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Lehrstuhl für Global Governance

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Profil

Global Governance umfasst alle Formen des politischen Handelns unter Beteiligung staatlicher und/oder nichtstaatlicher Akteure. Am Lehrstuhl befassen wir uns vor allem mit der Rolle internationaler Regierungsorganisationen, internationaler Nichtregierungsorganisationen und von Unternehmen im transnationalen Regieren.


Wir untersuchen zum Beispiel, wie diese verschiedenen Akteure im Rahmen von Governance-Institutionen zusammenarbeiten, um Standards zu formulieren.


Im Fokus stehen dabei vor allem die folgenden Politikfelder


  • humanitäre Hilfe,
  • Menschenrechte,
  • Sicherheit und
  • Umwelt.

Dabei gehen wir davon aus, dass nicht alle von einem Problem betroffenen Akteure gleichermaßen an der Problembearbeitung beteiligt sind.


Wir interessieren uns daher vor allem dafür, welche Akteure besonders mächtig sind und welche hingegen keinen Einfluss auf politische Prozesse haben, welche Vorstellungen über relevante Probleme und ihre Bearbeitung dominieren, welche marginalisiert werden und warum.

Lehre

In der Lehre geht es uns darum, zunächst ein Verständnis der verschiedenen Akteure, Strukturen und Prozesse von Global Governance zu vermitteln. Darauf aufbauend steht die Vermittlung des theoretischen und methodischen Instrumentariums, um einzelne Strukturen und Prozesse von Global Governance sowie die Rolle bestimmter Akteure kritisch zu analysieren und zu hinterfragen, im Mittelpunkt der Lehre.

Dabei ist die Lehre stets darauf ausgerichtet, es den Studierenden zu ermöglichen, problemorientierte Fragestellungen wissenschaftlich fundiert zu analysieren.


Da wir hierzu von- und miteinander lernen möchten, sind unsere Lehrveranstaltungen einerseits sehr interaktiv ausgerichtet. Andererseits ist ein intensives Feedback mündlicher und schriftlicher Leistungen fester Bestandteil der Lehre.


Gleichzeitig sind wir am Lehrstuhl immer an Rückmeldungen seitens der Studierenden interessiert, um unsere Lehrveranstaltungen kontinuierlich zu verbessern, an den Bedarfen der Studierenden auszurichten und an veränderte Herausforderungen anzupassen.

Forschungsschwerpunkte

Im Zentrum des Forschungsinteresses des Lehrstuhls für Global Governance steht das Spannungsverhältnis zwischen Inklusivität und Exklusivität, zwischen Dominanz und Marginalisierung. Kurzum: es geht um Macht. Uns treiben die Fragen danach um, welches die mächtigen Akteure und welches die mächtigen Ideen in Global Governance sind und warum dies so ist.

Analyse transnationaler Governance-Institutionen

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Der erste Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf der Analyse transnationaler Governance-Institutionen. Auf der einen Seite des Spektrums stehen solche Institutionen, die möglichst viele verschiedene Akteure und Interessen umfassen und berücksichtigen. Auf der anderen Seite stehen Clubs, deren Zusammensetzung exklusiv und relativ statisch ist und deren Interessen weitgehend homogen sind. Am Lehrstuhl gehen wir den Fragen nach, welche Akteure und welche Ideen in transnationalen Governance-Institutionen dominieren und wie sich dies erklären lässt, insbesondere für Themen der Sicherheit, humanitären Hilfe, der Menschenrechte und des Umweltschutzes. Hierzu greifen wir vorrangig auf Theorien der Internationalen Beziehungen, der Organisationsforschung und der politischen Soziologie zurück.

Politische Kommunikation staatlicher und nichtstaatlicher Akteure

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Der zweite Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf der politischen Kommunikation staatlicher und nichtstaatlicher Akteure im Rahmen von Global Governance, insbesondere in Verbindung mit Digitalisierung und neuen Technologien. Das Internet und soziale Medien eröffnen den Akteuren neue Möglichkeiten der Selbst- und Fremddarstellung, die weitreichende Folgen für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft haben, weil sich dabei bestimmte Ideen und Identitäten durchsetzen und andere verdrängt werden. Am Lehrstuhl untersuchen wir in diesem Zusammenhang zum Beispiel, welche Folgen sich daraus für die Definition von Problemen und die Formulierung von Lösungen hierfür ergeben. Wir greifen dabei insbesondere auf Ansätze des politischen Marketing, des Marketing von Unternehmen und auf Arbeiten aus dem Bereich des non-profit-Management zurück.


Sicherheitsorientierte und gendersensible Friedens- und Konfliktforschung

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Der dritte Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt auf einer sicherheitsorientierten und gendersensiblen Friedens- und Konfliktforschung, die insbesondere auf Ansätze der kritischen Sicherheitsforschung und feministische Ansätze zurückgreift. Wir untersuchen zum Beispiel, welche Vorstellungen von Maskulinität und Femininität globaler Sicherheitspolitik zugrunde liegen und welche Auswirkungen dies darauf hat, welche Art von Sicherheit für wen, durch wen und mit welchen Mitteln produziert wird. Auch hierbei dominieren bestimmte Akteure, Sicherheitsvorstellungen und -bedürfnisse, während andere marginalisiert werden.

Schneiker, Andrea Prof Dr

Curriculum Vitae

 

Lehrstuhlinhaberin

Schneiker, Andrea Prof Dr
Tel:+49 7541 6009-1351
Raum:Semi 0.03
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Team

Haupt, Caroline Dr
Dezentrales Sekretariat des akademischen Lehr- und Forschungsbetriebs
Tel:+49 7541 6009-1306