ZU-Seniorprofessorin Eva Illouz erhält renommierten Aby Warburg-Preis

18.10.2024
Laudatorin Prof. Dr. Cornelia Zumbusch, Preisträgerin Eva Illouz und Senator Carsten Brosda (v.l.n.r.) bei der Preisübergabe des Aby Warburg-Preises in Hamburg.
Laudatorin Prof. Dr. Cornelia Zumbusch, Preisträgerin Eva Illouz und Senator Carsten Brosda (v.l.n.r.) bei der Preisübergabe des Aby Warburg-Preises in Hamburg.
Aby Warburg Preis der Stadt Hamburg. Die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz wird mit dem Aby Warburg Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet
© Marcelo Hernandez/ Behörde für Kultur und Medien

Der Aby Warburg-Preis wird alle vier Jahre vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. ZU-Seniorprofessorin Eva Illouz hat ihn in diesem Jahr erhalten.


Prof. Dr. Eva Illouz ist am 14. Oktober mit dem Aby Warburg-Preis der Hansestadt Hamburg für ihre soziologische Forschung zum Zusammenhang zwischen Politik und Emotionen ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle vier Jahre an herausragende Intellektuelle, wie zum Beispiel Claude Levi-Strauss (1996), verliehen.


Prof. Eva Illouz lebt und arbeitet in Frankreich und Israel und hat an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen eine Seniorprofessur für Theory of Emotions & Modernity inne. In einer Mitteilung der Stadt Hamburg zur Preisverleihung heißt es: Illouz zeigt, wie kollektive Emotionen und moderne Konsumkultur das soziale und politische Leben prägen. Illouz steht damit in der Tradition des Namensgebers des Preises, Aby Warburg, für den die Rolle von Gefühlen in visuellen Kulturen ein zentrales Forschungsthema war. Neben ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten bezieht Illouz immer wieder deutlich Position für das Existenzrecht Israels und gegen den weltweit aufkeimenden Antisemitismus.


„Sie beharrt darauf, dass die Ideen der Achtsamkeit, des Respekts und der Anerkennung uneingeschränkt gelten müssen und Solidarität sich erst dann vollständig entfaltet, wenn sie nicht nur der eigenen Gruppe, sondern auch anderen entgegengebracht wird“, sagte Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien, bei der Preisverleihung in Hamburg. „Sie verteidigt damit auch die Errungenschaften der Moderne, die uns derzeit zwischen den Fingern zu zerrinnen drohen.“


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