführungen in die Statistik und die empirische Sozialforschung nur in begrenztem Maße berücksichtigt werden. Diese Herausforderungen werden in einer Ära sinkender Rücklaufquoten von persönlichen und Telefonumfragen und zunehmender Bedeutung von Online-Umfragen immer gravierender:

  • In welchem Maße kann die Repräsentativität einer Stichprobe im Falle von ungleichmäßiger Ausschöpfung nachträglich hergestellt werden?
  • Wie lässt sich die Präzision von Schätzungen durch Hinzunahme von zusätzlicher Information über eine Population verbessern?
  • Wie wird mit Antwortausfällen und -verweigerungen und anderen „fehlenden Werten“ so umgegangen, dass dies nicht zu Verzerrungen führt, selbst wenn diese fehlenden Werte ungleichmäßig verteilt sind?
  • Wie wird die mit Auswertungen von Daten aus komplexen Stichproben verbundene Unsicherheit korrekt ermittelt?

Neben diesen grundsätzlichen Fragen befasst sich der Kurs auch mit praktischen Problemen der Analyse von Umfragedaten, z. B.:

Wie mache ich mir Informationen in Begleitmaterialien (insbesondere
Codebüchern) zunutze?

  • Wie bereite ich die Daten so auf, dass sie überhaupt einer quantitativen Auswertung zugänglich sind?
  • Wie gehe ich mit Antworten auf Filterfragen um und mit Antworten, denen Filterfragen vorgeschaltet sind?
  • Wie konstruiere ich Likertskalen aus Likert-Items und überprüfe die Qualität dieser Skalen?
  • Wie stelle ich Grafiken über Umfragedaten gleichzeitig ansprechend und informativ dar?


Research Design and Methods II (Prof. Dr. Martin Elff)

Die Veranstaltung baut auf die Veranstaltung „Research Design and Methods II“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt, sowie deren praktische Umsetzung mit statistischer Software. Schließlich werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.


Political Behavior and Public Opinion (Prof. Dr. Martin Elff)

Als öffentliche Meinung bezeichnet man in der Sozialwissenschaft die Verteilung der Meinungen der Bürger zu politischen Themen, insbesondere zu Themen kontroversen Inhalts – z. B. ob mehr Migration zugelassen werden soll oder nicht, ob die Energiewirtschaft aus Kohle und Atomkraft aussteigen soll oder nicht, ob das eigene Land die EU verlassen oder die europäische Integration stärker vorangetrieben werden soll, usw. Eine demokratisch gewählte Regierung kann die öffentliche Meinung zu derartigen Themen kaum ignorieren, ohne sich der Gefahr auszusetzen, an Legitimation zu verlieren oder bei der nächsten Wahl nicht wiedergewählt zu werden. Wie aber kommen die Bürger:innen zu diesen Meinungen? Sind sie ausreichend informiert, um wichtige Zusammenhänge zu erkennen, und lassen sie sich bei ihrer Meinungsbildung von Fakten leiten? Zu den viel bestätigten Befunden der sozialwissenschaftlichen Einstellungs- und Meinungsbildung gehört, dass die Wenigsten dem Bild eines oder einer „rationalen“ Bürgers oder Bürgerin entsprechen, der bzw. die nüchtern Werte und Fakten abwägt. Vielmehr ist es nicht selten, dass sie zu vielen politischen Themen gar keine Meinung haben oder andererseits Meinungen vertreten, die mit nachweisbaren Fakten im Widerspruch stehen und von denen sie sich auch nicht durch korrektive Information abbringen lassen. Was bestimmt die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger?
Im Seminar werden relevante theoretische Ansätze, empirische Befunde und
methodische Grundlagen der sozialwissenschaftlichen Meinungsforschung diskutiert und auf aktuelle Fragestellungen angewendet.
Im Einzelnen werden die folgenden Themen behandelt:

  • Der Begriff der öffentlichen Meinung
  • Die Entwicklung der Meinungsforschung und ihrer methodischen Grundlagen
  • Psychologische Grundlagen der Meinungsbildung
  • Soziale Prozesse und Meinungsbildung
  • Politisches Wissen und öffentliche Meinung
  • Soziale Netzwerke, Filterblasen und Echokammern
  • Misinformation und motiviertes Räsonnieren
  • Aktuelle Themen der Meinungsforschung, z. B.: 
  • Einstellungen zur Migration und Xenophobie 
  • Wissenschaftsskepsis und Einstellungen zum Klimawandel


Lehre im Fall 2021

Grundlagen & Themen der Politischen Soziologie (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Gruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler:innen ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter:innen fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber, was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.
Wieso wählen gewisse Bürgerinnen und Bürger die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler:innen mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger:innen zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten und Migrantinnen? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.

Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.
Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Advanced Methods – Advanced Statistical Graphics with R (Prof. Dr. Martin Elff)
Die grafische Aufbereitung von Daten und Analyseergebnissen ist nicht nur
hilfreich für die Darstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im
akademischen Kontext, sondern insbesondere auch wichtig für deren Kommunikation in die nichtwissenschaftliche Öffentlichkeit oder an private Auftraggeber:innen. Die statistische Software R stellt hierfür eine exzellente Infrastruktur bereit. In dieser Lehrveranstaltung wird diskutiert, wie diese Infrastruktur genutzt werden kann, um informative und ansprechende statistische Grafiken zu erstellen, die sich effektiv in der Wissenschaft, in der angewandten Forschung und im Datenjournalismus
einsetzen lassen.
Unter anderem werden die folgenden Themen in der Veranstaltung behandelt:

  • Standarddiagramme: Streudiagramme, Boxplots, Balkendiagramme etc.
  • Graphikformate
  • Die Bausteine komplexer Grafiken
  • ggplot und die „Grammar of Graphics“
  • Interaktive Grafiken für Web-Anwendungen


