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Nachberichte

Kommunales Open Data und Datenjournalismus

Kommunales Open Data und Datenjournalismus

Das TOGI (The Open Government Institute) rund um Prof. Dr. Jörn von Lucke lud im Rahmen der Smart Government Akademie Bodensee am 29. Januar 2020 erstmals an den Seecampus der Zeppelin Universität ein, um zum Thema „Kommunales Open Data und Datenjournalismus – wie aus sichtbaren Datenschätzen verständliche Narrative für Bürger werden“ mit hochkarätigen Gästen und Experten wie Dr. Christian Geiger (Stadt St. Gallen), Michael Kreil (Datenjournalist aus Berlin) und David Hilzendegen (Datenjournalist Südkurier) zu diskutieren. Intention war es, Fragen zur Gestaltung von Smart Government zu erörtern und länderübergreifendes Wissen und Erfahrungen zu teilen.

Der Vormittag bot die Möglichkeit eines offenen Austausches zum Umsetzungsstand und zur Akzeptanz von Open Data Plattformen rund um den Bodensee. Zuerst führte Eberhard Baier als Vertreter der Stadt Konstanz die Teilnehmenden in deren Vorgehensweise ein. Vision und Ziel der Stadt Konstanz ist die dauerhafte Bereitstellung von maschinenlesbaren offenen Verwaltungsdaten durch frei verfügbare online Daten. Um dies nachhaltig zu gewährleisten wurden Anforderungen wie niedrige Einstiegshürden, Firmenunabhängigkeit, Nutzerfreundlichkeit und Sichtbarkeit formuliert. 25 Datensätze wurden in diesem Kontext bereits veröffentlicht. Wichtig ist unter anderem eine Sichtbarkeit des Mehrwertes für die Bürger zu schaffen. Als Beispiel kann das ParkOride System zur Parkhaus Auslastung angeführt werden, dies ist unter folgendem Link nachzuvollziehen: https://offenedaten-konstanz.de/anwendungen. Die Stadt Konstanz orientiert sich an kommunalen Best Practice Beispielen, einen Open Government Dialog und damit eine Cyber Community zu etablieren. So rief die Stadt im Januar 2018 erstmals den Hackaton ins Leben, um Personen mit besonderem Interesse zu identifizieren und gleichzeitig verschiedenste Kompetenzfelder zu integrieren. Unter #konstanzhackt kann dies nachverfolgt werden. Der diesjährige Open Government Dialog findet am 05. Mai 2020 zum Thema Nachhaltigkeit - Bits und Bäume statt. Diese Vorgehensweisen sollen es ermöglichen, sich der Vision des urbanen Datenraumes Konstanz schrittweise zu nähern. Ebenfalls wurde der Kompetenzausbau mit Verweis auf enge Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz thematisiert. Nicht vernachlässigt wurden auch die Schwierigkeiten und Hürden, deren sich die Stadt Konstanz gegenübersieht. Entscheidend ist es, sich als Stadt klar zu Kernthemen wie Datenhoheit und -Ethik zu positionieren und ein Datenverständnis nicht nur in der Verwaltung und deren Mitarbeiter, sondern auch im Gemeinderat und vor allem unter den Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen, um Open Data nachhaltig zu gestalten und zu leben.

