Lehrstuhl für Kulturtheorie und Kulturanalyse

Profil

Lehrstuhlinhaber für Kulturtheorie und Kulturanalyse ist Jan Söffner. In Bonn geboren, studierte er Germanistik und Romanische Philologie und promovierte 2003 mit einer Arbeit über Boccaccios Decameron. Nach Forschung und Lehre in Berlin und Köln habilitierte er 2013 in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft sowie in Romanistik und vertrat 2014/15 einen Lehrstuhl für Romanistik an der Universität Tübingen. Er arbeitete 2016 als Programmleiter beim Wilhelm Fink Verlag, hatte 2020-2022 Lehraufträge an der Haifa University und war 2024 Gerda Henkel Visiting Professor in Stanford.


Die interdisziplinäre Arbeit des Lehrstuhls verknüpft kultur-, literatur- und medientheoretische Ansätze mit phänomenologischen und technikphilosophischen Fragestellungen. Ein Schwerpunkt ist die Phänomenologie der Verkörperung, die als Schlüssel für das Verhältnis zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz verstanden wird. Seit 2024 ist Söffner einer der editors der Zeitschrift AI&Society.

Der Lehrstuhl ist beteiligt am artsprogram und engagiert sich für affine studentische Initiativen, etwa für den studentischen Sender Welle 20 wo das Lehrstuhl-Podcast „Luft zumDenken“ ein größeres Publikum ausgeweitet werden soll, oder den LitContest , mit dem der Lehrstuhl zusammenarbeitet.


In der Lehre verfolgt der Lehrstuhl eine dialogorientierte und experimentelle Didaktik. Diskussionen, projektorientiertes Arbeiten und studentische Eigeninitiative stehen im Zentrum. Ein Kennzeichen ist das Podcast-Seminar, das weiter ausgebaut werden soll. Studierende erarbeiten hier selbstständig Themen als Audio-Diskussionen und veröffentlichen diese. Beispielhaft wurde im Wintersemester 2023/24 ein Podcast-Kurs zu Künstlicher und menschlicher Intelligenzdurchgeführt. Durch diese Formate trainieren die Studierenden wissenschaftliche Argumentation und Medienkompetenz.

Vor allem während der Corona-Pandemie, als das Campusleben blockiert war und Söffner als Vizepräsident für Lehre und Didaktik arbeitete, wurde deutlich, dass der Erfolg der Lehre vom gemeinsamen Leben der Studierenden und der Interaktion zwischen ihnen mindestens ebenso sehr abhängt wie von den Seminaren und Vorlesungen. Es ist nicht nur ein Nebeneffekt, sondern auch das Ziel eines guten Kurses, die Diskussionen auf dem Campus zu ermöglichen und zu befördern – denn manchmal ist sogar das Gespräch unter Peers nach dem Seminar der Ort, an dem das "echte" Lernen (die eigentliche Diskussion) stattfindet. Die Kurse versuchen daher, genügend Anregungen und auch gezielte Provokationen von eingefahrenen Denkmustern zu bieten, um diese Gespräche tatsächlich stattfinden zu lassen. Sprechstunden sind ein anderer Ort, an dem solche Gespräche – dieses Mal zwischen Studierenden und Lehrenden – möglich sind, sodass in einer Humboldtschen Lehr-Lern-Gemeinschaft oft Gedanken entstehen, von denen Studierende und Lehrende gleichermaßen profitieren.


In den letzten Jahren bildete sich ein Schwerpunkt des Lehrstuhls zur Erforschung der Künstlichen Intelligenz und ihrer gesellschaftlichen Folgen aus. In diesem Feld sind gegenwärtige Projekte angesiedelt; etwa die Monographie „The Real, the Actual, and the Virtual“ (derzeit im Reviewverfahren), die das Ende dessen, was wir Realität nennen, vor dem Hintergrund eines neuen "Virtualismus" der KI in den Blick nimmt.


Bin häufig im Büro anzutreffen, bitte aber, Sprechstunden per Mail zu vereinbaren. 


Söffner, Jan
Söffner, Jan Prof Dr

Lehrstuhlinhaber

Söffner, Jan
Söffner, Jan Prof Dr
Sprecher des Fachbereichs Kulturwissenschaften und Kommunikationswissenschaften
Tel:+49 7541 6009-1361
Raum:FAB 3 | 1.47
Zeit, um zu entscheiden

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