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01.03.2016

Isabell Fries

Isabell Fries studiert im sechsten Semester den SPE-Studiengang. Ihrem Studiengang entsprechend sind Politik, Wirtschaft und soziales Engagement Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. Das zeigt sich in beeindruckender Weise an den studentischen Initiativen und Ehrenämtern, in denen sie mitwirkt: So ist die 23-Jährige aktives Mitglied im „Club of International Politics“ und Sprecherin der „Hochschulgruppe der Hanns-Seidel-Stiftung“. Sie leistet darüber hinaus Vorstandsarbeit beim Sozialunternehmen „Rock Your Life!“ und ist ehrenamtliche Schwimmtrainerin beim Schwimmverein Friedrichshafen.



Schon in der Schule ist Isabell Fries eine vielseitig interessierte Schülerin, deren schulisches Engagement weit über den verpflichtenden Unterricht hinausgeht: „So habe ich mich als Klassensprecherin für meine Klasse eingesetzt und in dieser Funktion auch in vielerlei Hinsicht bei der Schülermitverantwortung in diversen Arbeitsgruppen im Dienste der Schulgemeinschaft mitgewirkt.“ Für ihr Engagement wurde Isabell Fries mit dem Förderpreis „Young Women in Public Affairs Award“ vom Zonta-Club ausgezeichnet. Um die Gunst der Jury zu gewinnen, mussten die Bewerberinnen nicht nur ehrenamtliches Engagement nachweisen. In einem kleinen Essay äußerte sich Fries auch zur Stellung der Frau in Deutschland und weltweit.


Darüber hinaus wurde das schon früh entstandene politische wie wirtschaftliche Interesse auf dem Gymnasium gefördert: So wurde sie von einer engagierten Politiklehrerin dazu ermuntert, neben dem Schulunterricht den Zusatzkurs „Politik und Zeitgeschehen“ zu belegen, in dem nicht nur über nationale und internationale Politik diskutiert wurde. „So nahm ich als Achtklässlerin mit dem Abiturjahrgang an einem Planspiel zur EU-Politik in Straßburg teil“, erwähnt Fries. Auch die Frauen-Union Unterfranken wurde auf Isabell Fries aufmerksam und nahm sie in das Mentoring-Programm auf, bei dem politisch und gesellschaftspolitisch interessierte Frauen jeden Alters gefördert werden. „Zum Programm gehörten politische und rhetorische Seminare, aber auch Fahrten nach Berlin, Brüssel und Straßburg“, führt Fries aus.


Noch während der Oberstufe besuchte sie dann die Sommerakademie der Hanns-Seidel-Stiftung. „Dabei haben wir mit hochrangigen Experten über Themen wie ,Internationale Politik und Wirtschaft’, ‚Europa hat Zukunft’ oder ‚Wirtschaftsregionen im globalen Wettbewerb’ diskutiert“, erläutert Fries. So schlüpfte sie bei Simulationen in die Rolle der Presse, der Europäischen Kommission und bei der Vorsimulation des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in die Rolle der Stabschefin: „Ich war somit für den reibungslaufen Ablauf und die Organisation des Gipfels, aber auch für das Verfassen des Abschlusskommuniqué zuständig. Eine anspruchsvolle, aber zugleich auch erfüllende Aufgabe.“


Diese Sommerakademie, das Konzept des Studienganges SPE und die Empfehlung einer ZU-Studierenden überzeugten Isabell Fries letztlich von ihrer Zukunft am Bodensee. Es folgten die Bewerbung, der Auswahltag und schließlich die Zusage. „Nach der Zusage wurde ich von meiner Oberstufenlehrerin für ein Stipendium bei der Hanns-Seidel-Stiftung vorgeschlagen“, sagt Fries. Auch diese Bewerbung war von Erfolg gekrönt: Sie wurde ins Journalistische Nachwuchsförderungsprogramm aufgenommen, das ihr die Gelegenheit bietet, sich in diesem Bereich studienbegleitend fortzubilden. „Die Hanns-Seidel-Stiftung bietet genauso wie die ZU viele Möglichkeiten seinen Horizont zu erweitern sowie eine angenehme Atmosphäre in einem familiären Umfeld, in dem ich mich aufgehoben und wohlfühle“, ergänzt Fries. Um ein Stück weit ihre Wertschätzung gegenüber der Stiftung zu zeigen und die Kommunikation innerhalb der Stiftung und an der ZU zu erleichtern, initiierte sie gemeinsam mit weiteren Kommilitonen die „Hochschulgruppe der Hanns-Seidel-Stiftung“ an der ZU, deren Sprecherin sie ist. „Wir informieren andere ZU-Studierende über die Förderprogramme und unterstützen sie beim Bewerbungsprozess“, beschreibt Fries die Aufgaben der Initiative. „Darüber hinaus organisieren wir regelmäßige wissenschaftliche Veranstaltungen.“


Ein organisatorisches Gespür bewies Isabell Fries auch im vergangenen Jahr: bei der Planung und Realisierung der Workshop- und Karrieretage „ZUtaten“ an der ZU. „Es war eine wertvolle Erfahrung und eine erlebnisreiche Zeit, vor allem, weil man praxisbezogen lernt, wie man mit einem Team über 340 Tage eine Veranstaltung neu konzipiert“, sagt Fries. Auch beim diesjährigen Event war sie wieder mit von der Partie, diesmal allerdings in der Rolle als Unternehmenspatin.


