10 Jahre Center for Mobility Studies
Wenn die Künstliche Intelligenz auf das Lastenfahrrad folgt
Text: Thomas Schlichte | Fotos: Richard Reichel
14.09.2024
Science
Prof. Wolfgang H. Schulz beim Sommerfest 2024.
Prof. Wolfgang H. Schulz beim Sommerfest 2024.
© Richard Reichel
10 Jahre Center for Mobility Studies

Wenn die Künstliche Intelligenz auf das Lastenfahrrad folgt

Text: Thomas Schlichte | Fotos: Richard Reichel
14.09.2024
Science

Was mit Lastenfahrrädern begann, ist an der Zeppelin Universität zu einem vielschichtigen Abbild der Mobilitätsforschung geworden. Und auch KI mischt mit.

Zehn erfolgreiche Jahre an Forschungsarbeit hat das „Center for Mobility Studies“ (CfM) hinter sich. Und auch in der näheren und ferneren Zukunft verfolgt das Team um Prof. Wolfgang H. Schulz ambitionierte Pläne. Generelle Unabhängigkeit sei das Ziel. Eben „ohne, dass jemand reinredet“, betonte der Institutsleiter bei einer Podiumsdiskussion beim Sommerfest der ZU.


Es gehe aber auch immer darum, sozialgerecht und nachhaltig zu handeln, so der Lehrende an der Zeppelin Universität. Die Expertise des aus dem Raum Köln stammenden Wissenschaftlers ist nicht nur am Bodensee, sondern auch bis in Gremien der Bundespolitik hinein hoch angesehen. Zusammen mit seinen Mitarbeitenden entwickelte er die Theorie des Institutionellen Rollenmodels.

Alles begann mit einem Lastenfahrrad

Wie sich die Mobilitätswende in der Gegenwart darstellt und wie und wo diese nützlich zum Einsatz kommen kann, veranschaulichte das CfM am Beispiel eines Lastenfahrrades. Im nordrhein-westfälischen Herne arbeitete das Institut mit einem Apotheker zusammen, der über einen gewissen Zeitraum Einsparungen verbuchen konnte. Dadurch, dass dessen Mitarbeitende mit dem Rad und nicht mehr dem Auto unterwegs waren, hätte es weniger Strafzettel gegeben.


Bis zu zehn Prototypen an Lastenrädern habe man auf die Straße gebracht und sei auch in Zukunft daran interessiert, ähnliche Projekte erfolgreich umzusetzen. Dass dafür inzwischen auch Künstliche Intelligenz – kurz KI – zum Einsatz komme, gehöre zum Lauf der Zeit. Und dennoch „outete“ sich Prof. Schulz in seinen Ausführungen als Fan von So-yeon Schröder-Kim - der Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

Gesprächsrunde über das Jubiläum des Center for Mobility Studies.

Die Zukunft findet in der Gegenwart statt

Die Gattin des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder hätte gesagt, dass ihr Mann in der Gegenwart lebt. Ein Ansatz, den auch das CfM in seinen Forschungen berücksichtigen würde. Schließlich führte Henrik Kleis anhand seiner Forschungsarbeit aus, dass es bahnbrechende Erfindungen wie die Concorde oder Google Glass inzwischen so nicht mehr gebe oder das Windows Phone nicht die prognostizierten und vom Konzern erhofften Absatzzahlen erzielte.


Die Forschungsarbeit des „Center for Mobility Studies“ (CfM) habe Parallelen zur Evolutionsgeschichte. Denn: Während der Neandertaler vor Ort verweilt ist, habe der Homo Sapiens – also der Mensch – den Raum überwunden, um sich mit Ressourcen-Verteilung zu beschäftigen. 


Kurz gesagt: Das CfM wird weiterhin Analysen betreiben, um neue Mobilitätskonzepte zu optimieren – und dies unter regulatorischen, ökologischen, ökonomischen, kulturellen oder planerischen Rahmenbedingungen sowie dem Einsatz von KI.

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