
Die Female Founders Night vereint inspirierende Geschichten und Einblicke von Gründerinnen: Was bedeutet es, als Frau in der Start-up-Welt Fuß zu fassen?
Spätestens als Kristina Schreiner, Gründerin von Chewsome und Impact Investor, mit ihrem Baby auf dem Schoß über die Gründung ihres eigenen Unternehmens spricht, wird eindrucksvoll klar, dass es sehr wohl möglich ist, als Frau alles zu haben. Und genau das ist schließlich auch das Ziel, der Female Founders Night (FFN): Vorbilder sichtbar zu machen.
Das Panel spricht über die Herausforderungen der Lebensmittelindustrie, Kristina Schreiners Unternehmen strebt beispielsweise ein Umdenken in der Babynahrungsindustrie an. Ihre Gesprächspartnerinnen, Eva Keretic und Günes Seyfarth, liefern ebenfalls spannende Einblicke in die Branche, die sich mit Themen wie Ressourcenknappheit und der Entwicklung effizienter, umweltfreundlicher Produktionsprozesse beschäftigt. „Foodwaste ist einer der größten Treiber des Klimawandels“, erklärt Günes Seyfarth, die sich selbst als Lebensmittelretterin bezeichnet.

Ein weiteres Highlight der FFN ist die Keynote von Linh Grethe, CEO & Gründerin von HR Collective. Offen spricht sie über ihre Ängste und Selbstzweifel beim Gründen: „Wir sollten das nicht romantisieren, dass, wenn man gründet, alles gut läuft. Ängste sind normal und zeigen, dass wir uns kümmern“. Ihre Erzählungen über ihren teilweise steinigen Werdegang und die Herausforderungen beim Gründen bieten nicht nur eine realistische Sicht auf das Unternehmertum, sondern ermutigten auch sein eigenes „Why“ zu finden. Denn „Wenn man sein eigenes Why weiß, seine Mission, dann ist das der innere Treiber, der einem Kraft gibt“.
Auch im Panel „Werte und Wandel – Unternehmertum im Wandel neue Chancen, alte Herausforderungen“, kommen spannende Insights ins Gründertum ans Licht. Erfolgreiche Gründerinnen wie Theresa Holler, COO at Redcare Pharmacy, Jennifer Rüggenberg, Founder of Cannot Cannot oder Louise Scarlette Maunoir, Gründerin von Globout teilen hier ihre Einschätzungen zu Veränderungen in der Gründungslandschaft.
Im Gespräch wird insbesondere die Bedeutung von einem guten Netzwerk betont und aus der eigenen Bubble auszubrechen. „Einfach machen“, lautete der Tipp der Gründerinnen, an all die jungen Frauen, die ihnen zuhören und spiegelt die Atmosphäre der Female Founders Night wider – eine Einladung, die eigene Vision aktiv und mutig zu verwirklichen.

„Es wäre wunderbar, wenn wir heute sagen könnten, das Thema Gleichberechtigung ist längst erledigt und in Deutschland sind alle Menschen tatsächlich gleichgestellt… Aber leider sieht die Realität anders aus.“ Diese Worte von Charlotte Meyer-Schönherr, einer der Organisatorinnen der Female Founders Night, verdeutlichen, warum Events wie dieses so bedeutend sind.
Die Veranstaltung, die von engagierten Studierenden organisiert wurde, setzt sich zum Ziel, ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung und Diversität im Unternehmertum zu setzen. Unter dem Motto „Diverse Perspectives, United Vision“ strahlt der Tag eine positive und inspirierende Energie aus, die Besucherinnen und Gründerinnen zusammenbringt.

Die Female Founders Night ist allerdings mehr als nur ein Event – sie ist eine Initiative, die inzwischen schon das fünfte Jahr in Folge die Stimmen weiblicher Gründerinnen stärkt und sichtbar macht. Unter der Leitung von Charlotte und Lara Marie Klindworth wurde monatelang an der Planung gearbeitet, und das mit großem Erfolg. Denn am Tag der Veranstaltung tummeln sich zahlreiche Besucherinnen und Gründerinnen aus ganz Deutschland auf dem Campus, und die Atmosphäre ist ansteckend – eine gelungene Mischung aus Engagement, Inspiration und gegenseitiger Unterstützung.
Insgesamt sind in diesem Jahr 22 Speakerinnen zur FFN gekommen, um in acht Panels über die verschiedenen Aspekte des Gründerseins zu diskutieren. Dabei passen die verschiedenen Panels sehr gut zum Motto und geben Einblick in zahlreiche Themen und Branchen: seien es Challenges und Entwicklungen im Tech-Sektor, Tradition und Innovation in Familienunternehmen, Transformationen im Gesundheitswesen, Herausforderungen der Lebensmittelindustrie, oder Communitys und Netzwerke im Bereich Digital Marketing.
Insgesamt zeigt die FFN nicht nur, dass es an der Zeit ist, die Ungleichheit zwischen männlichen und weiblichen Gründungen zu verringern, sondern auch, dass es bereits zahlreiche Frauen gibt, die dies erfolgreich tun. Das Event bietet jungen Frauen nicht nur Vorbilder, sondern ermöglicht auch, persönlich mit ihnen in Kontakt zu treten. Zudem gibt die neu eingeführte Open Pitch Stage, auf der jeder die Möglichkeit hat, eine Idee vor einer Jury zu pitchen, den Teilnehmenden die Chance, den ersten Schritt direkt vor Ort zu wagen.



