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20.10.2016

Sozial engagierte Kunst im Fokus eines Symposiums an der ZU

In Kooperation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein veranstaltet das artsprogram der ZU am Freitag, 28., und Samstag, 29. Oktober, ein internationales Symposium zu sozial engagierter Kunst. Experten aus unterschiedlichen Disziplinen beschäftigen sich dabei mit der Entstehung des Begriffes der „Sozialen Plastik“ von Joseph Beuys und seiner Weiterentwicklung im internationalen Diskurs. Beginn ist am Freitag, 28. Oktober, um 16 Uhr auf dem ZF Campus der ZU im Fallenbrunnen. Eingeladen sind alle Interessierten.

Bildet den Ausgangspunkt des Symposiums zu sozial engagierter Kunst an der ZU: Das „Archiv für Soziale Plastik“ in einem der Zwischenräume im ZF Campus der ZU. (Foto: Jean-Marc Delettre)


Aktivistische und sozial engagierte Kunst war vor einigen Jahren noch ein eher randständiges Phänomen. Heute ist künstlerischer Aktivismus aus sozialen Bewegungen, politischen Netzwerken und auch dem Kunstfeld selbst kaum mehr wegzudenken. Das Symposium „From Social Sculpture to Art Related Action“ befasst sich deshalb mit der Geschichte sozial engagierter Kunst. Es fragt danach, was sich seit der Entwicklung des Begriffes der „Sozialen Plastik“ von Joseph Beuys in den 1970er-Jahren gewandelt hat und wie das Konzept im internationalen Kontext diskutiert und weiterentwickelt wurde.


Ausgangspunkt des Symposiums ist das seit 2015 an der ZU angesiedelte „Archiv für Soziale Plastik“, in dem der Verleger und Kunstvermittler Rainer Rappmann Materialien zusammengefasst hat, die jene Diskurse aus den 1970er-Jahren dokumentieren, als sich in Achberg im Allgäu eine Gruppe von Sozialwissenschaftlern, Aktivisten, Lehrern, Designern und Künstlern (unter ihnen Joseph Beuys) versammelten und unter dem Begriff „Der Dritte Weg“ nach alternativen Gesellschaftsmodellen suchten. Renommierte Akteure und Kenner sozial engagierter Kunst aus Europa und Amerika werden diese Ansätze aus heutiger Sicht beleuchten.


Zu den Teilnehmern des zweitägigen Symposiums gehören Cara Jordan, Kunsthistorikerin, Autorin und Dozentin, Grant Kester, Professor für Kunstgeschichte an der University of California, San Diego, der britische Künstler und ZU-Dozent Andrew McNiven, Christiane Meyer-Stoll, Kuratorin am Kunstmuseum Liechtenstein, Rainer Rappmann, Publizist und Gründer des FIU-Verlages, John Roberts, Professor für Kunst und Ästhetik an der University of Wolverhampton, der deutsche Künstler Christof Salzmann, Ulrike Shepherd, Kuratorin am artsprogram, Johannes Stüttgen, Künstler, Autor und Gesellschafter der OMNIBUS für Direkte Demokratie gGmbH sowie Karen van den Berg, wissenschaftliche Leiterin des artsprogram und Professorin für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis an der ZU.


Gefördert wird das Symposium „From Social Sculpture to Art Related Action“ durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aus Mitteln des „Innovationsfonds Kunst 2015“.


Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt – die Beiträge werden simultan übersetzt. Anmeldungen dafür werden entgegengenommen unter zu.de/veranstaltungen