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01.02.2014

Sebastian Kördel

Windsurfen ist die große Leidenschaft von Sebastian Kördel. Und in dieser Sportart hat er schon viel erreicht: Mit 21 Jahren wurde er 2012 jüngster Deutscher Meister, ein Jahr später konnte er seinen Titel in der Disziplin Racing sogar verteidigen. Als sein bisher größter Erfolg gilt jedoch der sechste Platz bei den Weltmeisterschaften 2013 in Kroatien. Wenn der gebürtige Radolfzeller nicht gerade mit Windsurfen beschäftigt ist, dann studiert er im sechsten Semester Wirtschaftswissenschaften an der ZU.


Im Alter von sieben Jahren hat Sebastian Kördel mit dem Windsurfen angefangen. „Zu der Zeit haben wir unsere Pfingsturlaube auf Korsika verbracht. Dort hat mich mein Vater zum ersten Mal auf ein Surfbrett gestellt. Das war einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, schwelgt Kördel in Kindheitserinnerungen. Zurückgekehrt nach Radolfzell, bekam er sogleich ein eigenes Kinderrigg, die kleine Ausführung eines Windsurfsegels. „Ich habe jede freie Minute genutzt, um mit meinem Vater auf dem nahegelegenen Bodensee zu üben. Dabei konnte ich vor allem von seinen Erfahrungen lernen, da er jahrelang selbst Windsurfer und Segler war“, beschreibt Kördel seine Anfänge.


Schnell kamen erste Teilnahmen bei Regatten in Deutschland und in der Schweiz hinzu. Und schnell musste er lernen, wie man sich durchsetzt. Denn die meisten Teilnehmer waren deutlich erfahrener und älter. „Wichtiger war jedoch die Wettkampferfahrung, die man bei solchen Rennen sammelt“, erläutert Kördel. So konnte es sein, dass er pro Jahr bei 15 Rennen mitfuhr. Dass er bis heute nur in den Disziplinen Slalom und Racing an den Start geht, hat für ihn pragmatische Gründe: „Bei diesen beiden Disziplinen ist man für seinen Erfolg und Misserfolg selbst verantwortlich, während man bei den Freestyle-Disziplinen von der Entscheidung einer Jury abhängig ist.“


Sein Fleiß und sein Ehrgeiz haben sich jedenfalls ausgezahlt: Spätestens seit 2008 gehört er zu den besten Regattasurfern weltweit. So wurde er zweimal Vizeweltmeister in der Altersklasse U-20 und gewann viermal den Engadin Surf-Marathon, ein prestigeträchtiges Event auf dem Silvaplaner See. Doch sein erster wirklich bedeutender Erfolg war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2012 auf Sylt: „Für mich war der Titelgewinn ein ganz besonderer und emotionaler Moment, gerade auch, weil mein Vater bei der Siegerehrung anwesend war. Damit ist ein wahrer Traum in Erfüllung gegangen“, erzählt Kördel voller Stolz. „Überhaupt habe ich meinen Eltern viel zu verdanken. Sie waren immer sehr geduldig mit mir und haben mich immer großartig unterstützt.“


Dass diese sportlichen Leistungen noch nicht den Höhepunkt seiner Karriere darstellten, zeigte Sebastian Kördel im Jahr 2013. Nicht nur, dass er den Deutschen Meistertitel im Racing souverän gewann, sondern er belegte auch bei den Weltmeisterschaften in Kroatien 2013 den sechsten Platz. „Mit den besten Windsurfern der Welt mithalten zu können, ist ein unglaubliches Gefühl“, sagt Kördel. Noch bemerkenswerter sind seine Leistungen zu bewerten, wenn man sich vergewissert, dass die besten internationalen Windsurfer von ihrem Sport leben und das ganze Jahr trainieren.

Durch das Windsurfen kam Sebastian Kördel auch an die ZU. Sein Freund und Windsurf-Kollege Florian Bandel, selbst ein CME-Bachelor-Absolvent, erzählte ihm von der Universität am Bodensee. „Als ich mich über die ZU informierte, war ich von dem Konzept sofort überzeugt“, erklärt Kördel seine Entscheidung. Nachdem er im Sommer ein Praxissemester in Kapstadt absolviert hat, schreibt er nun an seiner Bachelorarbeit mit Schwerpunkt Marketing. „Für mich ist es wichtig, dass ich immer etwas in der Hinterhand habe. Und ein Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der ZU ist ja nicht das Schlechteste“, sagt Kördel schmunzelnd.

Was bleibt ist die Frage, was bei all den sportlichen Erfolgen noch kommen soll? Sebastian Kördel antwortet selbstbewusst: „Nach dem Studium werde ich mich voll und ganz auf das Windsurfen konzentrieren. Ich habe gute Partner und Sponsoren gefunden und hoffe, dass ich in den nächsten Jahren auch international ganz oben stehen werde.“