Präsentation


Anschließend referierte Dr. Christian Geiger als Chief Digital Officer der Stadt St. Gallen. Zunächst schuf Herr Dr. Geiger ein Bewusstsein über die Deutungshoheit, die mit dem Besitz von Daten einher geht. Um im Fortgang die Ziele der Stadt St. Gallen zu verstehen, wurde kurz umrissen, was Daten sind, warum sie nutzbar gemacht werden sollen – beispielsweise, um Transparenz zu fördern, oder um einen wirtschaftlichen Impact zu generieren – und welche Zielgruppen fokussiert werden soll. Hierunter fallen vor allem die Forschung, Start-Ups, die Jugend, Bürger, Journalisten und nicht zuletzt die Stadt mit der Frage danach, wie sie smarter werden kann. Ziel der Stadt St. Gallen ist die Freigabe, Publikation und Bereitstellung von Behördendaten bei gleichzeitiger Etablierung einer Open Data Kultur. Des Weiteren bemüht sich St. Gallen darum, zu erfragen, welche Daten auch für kleine Städte oder Dörfer interessant und anwendbar sein können. Ein Schritt, um die aufgestellten Ziele zu erreichen, ist das Veranstalten von Zukunftsworkshops zu Smart City. Impressionen sind unter #smarthalle zu finden. Der nächste Hack ist für Mitte März 2020 angekündigt. Herr Dr. Geiger geht ebenfalls auf kritische Punkte ein, wie das Verständnis der Bevölkerung und Mitarbeitern, die Vergleichbarkeit der Datenbestände und die Herausforderung, die Zielgruppe Verwaltung besser miteinzubinden. Unter folgendem Link https://daten.stadt.sg.ch/pages/home0/ können spannende Eindrücke zum Datenmanagement der Stadt St. Gallen gewonnen werden. Hier wird gut sichtbar, wie St. Gallen das Ziel verfolgt, Daten niederschwellig, d.h. intuitiv erreichbar zu machen.

Präsentation


Den Vormittag rundete Herr Lingg als Vertreter der Stadt Dornbirn, und damit des kommunalen Ansatzes aus Österreich, ab. Zunächst ging Herr Lingg darauf ein, wie ebensolche Daten nutzbar gemacht werden können. Etwa für Verwaltung und Bürgerservice, um zu vernetzten, zu lernen und zu erleben, vor allem aber zur Kommunikation und Zusammenarbeit. Des Weiteren spricht Herr Lingg nicht nur von Open Data, sondern thematisiert bereits Smart Data und IoT in seinem Vortrag. Besonders das Beispiel des FurtBOTs bleibt in Erinnerung. Im Zuge des Smart City Wettbewerbs der Stadt Dornbirn 2018 holte dieser den zweiten Platz. Durch automatisierte Überwachung gemessener Werte der Dornbirner Furt durch einen Sensor können Schadensereignisse durch Hochwasser verhindert werden. Das System sendet automatisierte Nachrichten via Facebook Messenger, um vorab zu warnen, wenn die Furt geschlossen wird. Das smarte Monitoring, smarte Daten sowie live Daten nehmen in Dornbirn einen besonderen Stellenwert ein. Herr Lingg ging dabei gleichzeitig auf die damit einhergehende Verantwortung der Stadtverwaltung ein. Der offene Workshop und die spannenden und anschaulichen Vorträge ermöglichten einen offenen Austausch und produktive, impulsgebende Gespräche.

Präsentation


Am Nachmittag präsentierte Michael Kreil seine Visualisierungen und Eindrücke zum Thema „Open Government Data-Impulse eines Datenjournalisten“. Anschließend diskutierten Dr. Christian Geiger, Michael Kreil und David Hilzendegen zu der Fragestellung „Was benötigen Datenjournalisten eigentlich von Kommunen für ihre tägliche Arbeit“ in einer offenen Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Jörn von Lucke. Herr Kreil – Datenaktivist und Datenjournalist aus Berlin – führte mittels zahlreicher spannender Visualisierungen durch verschiedenste Open Data Anwendungsmöglichkeiten, von der Recherche und Visualisierung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten, zu Flugdaten, über die Bundestagswahlen 2017 hin zu einem Projekt über Berlin 1928 und heute im Vergleich. Dadurch wurde unter anderem auch die Geschäftsfeldentwicklung im Journalismus deutlich, die sich durch neue Möglichkeiten durch Open Data ergibt. Durch Open Data wird Innovation gefördert, die Datenqualität kann sich verbessern, des Weiteren sind Kostenreduktion und schlankere Prozesse möglich – was insbesondere in der Verwaltung von Interesse ist – und betonet gleichzeitig, dass Open Data auch zu mehr Vertrauen in die Öffentlichkeit und in die Verwaltung führen könne. Auch Herausforderungen wie beispielsweise die Schwierigkeit der Beschaffung der Daten und vorherrschendes Misstrauen finden Gehör. Die Visualisierungen und Impulse durch Herrn Kreil ermöglichten es den Teilnehmenden, einen differenzierteren und tieferen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten des Open Data und Datenjournalismus zu erhalten.