Advanced Methods – Analyse binärer und kategorialer Daten (Prof. Dr. Martin Elff)
In der sozialwissenschaftlichen Forschung begegnet man häufig kategorialen oder „qualitativen“ Daten wie zum Beispiel Bildungsabschlüssen, Schichtzugehörigkeiten, Nationalitäten oder Parteipräferenzen. Zwar lassen auch diese sich in Zahlen „übersetzen“, jedoch ist es oft nicht sinnvoll, dann mit solchen Rechenoperationen durchzuführen, wie etwa die Bildung von Summen und Differenzen. Entsprechend eignen sich „klassische“ statistische Werkzeuge wie die lineare Regression nicht für die Analyse derartiger Daten.
In dieser Lehrveranstaltung werden für kategoriale geeignete Analyseverfahren vorgestellt und in ihrer praktischen Anwendung mit statistischer Software demonstriert. Dabei wird auch auf Fragen der Darstellung und Interpretation von Analyseergebnissen eingegangen, sowie auf die Eigenheiten der statistischen Inferenz auf der Grundlage dieser Verfahren.
Im Einzelnen werden die folgenden Analyseverfahren diskutiert:

  • binäre Logitmodelle bzw. logistische Regression
  • cumulative Logitmodelle für ordinale abhängige Variablen
  • multinomiale Logitmodelle für nominale abhängige Variablen
  • log-lineare Modelle für mehrdimensionale Kontingenztabellen


Social Change and Politics in Western Europe (Prof. Dr. Martin Elff)
Das Seminar behandelt die langfristigen Veränderungen, die sich in den Gesellschaften Westeuropas vollzogen haben, und ihren politischen Konsequenzen. Insbesondere die Veränderungen in den Mustern des Wahlverhaltens und der politischen Partizipation werden dabei in Betracht gezogen.

Zu den Themen des Seminars gehören:

  • die überkommenen Muster des Zusammenhangs zwischen sozialer Schichtung, Religion und Wahlverhalten
  • der Wandel zur postindustriellen Gesellschaft und die Transformation des class voting
  • die politischen Konsequenzen der Säkularisierung der Gesellschaft
  • ethnisch-regionale Konfliktlinien und Politik
  • Wertewandel und neue soziale Bewegungen
  • Kognitive Mobilisierung und die Herausbildung des critical citizen
  • Wohlfahrtsstaaten und die Folgen von Austeritätspolitik
  • Globalisierung und Migration als neue politische Konfliktlinien
  • die politischen Konsequenzen des demografischen Wandels | Wissenschaft, Technologie und Klimawandel als politische Themen und Herausforderungen


Research Design and Methods (Prof. Dr. Martin Elff)
In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Analyse kausaler Beziehungen bis zu Aspekten der Datenerhebung.
In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Kausale Modelle und kausale Inferenz
  • Standardisierte und nicht-standardisierte Erhebungsverfahren

Lehre im Spring 2021

Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber, was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.

Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.

Angewandte Statistik/Angewandte Datenanalyse (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.
Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Political Behavior & Public Opinion (Prof. Dr. Martin Elff)
Auch wenn die Institutionen eines Landes noch so gut aufgebaut sind, eine Demokratie wird nur dann wirklich stabil sein, wenn sie in den Einstellungen und Orientierungen der Bürgerinnen und Bürger Unterstützung findet. Zum einen braucht es ein gewisses Maß an Vertrauen in Institutionen und Amtsträger, damit politische Entscheidungen auch akzeptiert werden, andererseits darf das nicht in ein blindes Folgen autoritärer Führungsfiguren ausarten. Ohne den Willen zu politischer Teilnahme und Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger ist eine Demokratie ebenso der Gefahr eines Abgleitens in ein autoritäres Regime ausgesetzt, wie ohne die Bereitschaft, Entscheidungen einer politischen Mehrheit zu akzeptieren, der man selbst nicht angehört. Die Entwicklung zur Demokratie passender Einstellungen ist allerdings keine Selbstverständlichkeit.

Diese Lehrveranstaltung behandelt grundlegende Muster politischer Orientierungen und Einstellungen zum politischen System auf der Grundlage sowohl klassischer Texte als auch aktueller Forschungsliteratur. Mögliche Themen sind dabei Autoritarismus, Populismus, und Nationalismus, sowie politische Toleranz und politisches Vertrauen. Dabei ist die Perspektive nicht auf die nationale Arena beschränkt, sondern es können auch die Einstellungen zur EU als politischem System thematisiert werden.

Research Design and Methods II (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Veranstaltung baut auf die Veranstaltung „Research Design and Methods II“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt, sowie deren praktische Umsetzung mit statistischer Software. Schließlich werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.


Lehre im Fall 2020

Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber, was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.

Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Black Lives Matter, Fridays for Future, Pegida etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.

Methodenworkshop – Empirisches Forschungsdesign (Tatjana Jungkunz, MA)
Im Workshop lernen die Studierenden, ein eigenes empirisches Forschungsprojekt mit gegebenen Anforderungen und Ressourcen zu planen und umzusetzen. Neben der Entwicklung geeigneter Forschungsfragen und/oder testbarer Hypothesen geht es um klassische Fragen des Forschungsdesigns (Form der Datenerhebung, Stichprobenverfahren, Operationalisierung und Messung, Feldarbeit, Auswertungsplanung), und zwar aus forschungspraktischer Perspektive. Dabei spielen auch diskutierte Fragen der Reproduzierbarkeit von Forschung (Open Science) eine Rolle.


