Reframing Colonial Legacies

11.02.2025

Die Zeppelin Universität (Deutschland) und die University of Cape Coast (Ghana) organisieren von 2025 bis 2026 das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte internationale Projekt „Reframing Colonial Legacies“.

Die Rückgabe der Benin-Bronzen durch Deutschland an Nigeria im Jahr 2022 markierte einen symbolischen Schritt in Richtung Entkolonialisierung und löste Debatten über Eigentum und kulturelle Verantwortung aus. Die Forderungen nach der Rückgabe gestohlener Artefakte, wie die des ghanaischen Asantehene, verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, das koloniale Erbe neu zu bewerten. Das akademische Weiterbildungsprojekt „Reframing Colonial Legacies“ thematisiert explizit koloniale Vermächtnisse und deren nachhaltige Auswirkungen als aktuelle Debatte in der Auswärtigen Kulturpolitik. Das Projekt vermittelt den Teilnehmern Fähigkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit kolonialen Vermächtnissen, dekolonialer Erinnerungskultur und machtkritischer internationaler Zusammenarbeit. Außerdem fördert es den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch die Förderung einer nachhaltigen internationalen kulturellen Zusammenarbeit regt das Projekt den transkulturellen Dialog an und unterstützt die aktive Auseinandersetzung mit kolonialen Vermächtnissen. Ziel ist es, neue Ansätze zu diskutieren, um gesellschaftliche Debatten proaktiv zu gestalten und alternative Prozesse der Dekolonisierung zu ermöglichen, die bestehende Machtdynamiken zwischen Wissenschaft und kultureller Praxis in Frage stellen. Folgende Themen werden in der Fortbildung angesprochen und diskutiert: 

| Kolonialgeschichte und Erinnerungskultur zwischen Ghana und Deutschland (inkl. Exkursionen zu Sklavenburgen und Museen in Ghana) 

| Deutsche Auswärtige Kulturpolitik im Hinblick auf koloniales Erbe Restitution von Kulturgütern 

| Feministische Ansätze in Erinnerungskultur und Kulturpolitik 

| Dekoloniale internationale Kulturbeziehungen Kulturelle Vermittlung kolonialer Objekte und Architektur mit Augmented Reality (AR) | 

| Kolonialer Blick und transkulturelle Produktion und Kooperation 




partner universities

Supported by the DAAD with funds from the Federal Foreign Office.

Funded by the DAAD with funds of the German Federal Foreign Office.
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