Public Pay Studie 2025 zur Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen erschienen

17.08.2025

Heute ist vom Lehrstuhl für Public Management & Public Policy gemeinsam mit LAB & Company die „Public Pay Studie 2025: Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen, Perspektiven für digitale Governance und nachhaltige Vergütungsstrukturen (P-Pay)“ veröffentlicht worden. Deutschlandweit berichten Medien wie u.a. das Handelsblatt, die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sowie die Zeitung für Kommunalwirtschaft (ZfK)


Die vollständige Studie und weitere frei verfügbare Studien des Lehrstuhls können Sie hier abrufen. Die Pressemitteilung der ZU können Sie hier einsehen. Weiter unten in den News finden Sie auch Zitate für die Medien.


Die Befunde verdeutlichen: Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes sollten vollständige Vergütungstransparenz inkl. Altersversorgung und Vergleichsgruppen sicherstellen. Es braucht Fair Pay statt Neiddebatten – und konkrete Schritte für schnellen Fortschritt.


Einige Kernbefunde:

  • „Bei 22,9 % der Top-Managementmitgliedern ist die Vergütung niedriger als im Vorjahr, bei 77,1 % konstant oder höher“
  • Bei Top-Managementmitglieder im hohem Vergütungsbereich ist der Anstieg mit 2,3 % Punkten deutlich höher gewesen als bei den Top-Managementmitgliedern im niedrigeren Vergütungsbereich. Zudem kommt es bei Top-Managementmitgliedern im oberen Vergütungsbereich im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener zu einem Absenken der Vergütung als bei den übrigen Top-Managementmitgliedern.
  • Eine Vergütung zwischen 150.000 bis 300.000 Euro erhalten 43,3 %. Über 300.000 Euro erhalten 13,4 %; 3,6 % erhalten eine Vergütung über 500.000 Euro.
  • Nur 20,3 % der kommunalen Top-Managementmitglieder legen ihre Vergütung offen.
  • Bund und Länder: 47,0 % Offenlegung – ebenfalls unter Ziel. 
  • 2 Kommunen mit 100 % Offenlegung – vollständige Transparenz ist möglich. In 242 Kommunen liegt die Offenlegung hingegen bei 0 %.
  • Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: 98,6 % Offenlegung.
  • Sparkassen mit einem Anstieg um +0,4 Prozentpunkte.

Über Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes sollten überall vollständige Vergütungstransparenz einschließlich Altersversorgung und eine Vergleichsgruppe für die Vergütungshöhe realisiert werden. Übergreifend braucht es Fair Pay und keine Neiddebatten.


Zusammen mit LAB & Company bieten wir auf dem 7. ZU|kunftssalon Public Corporate Governance: Integrierte Gestaltung mit Verwaltung und öffentlichen Unternehmen und Smart Government am 4./5.09.2025 einen Workshop zur Vergütungsgestaltung in Aufsichtsräten an. Jetzt anmelden: zu.de/zukunftssalon.


Mein Team und ich danken unserem Kooperationspartner LAB, insbesondere Frau Heike Schoon-Pernkopf und Elke Vorholt, für die Förderung der Studie, den fachlich wie menschlich weiter sehr guten Austausch und die Begleitung der Diskussion in der Praxis.


Ebenso bedanken wir uns bei Herrn Klaus Aden für den langjährigen begleitenden Austausch.


Zitate von Prof. Dr. Ulf Papenfuß für die Medien:

| „Über Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes sollten überall vollständige Vergütungstransparenz einschließlich Altersversorgung und eine Vergleichsgruppe für die Vergütungshöhe realisiert werden. Übergreifend braucht es Fair Pay und keine Neiddebatten.“


| „Entgegen verbreiteter Annahme eines kontinuierlichen Anstiegs der Top-Managementvergütung in öffentlichen Unternehmen zeigt sich bei jedem Vierten im Vorjahresvergleich ein Vergütungsrückgang - zumindest in einigen Bereichen scheinen auch Bonus-Malus-Systeme praktiziert zu werden.“


Zitate der fördernden Kooperationspartner:innen für die Medien:

| Heike Schoon-Pernkopf | Geschäftsführung LAB & Company:

"Trotz klammer Haushaltskassen ist mehrheitlich die Vergütung für Organpositionen in öffentlichen Unternehmen weiterhin gestiegen. Nach unserer Einschätzung wird dies auch zukünftig der Fall sein. Der Job an der Spitze öffentlicher Unternehmer wird durch multiple Krisen und stärkere unternehmerische Risiken (wie z.B. bei der Beschaffung im Energiebereich) immer herausfordernder. Das damit verbundene persönliche Risiko wird bei den Gehaltsvorstellungen auch immer öfter „eingepreist“."


| Elke Vorholt | Geschäftsführung LAB & Company:

"Frauen sind nach unserer Erfahrung bereits seit mehreren Jahren für Organpositionen in öffentlichen Unternehmen sehr gefragt. Dazu passt, dass im letzten Studienjahr gerade die Vergütung von Frauen im TOP-Management vergleichsweise höher angestiegen ist als die ihrer männlichen Kollegen. Das Gender Pay Gap wird kleiner, diese positive Tendenz gilt es zu stärken. Mehr Transparenz kann hier helfen."

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