Gendergerechte Sprache

Die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter ist für eine erfolgreiche Gleichstellung von unerlässlicher Bedeutung.


Die ZU bemüht sich in ihren offiziellen Verlautbarungen und Schriftstücken schon länger um eine genderneutrale Sprache, indem etwa von „Mitarbeitenden“ und „Studierenden“ gesprochen wird. Diese Möglichkeit bietet sich jedoch nicht überall an. In den vergangenen Jahren haben sich für diese Fälle unterschiedliche Schreibweisen ausgebildet. Ein Beispiel hierfür ist das Binnen-I, das Frauen und Männer in einem Wort erwähnt.


Am 10. Oktober 2017 hat das Bundesverfassungsgericht beschlossen, dass der Staat „Menschen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen“ einen „anderen, positiven Geschlechtseintrag“ ermöglichen muss. Seither besteht auch die Möglichkeit der Geschlechtsbezeichnung „divers“.


Um auch non-binäre Geschlechtsidentitäten einzuschließen, fand in der Praxis zunächst der Unterstrich oder das Gendersternchen immer häufiger Verwendung.


Seit 2018 setzt sich jedoch aus pragmatischen, symbolischen und typographischen Gründen zunehmend der Doppelpunkt durch. Er wird mittlerweile in einer Reihe von Verwaltungen, Hochschulen, großen Tageszeitungen und Regierungspapieren verwendet. Vor diesem Hintergrund ergeht die Regelung, diese Schreibweise zukünftig auch in allen offiziellen Schriftstücken der ZU zu verwenden.

Den Leitfaden zur Nutzung der gendergerechten Sprache an der Zeppelin Universität finden Sie hier:

Warum Gendergerechte Sprache

In den letzten Jahrzehnten hat sich im deutschen Sprachraum ein wachsendes Bewusstsein für eine gendergerechte und diskriminierungsfreie Sprachverwendung entwickelt, die die Möglichkeiten m/w/d bei geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen miteinschließt und die generische Maskulin Form vermeidet.


Das generische Maskulinum in der deutschen Sprache meint alle Geschlechter mit. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass beim generischen Maskulinum ausschließlich an Männer gedacht wird, wo auch ausschließlich Männer angesprochen werden.

Bild: Zeppelin Universität | :innen als gendergerechte Formulierung
Bild: Zeppelin Universität | :innen als gendergerechte Formulierung

Deshalb eignet sich das generische Maskulinum nicht als geschlechter- bzw. gendergerechte Sprache!


Aber warum sollte überhaupt gendergerechte Sprache verwendet werden? Dafür gibt es verschiedene Gründe (vgl. geschicktgendern.de):

Sprache beeinflusst unser Denken!

Durch Sprache entstehen in unseren Köpfen Bilder. Werden nur Männer genannt, dann denken wir auch nur an Männer. Das entspricht nicht der Realität. In den meisten Bereichen unserer Gesellschaft sind die verschiedensten Personen, unabhängig von Geschlecht oder Identität, präsent. Diese gilt es mit gendergerechter Sprache ebenso zu repräsentieren!

Frauen und non-binäre Menschen darf man nicht nur "mitmeinen"!

Oft werden Frauen nur mitgemeint. Dabei richten sich Texte aber fast immer an alle Personen (die Men’s Health wohl ausgeschlossen), egal welches Geschlecht sie haben oder wie sie sich identifizieren. Damit sich Frauen und Menschen, die sich nicht mit den binären Geschlechtern identifizieren angesprochen fühlen, sollten sie auch genannt und somit sichtbar gemacht werden.Um eben diese Personen, die sich nicht auf ein Geschlecht festlegen wollen oder können, mit einzubeziehen, besteht die Möglichkeit genderneutral zu formulieren oder sie durch den Genderstern, die Gender_Gap oder den Doppelpunkt sichtbar zu machen.

Wir können demokratisch schreiben!

Mit der Verwendung von inklusiver Sprache wird die Gleichbehandlung von Frauen, Männern und diversen Menschen als demokratisches Prinzip ausgedrückt. Durch gendergerechte Sprache wird also Wertschätzung gegenüber allen Menschen gezeigt.

Wir können Stereotype Rollenbilder aufheben!
Dadurch, dass Menschen aller Geschlechter und Identitäten angesprochen werden, können Rollenbilder aufgehoben werden. Gendergerechte Sprache zeigt, dass sowohl Frauen wie Männer in verschiedenen Tätigkeiten arbeiten, für sie geeignet und befähigt sind.

Gendergerechte Sprache an der ZU | Senatsbeschluss

Da sich die Zeppelin Universität zur Gleichstellung bekennt, ist es konsequent, dies auch in der Sprachverwendung zum Ausdruck zu bringen.


Der Senat der Zeppelin Universität hat erfreulicherweise in seiner Sitzung am 07.12.2022 im Sinne einer gendergerechten Sprachverwendung beschlossen, zukünftig in allen für die Verwaltung und die öffentliche Kommunikation seitens der Universität relevanten Schriftstücken genderneutrale Begriffe zu benutzen oder auch den für den Genderdoppelpunkt geltenden Sprachregelungen zu folgen.

Bild: Zeppelin Universität | :innen als gendergerechte Formulierung
Bild: Zeppelin Universität | :innen als gendergerechte Formulierung

Leitfaden gendergerechte Sprache

Niemand erwartet, dass man von heute auf morgen ein:e Expert:in im Umgang mit gendergerechter Sprache wird. Wenn man sich grundsätzlich bemüht, aber noch Fehler macht, dann ist das vollkommen in Ordnung.


Weitere Informationen zur Umsetzung der gendergerechten Sprache in offiziellen Dokumenten der ZU finden sich hier im Sprachleitfaden der ZU.


Gute Wörterbücher mit Alternativen für nicht gendergerechte Wörter finden sich hier:

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