Advanced Methods - Quantitative Textanalyse (Tatjana Jungkunz, MA)
Die quantitative Textanalyse hat sich zu einem wichtigen Bestandteil sozialwissenschaftlicher Methoden entwickelt. Sie erlaubt uns, Texte als zentrales Kommunikationsmittel sozialer und politischer Prozesse, umfangreich zu analysieren. Die Menge an generierten Textdaten aus Blogs, sozialen Medien, politischen Dokumenten etc. hat sich in den letzten Jahren massiv erhöht. Dieser Kurs soll den Studierenden grundlegende Werkzeuge vermitteln, die für die Arbeit mit Textdaten erforderlich sind. Es wird eine fundierte Einführung in den Umgang mit Textdaten geben und deren Vorteile, sowie Nachteile und Gefahren werden diskutiert. Neben Grundkenntnissen des Programmierens und des Umgangs mit Texten am Computer werden auch spezifische Verfahren hinsichtlich ihrer Durchführung und methodologischen Implikationen diskutiert. Anschließend werden wir wichtige deskriptive und Inferenzmethoden der quantitativen Textanalyse genauer betrachten.

Angewandte Statistik (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Research Design and Methods I – Einführung in die empirische Sozialforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
In dieser Lehrveranstaltung werden die Grundzüge und Grundlagen der Forschung in den Sozialwissenschaften diskutiert, von der grundlegenden „Logik der Forschung“ über die Analyse kausaler Beziehungen bis zu Aspekten der Datenerhebung.
In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Erklären, Vorhersagen und Verstehen
  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Kausale Modelle und kausale Inferenz
  • Standardisierte und nicht standardisierte Erhebungsverfahren


Wahlen und Wahlverhalten (Prof. Dr. Martin Elff)
Wahlen sind das zentrale Element repräsentativer Demokratien. Das macht es natürlich wichtig, zu verstehen, wie Wahlsysteme Wahlergebnisse beeinflussen, welche Beweggründe Wahlentscheidungen motivieren und wann und warum sich Bürgerinnen und Bürger an Wahlen beteiligen. Aufbauend auf dem Modul „Einführung in die Politische Soziologie“ bietet die Lehrveranstaltung die Möglichkeit, sich vertiefend mit den Mustern des Wahlverhaltens auseinanderzusetzen. In diesem Rahmen werden die folgenden Themen behandelt:

  • Vorhersagen von Wahlergebnissen und Hochrechnungen
  • Wahlsysteme und ihre Konsequenzen für Wahlergebnisse
  • Die Wirkung von Wahlkampagnen
  • Kandidat:innen und ihr Effekt auf das Wahlverhalten
  • Sachfragen und ideologische Orientierungen
  • Retrospektives Wählen, Wirtschaftslage und Wahlverhalten
  • Parteianhängerschaft und Parteiidentifikation
  • Soziale Gruppen, Sozialstruktur und Wahlverhalten
  • Wahlbeteiligung und elektorale Mobilisierung  

Die Themen werden vor allem im Kontext der aktuellen und vergangenen amerikanischen Präsidentschaftswahlen diskutiert.

Lehre im Spring 2020

Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber, was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.

Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Pegida, Fridays for Future etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Angewandte Statistik (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und ermöglicht ihnen, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben, einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Einführung in die empirische Sozialforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Veranstaltung baut auf die Veranstaltung „Wissenschaftstheorie und Forschungsdesign“ auf, die die Teilnehmenden im vorangegangenen Semester besucht haben sollten, und rundet die methodische Grundausbildung für Studierende im MA-Programm ab. Im Vordergrund steht dabei die Einführung in die Analyse empirischer Daten. Dabei werden die zentralen Konzepte der deskriptiven und schließenden Statistik behandelt, sowie deren praktische Umsetzung mit statistischer Software. Schließlich werden auch die Darstellung wissenschaftlicher Befunde und die Dokumentation der sie hervorbringenden Forschungsaktivitäten diskutiert.

Politische Meinungsbildung & politische Beteiligung | Populismus und Polarisierung (Prof. Dr. Martin Elff)

Aufbauend auf dem Seminar „Politische Einstellungen & politisches Verhalten“ befasst sich diese Veranstaltung mit speziellen Themen der Einstellungsforschung. Im Vordergrund in diesem Semester stehen vor allem die Ursachen von Populismus und der Polarisierung der öffentlichen Meinung in europäischen Staaten und Nordamerika. Die Fragen, denen sich das Seminar stellt, sind:

  • Welche Rolle spielen Information, Prädispositionen und Wertorientierungen bei der Meinungsbildung?
  • Wie gut informiert und strukturiert sind die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?
  • Mit wem diskutieren Bürgerinnen und Bürger politische Themen und von wem lassen sie sich beeinflussen?
  • Was ist „motivated reasoning“ und welche Folgen hat es für die Meinungsbildung? Welche Folgen hat das vergrößerte Informationsangebot durch neue Medien und das Internet für die Meinungsbildung?
  • In welchem Maße lassen sich eine Polarisierung der öffentlichen Meinung und der neue Populismus auf motivated reasoning und das Entstehen von „Filterblasen“ im Internet zurückführen?


Lehre im Fall 2019

Grundlagen & Themen der Politischen Soziologie (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber, was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Die Politische Soziologie beschäftigt sich mit den politischen Einstellungen und dem Verhalten von Individuen und Gruppen und somit mit gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen. Sie versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und unter anderem die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden.

Wieso wählen gewisse Bürger und Bürgerinnen die SPD und andere die CDU? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Wieso nehmen gewisse Menschen an Demonstrationen wie Pegida, Fridays for Future etc. teil und andere nicht? Wieso wählt jemand eine rechtspopulistische Partei? Welche Einstellungen führen zu diskriminierendem Verhalten gegenüber Migranten? Wie können solche Phänomene untersucht werden? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Ziel der Veranstaltung ist es, die zentralen Argumente und Theorien in den Bereichen Politische Sozialisation, Einstellungen und Partizipation vorzustellen. Dabei werden auch Einblicke in die jeweiligen methodischen Vorgehensweisen gegeben. Diese sind nicht nur für die Durchführung eigener Analysen unentbehrlich, sondern auch für das Verständnis eines erheblichen Teils der relevanten sozial- und politikwissenschaftlichen Literatur.

