Unter
dem Titel „Die Zeit danach“ widmen sich die Vorträge der diesjährigen Ringvorlesung, verantwortet vom artsprogram und dem Arts & Humanities LAB,
historischen und biografischen Konstellationen nach einschneidenden
geschichtlichen oder traumatisierenden Ereignissen, die mit ähnlichen
Umbrüchen zu tun hatten. Gemeint ist die Nachkriegszeit, sind Zeiten nach
Revolutionen, großen Naturkatastrophen und Zivilisationsbrüchen oder nach dem
abrupten Ende bestimmter Herrschafts- und Lebensformen, wie etwa nach dem Fall
der Mauer.
Am Dienstag, den 10. März spricht Maike Lettau über die Kulturpolitik nach dem „Arabischen Frühling“ von 2010/11 werden, der oftmals als eine der großen Zäsuren unserer Zeit verstanden wird. Anschließend referiert Florian Muhle zum Thema "Digital workers of the world, unite? Organisationsprobleme in Zeiten der Plattformökonomie". Der Vortrag beasst sich mit den Arbeitsbedingungen sowie den Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Organisierung der weitgehend unsichtbaren ‚Digital Workers‘, also den menschlichen Content Moderator:innen, die sich nicht nur tagtäglich mit teils verstörendem ‚user-generated content‘ auseinandersetzen müssen, sondern in der Regel unter höchst prekären Arbeitsbedingungen arbeiten.