Governance globaler Kooperationsnetzwerke

Forschungscluster

Cluster

Foto: Andy Lamb (CC BY 2.0)


Konkurrenz und Kooperation in transnationalen Netzwerken treiben globales Regieren zentral voran. Globale Netzwerke initiieren Innovationsprozesse in Wirtschaft, Politik und Recht, die zunehmend die Schaffung, Umsetzung und Fortentwicklung internationaler Regeln, Normen und Standards beeinflussen.


Mit dem wachsenden Einfluss globaler Netzwerke stellt sich zugleich die Frage nach ihrer Regulierung, Legitimität und Rückkopplung an demokratische Verfahren.

Das Forschungscluster „Governance globaler Kooperationsnetzwerke“ erforscht die Funktionsweisen, den Einfluss und die normative Ausgestaltung solcher Netzwerke anhand von fünf Leitfragen:


  • Wie unterscheiden sich die Arbeitsweisen und der Einfluss unterschiedlicher Typen transnationaler Netzwerke (epistemische Netzwerke, professionelle Netzwerke, adovcacy networks, u.a.) in der globalen Politik?


  • Unter welchen Bedingungen können transnationale Netzwerke in ihrer Interaktion mit intergouvernementalen Organisationen Politikwandel beeinflussen?


  • Wie inklusiv/exklusiv sind transnationale Netzwerke?


  • Welche Rolle nehmen transnationale Netzwerke in der Industrie als Innovationstreiber ein?


  • Wie schaffen und entwickeln transnationale Netzwerke formelle und informelle Rechtsinstrumente?


Das Forschungscluster verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der Wirtschaftswissenschaften, (Organisations-) Soziologie und Politikwissenschaft miteinander verbindet. 


Derzeit sind am Forschungscluster vier Lehrstühle der Zeppelin Universität beteiligt: Der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, der Lehrstuhl für Institutional Economics & Transcultural Leadership, der Lehrstuhl für Internationale Sicherheitspolitik und der Lehrstuhl für Public Administration & Public Policy. Das Forschungscluster hat sich zum Ziel gesetzt, die Expertise zu den Fragestellungen und Arbeitsbereichen in der Region zu bündeln.

Veranstaltungen

11. April 2024 I InnoLok-Workshop Innovationen im Krisenmanagement: Chancen und Herausforderungen für Verwaltung und Gesellschaft nach der Corona Pandemie

Der Workshop befasst sich mit dem Krisenmanagement während und nach der Covid-19 Pandemie. Gemeinsam mit Expertinnen aus der Wissenschaft und Praxis werden Chancen und Herausforderungen für die Gesellschaft und die Verwaltungen beleuchtet und Lehren für künftige Krisen diskutiert.

Der Workshop wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „InnoLoK“ ausgerichtet. Das InnoLoK-Projekt ist ein Verbundprojekt zwischen der Zeppelin Universität Friedrichshafen, dem Fraunhofer ISI in Karlsruhe und der Hochschule Kehl.



13.-15. Oktober 2023 I ZU-SCRIPTS-Retreat

Das Retreat für Doktorandinnen und Doktoranden der ZU und des BGTS sowie der dazugehörige Workshop "Life in Academia" werden gemeinsam von der Berlin Graduate School for Global and Transregional Studies und dem Forschungscluster "Globale Netzwerke" organisiert.

Ziel ist es, Doktorandinnen und Doktoranden eine Plattform zu bieten, um sich mit Gleichgesinnten über das Leben als angehende Akademikerinnen und Akademiker auszutauschen und mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Themen der akademischen Landschaft zu diskutieren.

Alle Workshops bestehen aus einem Impuls, gefolgt von einer Fragerunde und einer Gruppendiskussion. Ort: SMH | LZ.1



Forschungsbereiche

Wie inklusiv/exklusiv sind transnationale Netzwerke?

Transationale Netzwerke zur Bearbeitung globaler Herausforderungen können einerseits sehr inklusiv sein und möglichst viele verschiedene vom zu regulierenden Problem betroffene Akteure einschließen. Sie können andererseits aber auch exklusiv sein und nur wenige einflussreiche Akteure und deren Vorstellungen berücksichtigen. Am Lehrstuhl für Global Governance interessieren wir uns dafür, wie inklusiv oder exklusiv transnationale Netzwerke sind, welche Akteure und Vorstellungen darin vertreten sind und welche nicht.


Hierzu untersuchen wir transnationale Netzwerke in verschiedenen Politikfeldern zur Regulierung unterschiedlichster Probleme. Die Inklusivität oder Exklusivität transnationaler Netzwerke hat nicht nur Auswirkungen auf die Art und Weise der Problembearbeitung, sondern auch auf die demokratische Legitimität von Global Governance.