Vor allem war es Isabell Fries wichtig, in einer studentischen Initiative mitzuwirken, die sich ihrem Steckenpferd widmet: der Politik. So dauerte es nicht lange, bis sie auf den „Club of International Politics“ (CIP) aufmerksam wurde. Zunächst im Organisationsteam der LakeMUN im Einsatz, saß sie zuletzt für eine Amtsperiode im Vorstand. „Der CIP bietet politikinteressierten Studierenden eine sehr gute Möglichkeit, sich auszutauschen und aktiv einzubringen“, erwähnt Fries. Doch dem studentisch geführten CIP geht es nicht nur um die Studierenden, sondern auch um eine weitere Zielgruppe: die Bürger. „Wir verstehen uns auch als eine Initiative mit Bildungsauftrag“, erläutert Fries. „Wir möchten internationale Politik begreifbar machen und die Häfler für politische Themen begeistern.“ Ein absolutes Highlight ihrer bisherigen Zeit beim CIP stellte die Moderation des Global Talks mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel dar, „denn eine Persönlichkeit interviewen zu dürfen, die Europa maßgeblich mitgeprägt habe, das ist etwas ganz besonderes“.


Wie sich internationale Politik auf europäischer Ebene in der Praxis gestaltet, das konnte Isabell Fries im letzten Sommer während eines Praktikums im ZDF-Auslandsstudio in Brüssel beobachten. Dabei arbeitete sie von Sondergipfel zu Sondergipfel, da zu dem Zeitpunkt die Rettung Griechenlands auf der Agenda stand. „Dies waren Monate voller europäischer Energie, die in den Katakomben des Europäischen Rates zu spüren war“, beschreibt Fries. Im internationalen Kontext soll es auch nach dem Bachelor weitergehen: So möchte sie ein Masterstudium an einer Universität im europäischen, möglicherweise auch im außereuropäischen Ausland anstreben.


Neben ihrem Interesse für politische und wirtschaftliche Themen ist Isabell Fries ihr soziales Engagement ein großes Anliegen. Dabei spielt der Schwimmsport eine wichtige Rolle. Ob als ehemalige Leistungsschwimmerin oder Schwimmtrainerin – Wasser ist ihr Element. „Früh wurde ich von meinem Heimatverein auf die Trainerausbildung des Bayerischen Schwimmverbandes angesprochen“, erläutert Fries. Über ein dreiviertel Jahr lang paukte sie für die Trainerlizenz im Leistungsschwimmen an der Sportschule Oberhaching bei München Fächer wie Sportmedizin, Pädagogik und Trainingsmethoden. Der Einsatz hat sich gelohnt: Seit nunmehr fünf Jahren trainiert sie ehrenamtlich Kinder und Jugendliche, zunächst bei ihrem Heimatverein und jetzt auch beim Schwimmverein Friedrichshafen. „Dabei versuche ich, den Kindern und Jugendlichen bestimmte Werte wie Disziplin, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, aber auch den überaus wichtigen Teamgeist mit auf den Weg zu geben“, sagt Fries.


Noch vor ihrem Studium an der ZU engagierte sich Isabell Fries ebenso beim Kinderschutzbund Aschaffenburg. „Dort arbeitete ich als Lerncoach, um benachteiligten Kindern selbständiges, effektives Lernen und Arbeiten näherzubringen und ihnen dabei zu helfen, Lernbarrieren zu überwinden“, erläutert Fries. Diese Idee lebt sie bei der Initiative Rock Your Life! an der ZU weiter: Mentoring-Beziehungen auf Augenhöhe zwischen Studierenden und Schülern zu ermöglichen ist für Isabell Fries unersetzlich. Zwei Jahre begleitete sie als Mentorin eine Schülerin auf ihrem persönlichen wie beruflichen Weg. Seit dem ersten Semester ist sie zudem als Vorstand im Bereich „Mentoring“ tätig, trifft Personalentscheidungen, bereitet mit ihrem Team den sogenannten „Matching Day“ vor und ist für die Betreuung der verschiedenen Mentoring-Jahrgänge zuständig.


„Ich finde es ungemein wichtig, heutzutage der Chancenungleichheit zu begegnen, denn Hauptschüler kriegen oftmals einen Stempel aufgedrückt und sind Vorurteilen ausgesetzt“, erklärt Fries. „Doch die Schüler haben besondere Talente, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Das will ich mit meinem Engagement erreichen.“ Sie ist begeistert, Teil des Teams von Rock Your Life! zu sein und die Initiative gemeinsam mit weiteren Kommilitonen und durch das Einbringen von eigenen Ideen voranzubringen und damit vielleicht ein bisschen Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.


„Ich bin vor allem meiner Familie sehr dankbar, dass sie mich immer motiviert, unterstützt und meine Talente gefördert hat“, unterstreicht Isabell Fries. Diesen Rückhalt möchte sie weitergeben und auf unterschiedlichen Wegen ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten.