Investor Summit Bodensee
Investoren und Publikum wollen es genau wissen und fühlen Start-ups auf den Zahn
Text: Anika Tremmel | Fotos: David Hetriuc
27.09.2024
Life
Großes Interesse an den Pitches der Start-ups beim Investor Summit der Zeppelin Universität.
Großes Interesse an den Pitches der Start-ups beim Investor Summit der Zeppelin Universität.
© David Hetriuc
Investor Summit Bodensee

Investoren und Publikum wollen es genau wissen und fühlen Start-ups auf den Zahn

Text: Anika Tremmel | Fotos: David Hetriuc
27.09.2024
Life

Beim Investor Summit Bodensee präsentierten junge Start-ups ihre innovativen Ideen und Lösungen am Campus der Zeppelin Universität. Von künstlicher Intelligenz bis hin zu revolutionären Technologien in verschiedensten Branchen standen bahnbrechende Konzepte im Mittelpunkt. Welche dieser Ideen werden bald den Markt erobern und als nächste "Unicorns" Schlagzeilen machen?

„Wir revolutionieren die Atemwegsbehandlung“, verkündete Elçin Can Çavuşoğlu, Co-founder & CEO das Start-up Breathment, in seinem Pitch beim Investor Summit Bodensee. Mit einer digitalen Gesundheitsplattform, die Patienten mit COPD und Asthma unterstützt, wollen sie Versorgungslücken in der chronischen Atemwegsmedizin schließen. Breathment setzt dabei auf künstliche Intelligenz und nutzt die Frontkamera des Smartphones, um Patienten in Echtzeit zu überwachen und Atemübungen anzuleiten. Ziel ist es, dass jeder Patient bequem von zu Hause aus mit seinem Smartphone die eigene Lebensqualität verbessern kann. In Kooperation mit führenden europäischen Gesundheitssystemen, darunter die AOK, soll diese Lösung eine neue Ära der mobilen Atemwegstherapie einleiten.


Die Veranstaltung bot jungen Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg die Chance, ihre Innovationen vorzustellen und sich mit potenziellen Investoren zu vernetzen. Das Publikum scheute trotz der originellen Ideen nicht davor zurück, kritische Fragen zu stellen, was den Gründern ermöglichte, ihre Konzepte im Detail zu erklären. Dabei übertrafen mehrere außergewöhnliche Konzepte nervöse Stimmen bei den Pitches.

Im Gespräch auf der Bühne des Investor Summits Bodensee.
Im Gespräch auf der Bühne des Investor Summits Bodensee.
© David Hetriuc

Dr. Anna Christmann, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung und Start-ups, begrüßte die Teilnehmer mit einer motivierenden digitalen Grußbotschaft aus Berlin. Sie hob die Bedeutung von Veranstaltungen wie dem Investor Summit für den Innovationsstandort Deutschland hervor und unterstrich die finanzielle Förderung von zehn Milliarden Euro durch den Bund, die Start-ups auf ihrem Weg zum Erfolg unterstützen soll. „Ich freue mich, dass Aktivitäten wie der Investor Summit Bodensee an der Zeppelin Universität stattfinden. Es ist wichtig, Innovation mit Investitionen zu füllen“, erklärte sie. Ihr Wunsch: Viele gute Investitionen für die vorgestellten Projekte.


Künstliche Intelligenz stand im Mittelpunkt vieler Pitches und prägte das Event maßgeblich. Ein besonderes Highlight war der Auftakt, bei dem alle zwölf Start-ups auf kreative Weise in einem Rap-Song präsentiert wurden. Charmant und mit großer Leichtigkeit führte Maks Giordano als Moderator durch den gesamten Tag und verlieh dem Event eine besondere Atmosphäre.

Großes Interesse an den Pitches auf dem See Campus der ZU.
Großes Interesse an den Pitches auf dem See Campus der ZU.
© David Hetriuc

Einen weiteren besonderen Eindruck hinterließ das Start-up Devanthro, das mit seinem „Robody“ auf den Pflegenotstand reagiert. Dieser Roboter lässt sich mittels VR-Brille aus der Ferne steuern und bietet so eine revolutionäre Lösung für die Pflegebranche. Nach dem Motto „You can not be in two places at once“, das auf dem T-Shirt des Co-Founder und CEO Rafael Hostettler stand, zeigte das Start-up, dass Pflege in Zukunft auch über große Distanzen hinweg möglich sein könnte – sogar von den Malediven aus. Besucher durften einen Robody in München auch von dem Campus der Zeppelin Universität aus steuern.

Gründerinnen und Gründer präsentieren ihre Ideen beim Investor Summit Bodensee.
Gründerinnen und Gründer präsentieren ihre Ideen beim Investor Summit Bodensee.
© David Hetriuc

Shit2Power will Energie aus Klärschlamm zurückgewinnen

Ein weiteres vielversprechendes Start-up war Shit2Power. Mit ihrem bahnbrechenden Ansatz verwandeln sie Kläranlagen in Kraftwerke und schaffen so eine revolutionäre Verbindung zwischen Abfallwirtschaft und Energieerzeugung. Durch modernste Technologien wird Klärschlamm in wertvolle Energie umgewandelt, was nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch eine nachhaltige Energiequelle schafft.

Shit2Power sieht in Abwasser nicht nur ein Abfallprodukt, sondern eine ungenutzte Ressource, erklärt die Co-Founderin und CEO von Shit2Power. So schaffte es auch ein von einer Studentin der Zeppelin Universität mitgegründetes Unternehmen vor die Jury.

Nach den Pitches ist vor den Pitches: Im Gespräch über Start-up Ideen.
Nach den Pitches ist vor den Pitches: Im Gespräch über Start-up Ideen.
© David Hetriuc

Am Ende des Tages fasste ein pitch-begeisterter Investor die Begeisterung vieler treffend zusammen: „Wenn ihr das so schafft, dann kauf ich euch.“ Der Summit war ein voller Erfolg, und es bleibt spannend zu beobachten, welche der vorgestellten Ideen in den kommenden Jahren ihren Weg in die alltägliche Praxis finden und vielleicht sogar als „Unicorns“ (Start-ups mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar) von sich reden machen werden. 


Deutschland hat derzeit 32 solcher Unternehmen, und es ist durchaus möglich, dass eines der hier vorgestellten Start-ups bald dazu gehört.


Neben Breathment, Shit2Power und Devanthro nahmen auch Eversion Technologies, Global Changer, Proservation, MySympto, HydroSKIN, CereGate, Trusted Accounts und Valid als pitchende Start-ups am Investor Summit Bodensee teil.

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