Präsentation



Hierauf aufbauend, leitete Prof. Dr. Jörn von Lucke zur Podiumsdiskussion zwischen David Hilzendegen und Herrn Kreil – als zwei Experten aus dem Kontext des Datenjournalismus – und Herrn Dr. Geiger, als Vertreter der Stadt St. Gallen, über. Zunächst berichtete Herr Hilzendegen von seinem Alltag als Datenjournalist beim Südkurier. Besonders vermittelte er hierbei die Vielfalt und Anwendungsmöglichkeiten von Open Data und machte dies anhand spannender Beispiele deutlich und greifbar. Gleichzeitig schaffte er ein Bewusstsein für Herausforderungen, die sich ergeben, sobald es zur Datenbeschaffung und folglich zum Kontakt mit den entsprechenden Verwaltungen kommt. Die Diskussion widmete sich der Frage, was Datenjournalisten von Kommunen für ihre Arbeit benötigen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wissen und Kooperationswillen von Nöten sind. Misstrauen und Berührungsängste müssen überwunden werden, damit Open Data für alle Involvierten Besserung, Transparenz und Effizienz bedeuten kann. Die Diskussion zwischen den Referenten und Teilnehmenden des Workshops bot eine Plattform des Austausches, um im Fortgang ein besseres Verständnis aller Seiten zu generieren. Abschließend fand ein Get Together bei Canapés statt, um die Veranstaltung zu rekapitulieren und die Gespräche fortzuführen.

Informationsbesuch des thüringischen Innenministers Georg Maier

Teilnehmer am Smart Government DACHLI Austausch

19.Oktober 2018, Friedrichshafen

Der Minister für Inneres und Kommunales des Freistaates Thüringen Georg Maier (SPD) hat der Zeppelin Universität (ZU) einen Informationsbesuch abgestattet. Sein Augenmerk galt dabei insbesondere dem The Open Government Institute (TOGI) an der ZU, das sich vorrangig mit Fragen des offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns, neuartigen Ansätzen zur Transparenz sowie der Bürgerbeteiligung in der digitalen Demokratie befasst.

Begleitet wurde Maier von hochrangigen Vertretern seines Ministeriums, darunter auch dem Staatssekretär für ein „Modernes Thüringen“ im Innenministerium Uwe Höhn (SPD). Im Gespräch mit Professor Dr. Jörn von Lucke, Direktor des TOGI und Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik an der ZU, ging es vor allem um die Arbeit des Instituts und um neue Ansätze zur Verwaltungsdigitalisierung. Ausgehend vom Ziel der digitalen Transformation von Staat und Verwaltung zeigte Prof. von Lucke eine mögliche Entwicklung der analogen Verwaltung über E-Government und Open Government hin zum Smart Government in Echtzeit auf, also zur Abwicklung geschäftlicher Prozesse des Regierens und Verwaltens mit Hilfe von intelligent vernetzten Informations- und Kommunikationstechniken und 5G-Netzwerken. Praktische Beispiele aus Asien und Australien wie etwa die automatisierte und auf künstlicher Intelligenz basierte Gesichtserkennung oder Verkehrssteuerung verdeutlichten den deutschen Aufholbedarf. Gleichzeitig wies er aber auch auf die Gefahr eines hoch technologisierten Überwachungsstaats hin.

Der Besuch an der ZU fand statt im Rahmen einer viertägigen Informationsreise des Ministers vor dem Hintergrund der Bestrebungen Thüringens, mit sogenanntem E-Government die Verwaltung im Freistaat moderner, bürger- und wirtschaftsfreundlich zu gestalten. Die Ziele der Reise lagen vorrangig in der Schweiz, so unter anderem bei mit dem Thema Digitalisierung befassten Behörden, Stellen und Initiativen in Bern, Zürich und St. Gallen.

