
Lionel Njoya hat einen PAIR-Master an der ZU absolviert. Dank der Hilfe des Talentcenters hat er einen Traumjob gefunden. Wie? Das erklärt er im Interview.
Kannst du deinen akademischen Werdegang kurz skizzieren?
Njoya: Ich habe meinen Master in Politics, Administration & International Relations (PAIR) an der Zeppelin Universität (ZU) gemacht. Während meines Studiums war ich 2022/23 als Senator tätig und habe dadurch umfassende Einblicke in universitäre Prozesse gewonnen. Mein Bachelorstudium in Staatswissenschaften absolvierte ich an der Universität Passau, inklusive eines Auslandssemesters an der Sciences Po nahe Paris.
Wie bist du auf das Talentcenter aufmerksam geworden?
Njoya: Während meiner Zeit als Senator habe ich mich mit dem Talentcenter auseinandergesetzt, um seine Sichtbarkeit für die Studierenden zu erhöhen. Später machte mich ein Freund auf das Recruitingevent Zutaten aufmerksam, was mein Interesse an den Angeboten geweckt hat.
Welche konkreten Angebote hast du genutzt, und wie haben sie dich unterstützt?
Njoya: Ein Angebot, das mich besonders weitergebracht hat, war der Workshop Eigen-PR, der als Pre-Event des Zutatens stattfand. Dort habe ich gelernt, mich authentisch und überzeugend zu präsentieren, meine Stärken gezielt zu formulieren und meinen Lebenslauf strategisch aufzubauen. Auch das Stimmtraining und die Arbeit an nonverbalen Ausdrucksformen waren wertvoll.
Kurz darauf konnte ich das Gelernte direkt anwenden: Bei Zutaten habe ich Bewerbungsgespräche mit zwei großen und bekannten Beratungsunternehmen geführt. Daraus ergaben sich zwei Praktikumsangebote – eines davon führte jetzt zu meiner Festanstellung.
Wie hat dich das Talentcenter konkret beim Berufseinstieg unterstützt?
Njoya: Es hat mir die richtigen Werkzeuge an die Hand gegeben – von Selbstpräsentation über Bewerbungstechniken bis hin zur Vernetzung mit Unternehmen. Ohne das Zutaten-Event hätte ich meinen Job so wahrscheinlich nicht bekommen.
Das zeigt sich auch bei anderen: Viele Kommiliton:innen haben über das Talentcenter Praktika oder Festanstellungen vermittelt bekommen. Es ist ein echtes Sprungbrett für den Berufseinstieg.
Welche Methoden oder Tipps aus dem Talentcenter haben dir im Bewerbungsprozess besonders geholfen?
Njoya: Besonders wertvoll war die Technik, Bewerbungsgespräche mit gezielten Erfolgsgeschichten vorzubereiten. Im Eigen-PR-Workshop habe ich gelernt, drei prägnante Beispiele aus meinem Leben herauszuarbeiten, die meine Stärken und Problemlösungskompetenzen zeigen. Das hat mir im Bewerbungsprozess sehr geholfen.
Würdest du das Talentcenter anderen Studierenden empfehlen?
Njoya: Auf jeden Fall! Die Workshops bereiten gezielt auf das Berufsleben vor, oft mit Top-Speaker:innen, die man sonst nicht kostenlos besuchen würde. Dazu kommt das große Alumni-Netzwerk, das viele Türen öffnet. In meinem neuen Unternehmen arbeiten zum Beispiel mehrere ZUler:innen – das zeigt, wie wertvoll diese Verbindungen sind.
Gibt es etwas, das beim Talentcenter verbessert werden könnte?
Njoya: Die Angebote sollten noch sichtbarer gemacht werden. Viele wissen gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Erfolgsgeschichten von Alumni könnten stärker kommuniziert werden – durch Testimonials, kurze Videos oder ein Botschafter:innenprogramm.
Mein Tipp an Studierende: Nutzt die Angebote aktiv und regelmäßig. Wer eine Idee für neue Workshops hat, kann sie einfach vorschlagen – das Talentcenter ist da offen.
Hast du abschließend eine Botschaft an Studierende, die aktuell auf der Suche nach Praktika oder einer Festanstellung sind?
Njoya: Absagen gehören dazu – entscheidend ist, dranzubleiben und Netzwerke zu nutzen. Der Zusammenhalt unter ZUler:innen ist groß, und viele Ehemalige sind bereit, zu helfen. Deshalb: Habt keine Scheu, Alumni anzuschreiben – selbst wenn ihr sie nicht persönlich kennt oder ihr Abschluss schon Jahre zurückliegt. Die Verbindung zur ZU bleibt bestehen, und oft öffnen genau solche Kontakte neue Türen. Mein neuer Vorgesetzter ist selbst ein ZU-Alumnus – das zeigt, wie wertvoll dieses Netzwerk ist.
Für Bewerbungsgespräche empfehle ich, sich zwei bis drei prägnante Geschichten zurechtzulegen, die zeigen, wie ihr Herausforderungen gemeistert habt. Statt einfach zu sagen, dass man stressresistent oder lösungsorientiert ist, sollte die Geschichte das für sich sprechen lassen. So bleibt die eigene Problemlösungskompetenz greifbar und überzeugend. Und falls jemand Interesse an Public Consulting hat, kann er oder sie mich gerne ansprechen – ich helfe gerne weiter!