Angewandte Datenanalyse der empirischen Politikforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Lehrveranstaltung „Angewandte Datenanalyse in der empirischen Politikforschung“ bildet, neben der Veranstaltung „Politische Einstellungen und politisches Verhalten“, das Modul „Politische Soziologie und empirische Politikforschung“. Sie baut dabei auf den Kenntnissen auf, die die Studierenden in den Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign und Datenanalyse in den vorangegangenen Semestern erworben haben, und bietet ihnen die
Möglichkeit, ihre methodischen Fertigkeiten in der Anwendung auf Themen und Fragestellungen aus Bereichen der Politischen Soziologie zu erproben,
einzuüben und zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei die Analyse sozialwissenschaftlicher Datensätze, z. B. der Deutschen GLES-Wahlstudie oder des European Social Survey, mit der frei verfügbaren statistischen Software R. Neben der eigentlichen Datenanalyse widmet sich der Kurs aber auch dem Management von wissenschaftlichen Daten und der grafischen Aufbereitung von Analyseergebnissen.

Begleitend zu dem Kurs wird ein Tutorium angeboten.

Research Design (Prof. Dr. Martin Elff)
In dieser Lehrveranstaltung werden die grundlegenden Ansätze der Wissenschaftstheorie diskutiert und auf ihre Implikationen für die Forschungspraxis hin beleuchtet. Dabei werden Ziele wie gesellschaftliche Relevanz und Wertfreiheit, Nachvollziehbarkeit und Genauigkeit mit einer konfrontiert und gegeneinander abgewogen.

In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themen behandelt:

  • Die Struktur wissenschaftlicher Theorien und die Herleitung von überprüfbaren Hypothesen
  • Die empirische Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen
  • Messung und Operationalisierung von Konzepten
  • Experimentelle, quasi-experimentelle und Ex-post-facto-Designs
  • Standardisierte und nichtstandardisierte Erhebungsverfahren


Democracy & Elections (Prof. Dr. Martin Elff)
Der Kurs „Democracy & Elections“ befasst sich mit der Analyse von Wahlverhalten. Er kombiniert die Diskussion der wichtigsten Theorien des Wahlverhaltens mit einer Einführung in die praktische Analyse von Daten wissenschaftlicher Wahlstudien. Im ersten Teil des Kurses werden die zentralen Konzepte der Wahlforschung diskutiert. Im zweiten Teil stehen die praktischen Aspekte der Wahlforschung im Vordergrund, wobei die Teilnehmenden ihre eigenen Fragestellungen entwickeln und eigene Analysen mit Datensätzen wissenschaftlicher Wahlstudien durchführen sollen. Mögliche Fragestellungen wären die sozialen Hintergründe und Einstellungen, die die Wählerinnen und Wähler bewegen, Parteien wie die AfD zu wählen, und wie sich diese Faktoren so geändert haben, dass sie zum Aufstieg der AfD zwischen 2013 und 2017 geführt haben.
Andere Fragestellungen könnten sich mit dem Rückgang der Stimmenanteile der „Volksparteien“ befassen und damit, wie sich dieser mit sozialstrukturellem Wandel und dem Entstehen neuer sozialer Spannungslinien erklären lässt.

Lehre im Spring 2019

Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Tatjana Jungkunz, MA)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen.
Aber – was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Sozialwissenschaftliche Einstellungs- und Wahlforschung versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden. Wer wählt, wie und warum? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Lehre im Fall 2018

Politische Einstellungen & politisches Verhalten (Prof. Dr. Martin Elff)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber -- was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Sozialwissenschaftliche Einstellungs- und Wahlforschung versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden. Wer geht überhaupt wählen, wählt wen und warum? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.


Praxis der Forschung (Dr. Nadine Meidert)
Die Veranstaltung vermittelt einerseits praktisches Wissen zur Planung von Forschungsvorhaben und andererseits einen Überblick über verschiedene Forschungsdesigns. Somit wird den Fragen nach der grundsätzlichen Herangehensweise, der theoretischen Einordnung des Vorhabens, der Entwicklung einer passenden Fragestellung für den gegebenen Zeitrahmen und dem für die Fragestellung passenden Forschungsdesign nachgegangen. Durch das kritische Lesen von Forschungsartikeln werden Standards wissenschaftlicher Forschung erarbeitet.

Politics & Society (Prof. Dr. Martin Elff)
Der Kurs „Politics and Society“ betrachtet die Beziehungen zwischen Sozialstruktur und den Mustern der Politik aus einer theoretischen und empirischen Perspektive. Er baut sowohl auf klassischen Arbeiten als auch auf zeitgenössischer Forschungsliteratur auf. Zu den behandelten Themen gehören die marxistischen und weberianischen Perspektiven auf den Staat, die gesellschaftlichen Grundlagen von autoritären und demokratischen Regimen, soziale Ungleichheit und politische Partizipation, sowie Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und Wahlverhalten.