Vierter Smart Government DACHLI Austausch

Teilnehmer am Smart Government DACHLI Austausch

02.Juli.2018, Stuttgart

In dem Räumlichkeiten des Hauptstaatsarchives in Stuttgart fand am 02. Juli 2018 das vierte Treffen der Smart Government DACHLI Arbeitsgruppe statt. Neben Berichten über aktuelle Smart Government Entwicklungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz standen dabei auch der Austausch und die Diskussion zu den Forschungsreisen von Prof. von Lucke nach Asien und Australien im Fokus. Die regelmäßigen Treffen zu Smart Government sollen einen Rahmen bieten, sich im kleinen Fachkreis zu aktuellen Entwicklungen auszutauschen und von Erfahrungen gegenseitig zu profitieren.

Drittes Treffen Smart Government DACHLI und OGD DACHLI

Die Teilnehmer des OGD DACHLI Treffens im Verschwörhaus

09. November 2017, Ulm

Am 09.11.2017 fand im Ulmer Schwörhaus bzw. Verschwörhaus das dritte Treffen im Rahmen der Smart Government DACHLI sowie Open Government Data DACHLI statt.
Neben Präsentationen zu den aktuellen Entwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichtete Prof. von Lucke auch von seinen Eindrücken aus Korea, Japan und Dubai. Abgerundet wurden die Treffen jeweils durch Brainstorming-Sessions.

Social Media in Kommunen der Bodenseeregion

18. September 2015, Friedrichshafen


Workshop für alle Mitglieder des Internationale Städtebundes Bodensee und Gäste. Zielgruppe waren wohl die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Stadtpräsidentinnen und Stadtpräsidenten, als auch die Mitarbeitenden in den Verwaltungen und Gremienmitglieder der Stadt- und Gemeindeparlamente.


Zahlreiche Kommunen und Städte im Bodenseeraum arbeiten schon mit modernen Medien oder befinden sich im Überlegungsprozess, welches Medium für die Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung sinnvoll sein könnte.


Der Workshop gab Gelegenheit, im grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch der Bodenseeregion diese interessanten Themen zu bearbeiten.


Symposium Smart Government

13. November 2015, Friedrichshafen
Am 13. November 2015 fand an der Zeppelin Universität erstmalig ein Forschungssymposium zu Smart Government statt. Mit seinem Whitepaper zu „Smart Government“ hat das Open Government Institute (TOGI) ein Forschungsfeld und eine Forschungsagenda vorgelegt, mit der das Gestaltungspotential für Staat und Verwaltung im Internet der Dinge und im Internet der Dienste ausgelotet wird.


Weitere Informationen

Abschlussveranstaltung: Offene gesellschaftliche Innovation

eSociety  Bodensee 200

26.-27. November 2014, Vaduz

  • Kann Open Innovation dazu beitragen gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen?
  • Was sind Chancen und Risiken von offener gesellschaftlicher Innovation?
  • Welche Methoden und Werkzeuge stehen zur Verfügung?

Die Veranstaltung war Teil der Abschlusstagung des von der IBH geförderten Forschungsprojektes eSociety Bodensee 2020 – Offene gesellschaftliche Innovation in der Bodensee-Region. In Vorträgen und Diskussionen wurden Lösungsansätze aus Theorie und Praxis von Vertretern aus Politik, Verwaltung und der Wissenschaft präsentiert.


Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Projekt-Website.

Zukunftsforum Open Goverment #ZOG13

Welchen Weg geht Deutschland in Sachen Transparenz, Partizipation und Kollaboration?