Researcher

Lehrstuhl für Global Governance

Frank, Marieluna

Akademische Mitarbeiterin

Governance in globalen Wertschöpfungsketten

Der größte Teil des internationalen Handels erfolgt in globalen Wertschöpfungsketten, welche durch enge inter- und intra-firm Transaktionen unterschiedlichster Akteure vernetzt sind. Zum einen stoßen formale governance Mechanismen oft an Ihre Grenzen, wenn diese in verschiedenen rechtlichen Rahmenwerken nicht vollständig durchgesetzt werden können, zum anderen ist formale Governance oft nicht transaktionskostenoptimal.


Der Lehrstuhl für Institutional Economics erforscht, wie transnationale Netzwerke Standardsetzung, Lernprozesse und Umsetzung in globalen Wertschöpfungsketten beeinflussen. Besonders bei intersektoralen Kooperationen, welche oft in globalen Wertschöpfungsketten unabdingbar sind, müssen verschiedene Entscheidungslogiken der Akteure bedacht werden. Eine relationale Herangehensweise ist hierbei zentral. Das Verhältnis zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft muss neu gedacht werden und geeignete Managementsysteme sollen Anwendung finden.


Im Kontext dieses Projekts hat Prof Dr Joseph Wieland zudem das Co-Leadership der Arbeitsgruppe „Sustainability in Global Value Chains“ im Think20 Prozess inne, der die internationale Zusammenarbeit im G20 Format auf der Think Tank Ebene begleitet.

Researcher

Wieland, Josef Prof Dr
Lehrstuhl für Institutional Economics

Belser, Lukas
Akademischer Mitarbeiter

Geraldo, Schwengber, Jessica Dr rer pol

Akademische Mitarbeiterin | Leadership Excellence Institute Zeppelin

Niedenführ, Matthias Dr

Akademischer Mitarbeiter

Leadership Excellence Institute Zeppelin

Emotionale Gemeinschaften

Dieses Forschungsprojekt untersucht einen bestimmten Typ von emotionaler Gemeinschaft in der Weltpolitik: eine Sicherheitsgemeinschaft. Es wird argumentiert, dass Emotionsnormen - der Ausdruck angemessener Emotionen in bestimmten Situationen - eine Sicherheitsgemeinschaft bei interalliierten Konflikten stabilisieren. Aufbauend auf der Sozialen Identitätstheorie und der Intergruppenemotionstheorie wird hier argumentiert, dass politische Entscheidungsträger emotionale Sprache und Ausdrücke verwenden, um ihre Absichten gegenüber Insidern und Außenseitern zu kommunizieren. In diesem Sinne nutzen diese Akteure ein Vokabular emotionaler Diskurse, begleitet von symbolischer Interaktion, um den regionalen Frieden zu gestalten und dieses Friedenssystem in Zeiten interner Konflikte zu stabilisieren.


Researcher

Koschut, Simon Prof Dr | Sprecher des Forschungsclusters

Lehrstuhl für Internationale Sicherheitspolitik

Mehlmann, Julia

Akademische Mitarbeiterin

Harbke, Jonas

Akademischer Mitarbeiter

Wegener, Max

Akademischer Mitarbeiter

Die Entwicklung der Debatten im UN-Sicherheitsrat

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein Datensatz mit 80.000 Redebeiträgen von BotschafterInnen und ExpertInnen in den öffentlichen Sitzungen des UN-Sicherheitsrats im Zeitraum 1995-2020 erstellt. Das Team extrahierte die Rededaten aus 6.000 Sitzungsprotokollen. Der Datensatz enthält Metadaten über die Zugehörigkeit der einzelnen Redner, die Position der Rede in einer Reihe von Reden in einer Sitzung sowie das Datum der Rede.


Schönfeld, M., Eckhard, S., Patz, R., & van Meegdenburg, H. (2019). The UN Security Council Debates Dataset. Harvard dataverse: https://doi.org/10.7910/DVN/KGVSYH (V5, 2020)

Researcher

Baumann, Daniel

Akademischer Mitarbeiter

Hoffmann, Pauline

Akademische Mitarbeiterin

Korb, Sebastian

Akademischer Mitarbeiter

Forschungskooperationen

Kooperation mit dem Exzellenzcluster "Contestations of the Liberal Script" | FU Berlin

Der Forschungscluster "Governance globaler Kooperationsnetzwerke" der Zeppelin Universität intensiviert durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem Excellenzcluster "Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS)" der Freien Universität Berlin die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Gegenstand der Kooperation ist der gegenseitige Austausch von Promovierenden zwischen dem Exzellenzcluster sowie dem Forschungscluster.


Als Auftakt der Kooperation fand an der Zeppelin Universität ein erstes DoktorandInnen Retreat mit dazugehörigem Workshop zum Thema "Life in Academia" statt. Das Retreat sowie die Workshops boten Doktorandinnen und Doktoranden der Zeppelin Universität sowie der Berlin Graduate School for Global and Transregional Studies eine Plattform, um sich über das Leben als angehende Akademikerinnen und Akademiker auszutauschen und mit Gleichgesinnten und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Themen der akademischen Landschaft zu diskutieren.

