Public Pay Studie 2024 zur Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen erschienen

21.08.2024

Heute ist vom Lehrstuhl für Public Management & Public Policy gemeinsam mit LAB & Company die „Public Pay Studie 2024: Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen, Perspektiven für digitale Governance und nachhaltige Vergütungsstrukturen (P-Pay)“ veröffentlicht worden. Deutschlandweit berichten viele Medien wie u.a. das Handelsblatt, die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und die Zeitung für Kommunalwirtschaft (ZfK) sowie über hundert weitere Medien.


Die vollständige Studie und weitere frei verfügbare Studien des Lehrstuhls können Sie hier abrufen. Die Pressemitteilung der ZU können Sie hier einsehen. Weiter unten in der News finden Sie auch Zitate für die Medien.


Die Befunde verdeutlichen die Notwendigkeit zur zeitnahen Einführung von Transparenzgesetzen und Public Corporate Governance Kodizes mit klaren Regelungen. Es muss vollständige Vergütungstransparenz, einschließlich häufig umstrittener Altersversorgungen, hergestellt und die Vergütung in der Vergleichsgruppe diskutiert werden. Spitzenkräfte öffentlicher Unternehmen sind Unternehmenslenker:innen und Mitgestalter:innen des demokratischen Gemeinwesens. Es braucht FairPay und keine Neiddebatten. Öffentlichkeit und Medien sollten Druck ausüben, wann entsprechende Regelungen vorliegen.


Nur 20,3% der Top-Managementmitglieder auf kommunaler Ebene legen personenbezogen offen, bei Bund und Ländern sind es 42,2%; aber noch weit unter den formulierten Zielen. 2 Kommunen weisen eine Offenlegungsquote von 100% auf, was Realisierbarkeit einer vollständigen Transparenz zeigt. Weitere 6 Kommunen haben mind. 75%, bei 28 Kommunen sind es zwischen 50 - 75%. Bei beachtlichen 239 Kommunen liegt eine Vergütungsoffenlegung von 0 % vor. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erreicht 94,9%. Die substanziellen Unterschiede bei der Transparenzkultur sind politisch nicht länger hinnehmbar!


Bei der Vergütungshöhe erhalten 42,6% der Top-Managementmitglieder weniger als 150T€/Jahr. Während 43,7% zw. 150–300T€ verdienen, bekommen 13,7% mehr als 300T€. 3,1% erhalten über 500T€. Bei Sparkassen ist die Vergütung mit 1,6% (3,6% Mittelwert) deutlich stärker gestiegen als z. B. in der Branche „Stadtwerke, Energie- & Wasserversorgung“, obwohl das Vergütungsniveau bei den Sparkassen bereits im vorherigen Geschäftsjahr am höchsten im Vergleich aller Branchen lag.


Wie für börsennotierte Unternehmen und in Public Corporate Governance Kodizes vorgesehen, muss die Vergütung in einer Vergleichsgruppe dargestellt werden, die mit den durchschnittlichen Vergütungswerten von Unternehmen der gleichen Größenklasse aus den Branchensteckbriefen der Public Pay Studie gegenreflektiert werden.


Die „Public Pay Studie 2024: Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen: Perspektiven für digitale Governance und nachhaltige Vergütungsstrukturen“ wurde gemeinsam mit der LAB & Company Düsseldorf GmbH erstellt und von dieser bei der Diskussion des Themas in der Praxis begleitet.


Zitate von Prof. Dr. Ulf Papenfuß für die Medien:

| „Über Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes sollten überall vollständige Vergütungstransparenz einschließlich Altersversorgung und eine Vergleichsgruppe für die Vergütungshöhe realisiert werden. Übergreifend braucht es Fair Pay und keine Neiddebatten.“


| „In der Diskussion um Vertrauen in den Staat verdeutlichen die Befunde die dringende Notwendigkeit, Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes mit klaren Regelungen überall zeitnah einzuführen. Es muss eine vollständige Vergütungstransparenz, einschließlich häufig umstrittener Altersversorgungen, hergestellt und die Vergütung in der Vergleichsgruppe diskutiert werden."


| „Bei börsennotierten Unternehmen ist Vergütungstransparenz schon lange eine Selbstverständlichkeit, öffentliche Unternehmen sollten mit den Entwicklungen Schritthalten. Was früher vielleicht noch in Ordnung war, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Neben den kontroversen öffentlichen Debatten und intensiven Mediendiskussion unterstreicht das Gefälle bei der Transparenzkultur die anhaltende Relevanz, Aktualität und Dringlichkeit dieser Thematik.“


Zitate der fördernden Kooperationspartner:innen für die Medien:

| Heike Schoon-Pernkopf | Geschäftsführung LAB & Company: "Der Trend einer stagnierenden Vergütungsentwicklung im Top-Managementbereich der meisten öffentlichen Unternehmen hat weiterhin Bestand. Aufsichtsgremien als zuständiges Organ für die Vergütungsregelung positionieren sich weiterhin defensiv."

"Trotzdem beobachten wir auch eine nennenswerte Anzahl von Fällen, in denen neue Organmitglieder eine gute Verhandlungsposition haben. Dies gilt insbesondere, wenn Resilienz, Digitalität- und Transformations-Know-how zu den besonders ausgeprägten Profileigenschaften dieser Organmitglieder zählen."

| Elke Vorholt | Geschäftsführung LAB & Company: "Weiterhin abnehmend ist die Zahl der Verträge für neue Organmitglieder, in denen eine beamtenähnliche Versorgungsregelung definiert ist. Stattdessen werden – wenn überhaupt – beitragsorientierte Versorgungsregelungen angeboten."

"Ungebrochen ist der Trend in den Aufsichtsgremien zu beobachten, mehr weibliche Organmitglieder in Verantwortung zu bringen."

"Trotz des als Zielsetzung unumstrittenen Transparenzgebots, beobachten wir weiterhin in einer nicht unerheblichen Anzahl von Besetzungsverfahren für kommunale Beteiligungen, dass von einer Veröffentlichung der Vergütung lieber Abstand genommen wird, häufig auch um Neiddebatten zu vermeiden."


Zusammen mit LAB & Company bieten wir auf dem 6. ZU|kunftssalon Public Corporate Governance: Integrierte Gestaltung mit Verwaltung und öffentlichen Unternehmen und Smart Government am 5./6.09.2024 einen Workshop hierzu an. 


Informationen für den diesjährigen 6. ZU|kunftssalon Public Corporate Governance: Integrierte Gestaltung mit Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen und Smart Government am 05./06. September 2024 finden Sie hier.

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