ZOG13

Wie werden sich die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern und das Land Baden-Württemberg zum Thema „Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln“ (Open Government) in der kommenden laufenden Legislaturperiode positionieren? Werden Forderungen nach mehr Transparenz aufgegriffen? Wie kann eine umfassende nationale Strategie aussehen, um die Potentiale von offenen Daten in Verwaltungen zu nutzen? Was sind die Erfolgsfaktoren für Bürgerbeteiligung? Wie kann Deutschland sich einer offenen Zusammenarbeit annähern?


Wie können wir offene Innovationskreisläufe aufbauen? Welche Web 2.0- und Social Media-Dienste eignen sich dafür? Welche Rollen dürfen dabei der IT-Planungsrat und die Bürger einnehmen? In wieweit darf schon oder überhaupt noch auf Cloud Computing Angebote zurückgegriffen werden? Torpedieren PRISM, Tempora & Co. den Wunsch nach Offenheit?


Diese Fragen stellten sich rund 50 Teilnehmer am „Zukunftsforum Open Government“. Das Deutsche Telekom Institute for Connected Cities an der Zeppelin Universität hatte am 08. November 2013 Experten und Interessierten aus Verwaltung und Praxis eingeladen, zusammen mit Juristen, Aktivisten und Studenten über die Zukungt von Open Government in Deutschland nachzudenken.


Die Ergebnisse stellen wir Ihnen gerne hier zur Verfügung:


Keynote von Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt

Zusammenfassende Dokumentation der Veranstaltung

Protokoll der Veranstaltung in Stichpunkten

Verwendung unter CC B: Fotos von Tom Schlansky

Design your Research | Research your Design

- Zwischen Wissen und Zukunft: Research through the lens of Design Science -

Am Montag den 3. Juni 2013 veranstaltete das TICC in Zusammenarbeit mit der Business Informatics Group (BIG) aus Dublin einen eintägigen Workshop an der Zeppelin Universität mit dem Schwerpunktthema: Design orientierte Forschung und Design Science als Forschungsmethodik. Design Science ist ein Forschungsansatz aus der Wirtschaftsinformatik, bei dem es darum geht, in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen und Experten IT-Lösungen zu entwickeln und zu testen. Im Workshop diskutierten 15 Teilnehmer aus Deutschland, Irland, Italien, Österreich, Libyen, Liechtenstein und Spanien über laufende Forschungsprojekte und arbeiteten daran, Design Science als Methode weiterzuentwickeln. Was sind mögliche Anwendungsgebiete? Wie muss sich Design Science verändern, um in den Sozialwissenschaften Fuß zu fassen? Was kann ich von Design Science für meine Forschung lernen?

5. TICC Round Table "Wissenschaft trifft Politik"

Am 24. Januar 2013 lud das TICC zum 5. TICC Round Table ein – einem Fachgespräch mit mehr als 20 Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Zur Begrüßung betonte die Deutsche Telekom AG, welche herausragende Rolle IT-gestützte Zusammenarbeit in der Zukunft spielen wird: „Das Entwicklungspotential, besonders im Bereich der Finanzierung, scheint immens.“ Die Bandbreite der Möglichkeiten von derartiger „Open Government Collaboration“ stellte Prof. von Lucke auf Basis seines Gutachtens zur T-City Friedrichshafen in Stuttgart vor.


Im offenen Gespräch wurde dabei deutlich, dass es essentiell für die zukünftige Entwicklung von Zusammenarbeit sein wird, einen dazugehörigen Werkzeugkasten aufzubauen, der die Auf­bereitung von Rohdaten und Open Data für Durchschnittsnutzer ermöglicht. Wichtig ist auch die Diskussion, wann Partizipation und Öffnung in Politik und Verwaltung sinnvoll sind. Daher ist eine Strategie von Nöten, damit eine Einbindung des Bürgers nicht wahllos geschieht. Ganz klar stellte sich heraus, dass eine Öffnung der Verwaltung nicht ohne einen Kulturwandel funktio­nieren kann, von „geschlossenen?“ zu „offenen“ Ansätzen und bei einer Verflachung der alten hierarchischen Strukturen. Außerdem müssen Lösungen gefunden werden, wie ein acht­stündiger Arbeitstag mit einer durch das Internet angeregten Erwartung verbunden werden kann, dass ein Zugang zu Informationen 24/7 gewährleistet ist. Zudem würde sich eine Fokussierung auf einige wenige Kommunikationskanäle anbieten. Betont wurde auch, dass die nötigen Res­sourcen erforderlich sind, um neben dem Tagesgeschäft Zeit für strategische Überlegungen und Entwicklung zu haben. Nur so kann auch die tatsächliche Verwendung von Bürgerimpulsen gewährleistet werden.


