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BürgerUniversität mit Hirnforscher Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer

„Neuroökonomie: Gehirnforschung, Bewerten und Entscheiden“ lautete Spitzers Thema. Was sich zunächst wissenschaftlich-spröde lesen mochte, entpuppte sich jedoch als eine spannende und hochunterhaltsame Reise in die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Hirnforschung sowie deren Bedeutung für jedermann. Der Ansturm von Zuhörern, vor allem Häflern, war dabei so groß, dass die Veranstaltung im GZH kurzfristig vom Theodor-Kober- in den Hugo-Eckener-Saal verlegt werden musste. Als „eine Marke der geistreichen Übersetzung“ kündigte ZU-Präsident Professor Stephan A. Jansen Spitzer an – und der blieb diesem Ruf treu: wissenschaftlich fundiert, verblüffend, pointenreich und mit der Gabe der magischen Vereinfachung. „Gehirnforschung ist die beste Selbsterkenntnis“, sagte Spitzer. Und gerade seit Beginn der 90er Jahre sind die Erkenntnisse enorm gewachsen. So können Hirnforscher heute Probanden zusehen, was exakt in ihrem Gehirn geschieht, wenn sie beispielsweise aus einer Gruppe ausgeschlossen werden. Dann nämlich reagiert ihr Gehirn genau an der Stelle, an der es auch bei körperlichem Schmerz reagiert – „Ausgestoßensein, Einsamkeit tut weh!“. Sie können ihnen aber auch beim Einkaufen zuschauen oder beim Aktienhandel mit oftmals überraschenden Erkenntnissen. So zeigte sich beispielsweise bei dem Börsenbroker: „Sein Gehirn war besser als er selbst.“ Oder bei potentiellen Autokäufern, dass sie - mit vielen Varianten konfrontiert - zunächst überfordert waren. „Wenn Sie eine komplizierte Entscheidung zu treffen haben: bloß nicht nachdenken“, riet Spitzer, hingegen „eine Nacht über ein Problem zu schlafen ist genial. Das Gehirn döst nachts nicht, es hat am nächsten Morgen die Lösung parat.“ Aber es sei schlicht „für Fakten nicht gebaut“.

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