Demokratien & Wahlen: Bundestagswahl 2017 (Prof. Dr. Martin Elff)
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung „Democracy & Election“ steht die Bundestagswahl von 2017. Unter Verwendung von Daten aus der 2017er Welle der Deutschen Longitudinalen Wahlstudie (GLES) wird untersucht, wer – in Hinblick auf soziale Position, Wertorientierung und ideologische Ausrichtung – an der Wahl teilgenommen hat und wer sich enthalten hat und wer für welche Partei gestimmt hat; welche Themen die Wähler bewegt haben; ob sich die Muster der Parteianhängerschaft verändert haben. Der Kurz zielt darauf ab, eine theoretisch-systematische Perspektive mit der praktischen Analyse genuiner wissenschaftlicher Forschungsdaten zu verbinden. Zu den Gegenständen des Kurses gehören die Hauptkonzepte der Wahlforschung, Forschungsstrategien der empirischen Wahlforschung und praktische Aspekte der Analyse von Umfragedaten.

Lehre im Spring 2018

Polity, Politics & Policy | B (Dr. Nadine Meidert)
Polity, Politics und Policy beschreiben die drei Grunddimensionen des Politischen, die Gegenstand politikwissenschaftlicher Forschung sein können. Polity beschreibt die strukturelle und institutionelle Dimension (z. B. politische Institutionen, Verfassungen), Politics die prozedurale (z. B. Wahlverfahren, Lobbyismus) und Policy die inhaltliche (Unterscheidung verschiedener Politikfelder, z. B. Umweltpolitik, Arbeitsmarktpolitik). Inhalt des Kurses sind einerseits relevante politikwissenschaftliche Grundbegriffe sowie Gegenstände politikwissenschaftlicher Forschung und andererseits Theorien und Methoden der Politikwissenschaft. Die Inhalte sollen dabei anhand konkreter politischer Beispiele und aktueller Studien diskutiert werden.


Einführung in die empirische Sozialforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
Die Veranstaltung bietet eine Einführung in die verschiedenen Stufen des Prozesses der empirischen Sozialforschung. Themen der Veranstaltung sind die

  • Grundprobleme empirischer Sozialforschung
  • Theoriebildung und Ableitung von Hypothesen
  • Übersetzung theoretischer Konzepte in Messprozeduren (Operationalisierung)
  • Stichprobenziehung und Datenerhebung
  • Kausale Analysen in experimentellen und nicht-experimentellen Studien
  • Datenaufbereitung und Datenanalyse


Einführung in die Einstellungs- und Wahlforschung (Prof. Dr. Martin Elff)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber – was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?
Sozialwissenschaftliche Einstellungs- und Wahlforschung versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden. Wer wählt, wie und warum? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Public Opinion & Political Participation: Populism & Polarization in Europe & the US (Prof. Dr. Martin Elff)
Aufbauend auf dem Seminar „Politische Einstellungen & politisches Verhalten“ befasst sich diese Veranstaltung mit speziellen Themen der Einstellungsforschung. Im Vordergrund in diesem Semester stehen vor allem die Ursachen von Populismus und der Polarisierung der öffentlichen Meinung in den Staaten Europas und Nordamerikas. Die Fragen, mit denen sich das Seminar auseinandersetzt, sind:

  • Welche Rolle spielen Information, Prädispositionen und Wertorientierungen bei der Meinungsbildung?
  • Wie gut informiert und strukturiert sind die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?
  • Mit wem diskutieren Bürgerinnen und Bürger politische Themen und von wem lassen sie sich beeinflussen?
  • Was ist „motivated reasoning“ und welche Folgen hat es für die Meinungsbildung?
  • Welche Folgen hat das vergrößerte Informationsangebot durch neue Medien und das Internet für die Meinungsbildung?
  • In welchem Maße lassen sich eine Polarisierung der öffentlichen Meinung und der neue Populismus auf „motivated reasoning“ und das Entstehen von „Filterblasen“ im Internet zurückführen?

Lehre im Fall 2017

Advanced Methods | Mixed Methods (Dr. Nadine Meidert)

Mixed Methods beschreibt einen Multi-Methoden-Ansatz, bei dem sowohl qualitative als auch quantitative Datenerhebungs- und Datenanalysemethoden sowie verschiedene Untersuchungsdesigns und Forschungsparadigmen kombiniert werden. Im Mittelpunkt des Kurses stehen einerseits die Frage, wie ein gesamtheitliches Forschungsdesign im Sinne des Mixed Methods Approach entwickelt werden kann, und andererseits die Anwendung einzelner qualitativer und quantitativer Datenerhebungs- und Datenanalysemethoden und die Kombination dieser. Welche Einzelmethoden (z. B. verschiedene Formen der Inhaltsanalyse, OLS-Regression in R, andere Regressionsmodelle …) Gegenstand des Kurses sind, wird vorab mit den Kursteilnehmenden abgestimmt.


Advanced Methods | Strukturgleichungsmodelle (Prof. Dr. Martin Elff)
Komplexe Kausalmodelle spielen eine wichtige Rolle in vielen Bereichen der Politik-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Dieser Kurs soll zu einem Verständnis dieser Modelle und deren praktischer Umsetzung in selbstständigen Analysen verhelfen. Den ersten Abschnitt bildet eine Wiederholung und Vertiefung der multiplen linearen Regression. Davon ausgehend wird in die Konstruktion und Analyse von Pfad- und Simultangleichungsmodellen eingeführt. Einen dritten Abschnitt bildet die Analyse von Strukturgleichungsmodellen mit latenten Variablen.

Der mathematisch-statistische Hintergrund dieser Verfahren wird zunächst (nur) so weit diskutiert, wie es dem Verständnis von Analyseergebnissen dient. Im Vordergrund steht die praktische Anwendung dieser Verfahren auf konkrete Fragestellungen auf der Grundlage von sozialwissenschaftlichen Daten. Daher sind die Sitzungen eine Kombination aus Dozentenvortrag und praktischen Übungen.