Besonders in den Verwaltungen scheint eine große Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Grundlagen zu herrschen: „Was darf ich?“ „Wie viel darf ich?“ Außerdem stellt sich die Frage, wie repräsentativ Ergebnisse von Beteiligungsprojekten sind. Ein weiteres wichtiges Ziel ist eine Standardisierung der Metadaten von Open Data. Hier ist die Wissenschaft mit der Verwaltungspraxis zu gemeinsamen Impulsen aufgerufen.

2. Open Data Barcamp Friedrichshafen

Zum zweiten Mal lud das TICC am 09. November 2012 zum Open Data Barcamp ein, das dies-mal in der brandneuen Container Uni stattfand. Mit Gästen der datalove Hochschulgruppe, die die Ulmer Open Data Initiative verantwortet (http://www.ulmapi.de), und der Piratenpartei Baden-Württemberg wurde über die Potentiale diskutiert, die offenen Daten innewohnen. Die Themen reichten von offenen demokratischen Daten zu offenen Haushaltsdaten. Best Practices aus Ulm und Kenia wurden präsentiert und lieferten wichtige Anregungen. Als essentiell wurde etwa für offene Haushaltsdaten die Rolle eines Haushaltsübersetzers erkannt, der Haushaltsdaten lesen und interpretieren kann. Die Ausbildung in diesen Fähigkeiten sollte eine Aufgabe einer künftigen School of Governance werden.

Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI 2012) und Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI 2012)

Die Öffnung von Staat und Verwaltung nimmt Gestalt an

"Staat und Verwaltung auf dem Weg zu einer offenen, smarten und vernetzten Verwaltungskultur": Das war das Thema der "Fachtagung Verwaltungs- und Rechtsinformatik FTVI & FTRI 2012", die am 15. und 16.03.2012 an der Zeppelin Universität (ZU) stattfand. Veranstaltet wurde sie vom Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC). Aus technischer, rechtlicher, ökonomischer, verwaltungswissenschaftlicher und politischer Sicht ging es um drei Themenfelder: Öffnung von Staat und Verwaltung (Open Government und Good Governance), offene, smarte und vernetzte Verwaltung sowie politische und rechtliche Vorgaben für Staat und Verwaltung.

Im Mittelpunkt der Diskussionen der ausgewiesenen Fachexperten standen die neuen Herausforderungen durch soziale Medien, Web 2.0-Technologien und Cloud Computing. Themen wie Transparenz und Bürgerbeteiligung sind bei den Teilnehmern aus Berlin, Hamburg oder Stuttgart ebenso in den Mittelpunkt gerückt wie im Bodenseekreis oder Friedrichshafen. Eine Öffnung von staatlichen Datenbeständen kann zu weiteren Innovationen in Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung führen.

Die als „Open Government“ bezeichnete Öffnung von Staat und Verwaltung nimmt immer konkretere Formen an. Nachdem die Landesregierung Baden-Württemberg in den vorangangenen Woche ihren ersten Prototypen für ein gemeinsames Open Data Portal Baden-Württemberg (http://opendata.service-bw.de) präsentierte, stellte Ministerialdirektor Zinell, Amtschef im Innenministerium und CIO der Landesregierung Baden-Württemberg, die Ideen und Strategien zu Open Government am Donnerstag auf der Fachkonferenz einer breiten Öffentlichkeit vor. Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) und die Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI) fördern einen richtungsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft und Verwaltungspraktikern, Rechtspraktikern und Beratern.

Weitere Informationen: http://www.ftvi.de