ZU-SCRIPTS Retreat | Workshop zu "Publikationsstrategien" mit Dr Thomas Malang, Universität Konstanz

Team

Professorale Mitglieder

Debre, Maria Prof Dr | Lehrstuhlinhaberin

Eckhard, Steffen Prof Dr | Lehrstuhlinhaber

Steffen Eckhard ist Professor für Public Administration und Public Policy an der Zeppelin Universität. Er ist außerdem Mitglied des Exzellenzclusters “The Politics of Inequality” an der Universität Konstanz und Fellow am Global Public Policy Institute (GPPi) in Berlin.

In seiner Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit dem Management öffentlicher Organisationen und deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft - von der kommunalen bis hin zur internationalen Ebene der Politikgestaltung und -umsetzung. Seine Forschungsprojekte decken eine Vielzahl von Themen ab, darunter Interaktionen zwischen Bürgerinnen bzw. Bürgern und öffentlichen Behörden, hybride Organisationen an der Grenze zwischen öffentlichem und gemeinnützigem Sektor, sowie internationale Organisationen als öffentliche Verwaltungen. Zur Unterstützung seiner Forschung hat Steffen Eckhard unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Canadian Research Foundation (SSHRC) Fördermittel erhalten.

Steffen Eckhard hat Politik- und Verwaltungswissenschaften in Konstanz, Grenoble und Stockholm studiert. Zwischen 2011 und 2014 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Global Public Policy Institute (GPPi) mit Partnern wie dem Auswärtigen Amt oder den Vereinten Nationen. 2013 wurde er an der Universität Konstanz promoviert. Von 2014 bis 2018 war Steffen Eckhard wissenschaftlicher Koordinator der Forschergruppe International Public Administration am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft (GSI) der Universität München (LMU), wo er 2020 habilitiert wurde. Von 2018 bis 2022 lehrte er als Juniorprofessor für Öffentliche Verwaltung und Organisationstheorie an der Universität Konstanz.

Koschut, Simon Prof Dr | Lehrstuhlinhaber und Sprecher des Forschungsclusters

Simon Koschut ist Professor für Internationale Sicherheitspolitik. Außerdem ist er Mitglied im Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Principal Investigator im interdisziplinären Verbundforschungsprojekt „Social Cohesion and Civil Society: Interaction Dynamics in Times of Disruption“, das von der Berlin University Alliance gefördert wird. Seine Interessen in Forschung und Lehre liegen an der Schnittstelle zwischen Internationalen Beziehungen, Sicherheitspolitik und der Friedens- und Konfliktforschung, insbesondere regionale Sicherheitsgovernance, Normen und Emotionen in der Weltpolitik. Seit 2021 ist er Sprecher der Sektion Internationale Beziehungen der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und der San Francisco State University. Für seine Habilitationsschrift erhielt er 2018 den Ernst-Otto-Czempiel-Preis des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung für die beste postdoktorale Monografie in der Friedens- und Konfliktforschung.

Wieland, Josef Prof Dr | Lehrstuhlinhaber

Wieland, Josef
Wieland, Josef Prof Dr
Vice President Teaching and Learning |
Direktor Leadership Excellence Institute Zeppelin | LEIZ
Tel:+49 7541 6009-2261
Raum:FAB 3 | 1.55

Josef Wieland ist Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Institutionenökonomik - Organisational Governance, Integritätsmanagement & Transkulturelle Führung. In seiner Forschung, Lehre und Beratung konzentriert sich Prof. Wieland auf seinen governance-ökonomischen Ansatz. Hierbei wird er von seinem Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und Fellows unterstützt.


Prof. Wieland ist Gründer und Vorsitzender des Zentrums für Wirtschaftsethik (ZfW) sowie des Forum Compliance & Integrity (FCI). Seit 2012 ist Josef Wieland außerdem Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE) sowie Mitglied im CSR-Forum des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Der CSR-Konsens wurde am 25. Juni 2018 erfolgreich ins Leben gerufen. Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft 2016/2017 war Prof. Wieland Teil des Think20-Prozesses und leitete die Arbeitsgruppe "Sustainability in Global Value Chains" mit.

Weitere Mitglieder

Baumann Daniel | Akademischer Mitarbeiter

Belser, Lukas | Akademischer Mitarbeiter

Frank, Marieluna | Akademische Mitarbeiterin | Koordinatorin des Forschungsclusters

Geraldo Schwengber, Jessica Dr rer pol | Akademische Mitarbeiterin

Harbke, Jonas | Akademischer Mitarbeiter

Hoffmann, Pauline | Akademische Mitarbeiterin

Korb, Sebastian | Akademischer Mitarbeiter

Mehlmann, Julia | Akademische Mitarbeiterin

Niedenführ, Matthias Dr. | Akademischer Mitarbeiter

Wegener, Max | Akademischer Mitarbeiter

Ehemalige Mitglieder

Schneiker, Andrea Prof Dr | Lehrstuhl für Global Governance

Zimmermann, Lisbeth Prof Dr | Lehrstuhl für Internationale Beziehungen

Weitere Informationen

Zeit, um zu entscheiden

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