Democracy & Elections (Prof. Dr. Martin Elff)

Der Schwerpunkt des diesjährigen Kurses „Democracy & Elections“ liegt auf der US-Präsidentschaftswahl 2016. Mit Daten aus der American Election Study 2016 und früheren Wahlstudien werden wir untersuchen, wer – in Bezug auf soziale Position, Werteorientierung und ideologische Ausrichtung – für Donald Trump oder Hillary Clinton gestimmt und wer sich der Stimme enthalten hat; welche Themen die Wähler bewegten und ob und wie sich die Muster der Parteibindung verändert haben. Der Kurs zielt darauf ab, eine theoretische und systematische Perspektive mit einem praktischen Ansatz zur tatsächlichen Forschung zu verbinden. Themen des Kurses sind die Hauptkonzepte und Ideen der Wahlforschung, Strategien und Entwürfe für die empirische Forschung zum Wahlverhalten sowie praktische Aspekte der Datenanalyse mit Umfragedaten.



Wahlen & Wahlverhalten | Die Bundestagswahl 2017 (Dr. Nadine Meidert)

Wahlen sind ein wesentlicher Bestandteil moderner westlicher Demokratien und gehören daher zu den beliebtesten Forschungsgegenständen der Politikwissenschaft. Wahlen bieten Forschenden die Möglichkeit, das Wahlverhalten zu analysieren, um ein besseres Verständnis für die Interessen, Einstellungen und Motive der Bürger zu gewinnen, die zu einer Wahlentscheidung führen. Wer wie wählt und warum, ist die Leitfrage des gesamten Kurses. Der Kurs konzentriert sich auf Wahlen und Wahlverhalten im deutschen Kontext mit besonderem Schwerpunkt auf der Bundestagswahl 2017.


Quantitative Methoden (Dr. Nadine Meidert)

Die Lehrveranstaltung soll Grundkenntnisse in quantitativen Datenerhebungs- und -analysemethoden vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Fähigkeit, eigenständig einzelne Methoden anzuwenden. Der Kurs wird neben den Grundlagen des Forschungsablaufs vor allem verschiedene Methoden behandeln.
| Kritische Betrachtung von Forschungsprozessen
| Verständnis für die Entwicklung eines quantitativen Forschungsdesigns
| Kennenlernen der Vor- und Nachteile quantitativer Forschung
| Anwendung quantitativer Datenerhebungs- und -analysemethoden
| Grundlagen der Datenanalyse mit R, angewandte Statistik


Einführung in die Einstellungs- & Wahlforschung (Prof. Dr. Martin Elff)

An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler ihr Wahlverhalten gegenüber der vorangegangenen Wahl geändert haben. Es folgen die Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung der eigenen politischen Positionen. Aber – was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger?

Sozialwissenschaftliche Einstellungs- und Wahlforschung versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden. Wer wählt, wie und warum? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.


Politics and Society (Prof. Dr. Martin Elff)

Der Kurs „Politics and Society“ betrachtet die Beziehungen zwischen Sozialstruktur und den Mustern der Politik aus einer theoretischen und empirischen Perspektive. Er baut sowohl auf klassischen Arbeiten als auch auf zeitgenössischer Forschungsliteratur auf. Zu den behandelten Themen gehören die marxistischen und weberianischen Perspektiven auf den Staat, die gesellschaftlichen Grundlagen von autoritären und demokratischen Regimen, soziale Ungleichheit und politische Partizipation, sowie Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und Wahlverhalten.

Lehre im Spring 2017

Einführung in die empirische Sozialforschung (Prof. Dr. Martin Elff)

Die Veranstaltung bietet eine Einführung in die verschiedenen Stufen des Prozesses der empirischen Sozialforschung. Themen der Veranstaltung sind die

  • Grundprobleme empirischer Sozialforschung
  • Theoriebildung und Ableitung von Hypothesen
  • Übersetzung theoretischer Konzepte in Messprozeduren (Operationalisierung)
  • Stichprobenziehung und Datenerhebung
  • Kausale Analysen in experimentellen und nicht-experimentellen Studien
  • Datenaufbereitung und Datenanalyse


Empirisches Untersuchungsdesign (Dr. Nadine Meidert)

Die Veranstaltung führt in die verschiedenen in der empirischen Sozialwissenschaft üblichen Forschungsdesigns ein. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Diskussion des Beitrages, den theoriegeleitete empirische Sozialforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten kann. Darauf aufbauend werden dier Grundtypen empirischer Untersuchungen – experimentelle, quasi-experimentelle und nicht-experimentelle Untersuchungen – herausgearbeitet und die Möglichkeiten und Grenzen dieser Grundtypen werden beleuchtet. Ein weiteres Thema bilden die Strategien der Auswahl von Untersuchungseinheiten, in Form von Einzelfallstudien, systematischen Vergleichen und der Ziehung von Stichproben. Abgerundet wird die Veranstaltung mit der Diskussion verschiedener Verfahren der Datengewinnung – wie etwa Dokumenten- und Inhaltsanalyse, (teilnehmender und nicht-teilnehmender) Beobachtung, Sammlung prozessproduzierter Daten, standardisierten und nicht-standardisierten Interviews – sowie der Herausforderungen, die sich diesen Verfahren jeweils stellen. Zentraler Gesichtspunkt ist dabei stets, wie Forschungsfragen und theoretische Grundannahmen die Auswahl von Designs und Verfahren anleiten.


Methoden der Datenanalyse (Prof. Dr. Martin Elff)

In der Veranstaltung wird eine Einführung in die Datenanalyse und die Statistiksoftware "R" anhand von Anschauungsbeispielen und Übungsaufgaben gegeben.
Behandelt werden:

  • Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Statistische Kennwerte für Verteilungen
  • Überprüfung statistischer Hypothesen
  • Statistische Graphik
  • Statistische Kennwerte für bivariate Zusammenhänge
  • Grundlagen der Regressionsanalyse
  • Datenmanagement

Die Veranstaltung wird durch ein Tutorium begleitet.


Methodenwerkstatt (Dr. Nadine Meidert, gemeinsam mit Prof. Dr. Franziska Peter)
Bei der Datenauswertung an einer Stelle nicht weitergekommen? Nicht ganz klar, wie die Ergebnisse interpretiert werden? Oder einfach nur Interesse an einer Datenauswertung zu arbeiten und, wenn eine Frage auftaucht, die Möglichkeit zu haben, kurz zu fragen? Dann ist die Methodenwerkstatt genau das Richtige. Sie richtet sich an Studierende, die an eigenen Forschungsprojekten arbeiten und methodische Fragen haben. Die Methodenwerkstatt soll dabei nicht die Betreuung der Arbeit ersetzen, sondern ist ein ergänzendes Angebot. Sie wird von Prof. Dr. Franziska Peter (Lehrstuhl für Empirische Kapitalmarktforschung & Ökonometrie) und Dr. Nadine Meidert (Akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Soziologie) betreut. An einzelnen Terminen gibt es zum Einstieg einen 20- bis 30-minütigen Input. Termine der Methodenwerkstatt finden sich im SystemOne.


National & Comparative Governance (Prof. Dr. Martin Elff)

So nah und doch so fern sind sich die politischen Systeme Deutschlands und Großbritanniens. Gerade deswegen hilft eine Auseinandersetzung mit dem politischen System des Vereinigten Königreichs dabei, ein vertieftes Verständnis der Vielfalt politischer Systeme zu gewinnen. In der Veranstaltung werden die grundlegenden Strukturen des politischen Systems des Vereinigten Königreichs beleuchtet, einschließlich ihrer historischen Genese, aber selbstverständlich sollen auch aktuelle Entwicklungen in Großbritannien und Nordirland diskutiert werden. Themen des Kurses sind: 

  • Die Entstehung des Vereinigten Königreichs 
  • Der Wandel zur Demokratie in Großbritannien
  • Mythos und Realität der parlamentarischen Souveränität
  • Regierung und Verwaltung im Vereinigten Königreich
  • Das Vereinigte Königreich als Mehrvölkerstaat und das Spannungsverhältnis von zentralistischer Tradition und neuer Selbstverwaltung
  • Die Eigenheiten der britischen Parteien
  • Muster des Wahlverhaltens im Vereinigten Königreich 
  • Das Vereinigte Königreich in der Europäischen Union und der sogenannte "Brexit

Quantitative Methoden (Dr. Nadine Meidert)

Die Lehrveranstaltung soll Grundkenntnisse in quantitativen Datenerhebungs- und -analysemethoden vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Fähigkeit, eigenständig einzelne Methoden anzuwenden. Der Kurs wird neben den Grundlagen des Forschungsablaufs vor allem verschiedene Methoden behandeln.

  • Kritische Betrachtung von Forschungsprozessen
  • Verständnis für die Entwicklung eines quantitativen Forschungsdesigns
  • Kennenlernen der Vor- und Nachteile quantitativer Forschung
  • Anwendung quantitativer Datenerhebungs- und -analysemethoden
  • Grundlagen der Datenanalyse mit R, angewandte Statistik

Lehre Fall 2016

Advanced Methods: Analyse von Paneldaten (Prof. Dr. Martin Elff)
In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften interessiert man sich oft für Entwicklungen in mehreren Untersuchungseinheiten – mehrerer Staaten, mehrerer Wertpapierkurse, oder mehrerer Individuen – und zwar nicht nur mit der Absicht zu beschreiben, sondern vor allem auch mit der Absicht, zu erklären oder Hypothesen zu testen. Daten, die entsprechend Zeitreihen oder wiederholte Messungen an mehreren Untersuchungseinheiten beinhalten, bezeichnet man üblicherweise als Panel-Daten (wenn die Anzahl der Zeitpunkte klein ist im Vergleich zur Anzahl der Untersuchungseinheiten), als gepoolte Zeitreihen oder Time-Series-Cross-Section-Daten (wenn die Anzahl der Zeitpunkte relativ hoch ist). Zwar ermöglicht die Analyse dieser Daten Einsichten, die über reine Zeitreihenanalysen oder reine Querschnittsanalysen hinausgehen, allerdings stellen sich dabei auch besondere Herausforderungen, die sich aus der Kombination von serieller Abhängigkeit der Datenpunkte mit der Heterogenität der Untersuchungseinheiten ergeben. Dieser Kurs macht diese Herausforderungen verständlich und zeigt Wege auf, ihnen in der praktischen Analyse zu begegnen. Hierzu werden entsprechende Verfahren der Datenanalyse mit geeigneter Software (Zusatzpaketen in R oder Stata) praktisch eingeübt.
Themen im Kurs sind:

  • Rückblick I: Die Annahmen der klassischen Inferenz im linearen Regressionsmodell
  • Rückblick II: Grundkonzepte der Zeitreihenanalyse
  • Umgang mit heterogenen Untersuchungseinheiten: Spezifikation und Schätzung von Modellen mit Fixed Effects und Random Effects
  • Modelle zur Erklärung von Einheiten-Heterogenität: Fixed-Effect-Vector Decomposition und Hausmann-Taylor-Schätzer
  • Simultane Panel-Effekte und Panel-Corrected Standardfehler


Empirisches Untersuchungsdesign (Dr. Nadine Meidert)
Die Veranstaltung führt in die verschiedenen in der empirischen Sozialwissenschaft üblichen Forschungsdesigns ein. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Diskussion des Beitrages, den theoriegeleitete empirische Sozialforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten kann. Darauf aufbauend werden die Grundtypen empirischer Untersuchungen – experimentelle, quasi-experimentelle und nicht-experimentelle Untersuchungen – herausgearbeitet und die Möglichkeiten und Grenzen dieser Grundtypen werden beleuchtet. Ein weiteres Thema bilden die Strategien der Auswahl von Untersuchungseinheiten, in Form von Einzelfallstudien, systematischen Vergleichen und der Ziehung von Stichproben. Abgerundet wird die Veranstaltung mit der Diskussion verschiedener Verfahren der Datengewinnung – wie etwa Dokumenten- und Inhaltsanalyse, (teilnehmender und nicht-teilnehmender) Beobachtung, Sammlung prozessproduzierter Daten, standardisierten und nicht-standardisierten Interviews – sowie der Herausforderungen, die sich diesen Verfahren jeweils stellen. Zentraler Gesichtspunkt ist dabei stets, wie Forschungsfragen und theoretische Grundannahmen die Auswahl von Designs und Verfahren anleiten.

Einführung in die Einstellungs- & Wahlforschung | US-Wahlen 2016 (Prof. Dr. Martin Elff)
An jedem Wahlabend findet ein Wettrennen der Prognosen statt. Schon bevor ein amtliches Endergebnis vorliegt, wird dem interessierten Fernsehpublikum von Umfrageinstituten vorgeführt, welche Parteien vorn liegen, von welchen Wählergruppen sie gewählt wurden und wie viele Wähler sich anders entschieden haben als bei der vorangegangenen Wahl. Es folgen Tage der Exegese des Wählerwillens. Spitzenvertreter fast jeder Partei legen ihn in ihrem Sinne aus und sehen darin fast immer eine Bestätigung ihrer politischen Positionen. Aber -- was weiß man wirklich über die politischen Meinungen der Bürgerinnen und Bürger? Sozialwissenschaftliche Einstellungs- und Wahlforschung versucht, von einer bloß impressionistischen Interpretation des Wählerverhaltens wegzukommen und die tatsächlichen Beweggründe des Wählens herauszufinden. Wer wählt was und warum? Versuchen Wähler mit ihrer Entscheidung, ein Eigeninteresse zu verwirklichen, oder drücken sie ihre moralische Bewertung der jeweiligen Parteien aus? Ist das Wählen eine Abrechnung mit den Leistungen von Regierung und Opposition oder ein Votum für künftige Politik? Wie kommen die Bürger zu ihren Einstellungen über Sozial- oder Außenpolitik und wie gut informiert sind diese? Welche Wirkung haben Wahlkämpfe auf die Wahlentscheidung? Eine Annäherung an diese spannenden Fragen, die keineswegs abschließend beantwortet sind, ist der Inhalt dieser Veranstaltung.

Diese Lehrveranstaltung konzentriert sich auf Fragen des Wahlverhaltens mit besonderem Augenmerk auf die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten.


Methoden der Datenanalyse (Prof. Dr. Martin Elff)
In der Veranstaltung wird eine Einführung in die Datenanalyse und die Statistiksoftware „R“ anhand von Anschauungsbeispielen und Übungsaufgaben gegeben.
Behandelt werden:

  • Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Statistische Kennwerte für Verteilungen
  • Überprüfung statistischer Hypothesen
  • Statistische Grafik
  • Statistische Kennwerte für bivariate Zusammenhänge
  • Grundlagen der Regressionsanalyse
  • Datenmanagement


Methodenwerkstatt (Dr. Nadine Meidert, gemeinsam mit Prof. Dr. Franziska Peter)
Bei der Datenauswertung an einer Stelle nicht weitergekommen? Nicht ganz klar wie die Ergebnisse interpretiert werden? Oder einfach nur Interesse, an einer Datenauswertung zu arbeiten und, wenn eine Frage auftaucht, die Möglichkeit zu haben, kurz zu fragen? Dann ist die Methodenwerkstatt genau das Richtige. Sie richtet sich an Studierende, die an eigenen Forschungsprojekten arbeiten und methodische Fragen haben. Die Methodenwerkstatt soll dabei nicht die Betreuung der Arbeit ersetzen, sondern ist ein ergänzendes Angebot. Sie wird von Prof. Dr. Franziska Peter (Lehrstuhl für Empirische Kapitalmarktforschung & Ökonometrie) und Dr. Nadine Meidert (Akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Soziologie) betreut. An einzelnen Terminen gibt es zum Einstieg einen 20- bis 30-minütigen Input. Termine der Methodenwerkstatt finden sich im SystemOne.

Polity, Politics & Policy (Prof. Dr. Martin Elff)
Mit Polity, Policy, und Politics bezeichnet man im Englischen die drei Grunddimensionen des Politischen. Grob ins Deutsche übersetzt bezeichnen diese Begriffe das politische System, das Regierungshandeln und den politischen Wettbewerb. Um ein umfassendes Grundverständnis der Politik und der wissenschaftlichen Beschäftigung mit ihr zu liefern, befasst sich das Seminar zunächst mit den Begriffen des Staates und der Nation und den verschiedenen Formen, die politische Systeme annehmen können. Ein weiteres Themenfeld bilden die verschiedenen Akteure, die um Einfluss auf politische Entscheidungen ringen, also insbesondere auch Parteien, Interessengruppen und soziale Bewegungen. Schließlich wird in den Blick genommen, wie sich das Zusammenspiel von politischen Institutionen und politischen Akteuren auf das Regierungshandeln in verschiedenen Politikfeldern, wie z.B. Sozialpolitik, Umweltpolitik, oder Außenpolitik, auswirkt. Grundsätzlich wird in der Behandlung der Themen dieses Seminars eine vergleichende Perspektive eingenommen, in der nicht nur die Politik in Deutschland, sondern auch die in anderen Demokratien und in semi-demokratischen und autoritären Regimen betrachtet wird.

Zeit, um zu entscheiden

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