Rückblick Dreiländertagung 2026 an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen

Vom 17. bis 19. Juni 2026 fand auf dem ZF Campus der Zeppelin Universität Friedrichshafen die diesjährige Dreiländertagung statt: die gemeinsame Tagung der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW/ASSP). Unter dem Titel „Europas Zukunft – Zukunft Europa. Innere Spannungen und äußere Herausforderungen“ kamen drei Tage lang Politikwissenschaftler:innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen, um über die Zukunft Europas zu diskutieren.

Den Auftakt bildete am Mittwochnachmittag das Format „It's a Match!“, das einen informellen Austausch zwischen Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase und erfahrenen Kolleg:innen ermöglichte. An fünf Thementischen ging es unter anderem um Drittmittelstrategien, Orientierung auf dem akademischen Jobmarkt, Wissenschaftsfreiheit und Erfahrungen mit Angriffen auf die eigene Person, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Meet the Editors“ mit der Zeitschrift für Internationale Beziehungen.


Am Mittwochabend wurde die Tagung mit Grußworten von Prof. Dr. Simon Koschut als Tagungsleiter sowie von Vertreter:innen der DVPW, ÖGPW und SVPW/ASSP offiziell eröffnet. Im Zentrum der Eröffnungsveranstaltung stand die Keynote von Herfried Münkler (Humboldt-Universität zu Berlin) zum Thema „Europa in der geopolitischen Sandwichposition und was vonnöten ist, um aus ihr herauszukommen, moderiert von Prof. Dr. Simon Koschut. Im Anschluss lud ein Empfang zum Austausch ein.

Am Donnerstag und Freitag folgte ein umfangreiches Panelprogramm mit weit über 60 Panels zu einer großen thematischen Bandbreite. Schwerpunkt lagen unter anderem auf:

  • Europäische Integration und EU-Politik: von Kapazitätsaufbau und Spending-Governance über EU-Umwelt und Sozialpolitik
  • Demokratie unter Druck: Democratic Backsliding, Verteidigung der Demokratie, Rechtsextremismus und Wissenschaft, sowie die Ländermonitore zur Demokratieforschung in den deutschen Bundesländern
  • Migration und Gesellschaft: Perspektiven auf Immigration, Inklusion und Exklusion sowie digitale Migrationsgovernance
  • Klima- und Energiepolitik: unter anderem Wärmewende, Energiegerechtigkeit und die politische Ökonomie der Energiewende
  • Wahlverhalten und Parteienforschung: von Wahlsystemen über Parteiorganisation bis zu Populismusforschung
  • Internationale Beziehungen und Außenpolitik mit Panels zu Russland, den USA, geoökonomischen Verschiebungen und internationalen Organisationen


Ergänzt wurde das Programm durch Formate zur Politikdidaktik und politischen Bildung sowie durch mehrere Panels zu Gesetzgebungsprozessen oder subnationalen Wahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Am Donnerstagabend diskutierten Vertreter:innen der drei Fachvereinigungen: Thomas Widmer (SVPW/ASSP), Harald Edinger (ÖGPW) und Janne Mende (DVPW), unter der Moderation von Prof. Dr. Simon Koschut über die Rolle der Politikwissenschaft und ihrer Fachvereinigungen in einem sich wandelnden Europa. Im Anschluss an die Diskussion klang der Abend ab 20:30 Uhr bei der Dreiländertagungs-Party auf dem Campus aus.

Dreiländertagung Foto
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Fotos: Yasemin Stromberger
Zeit, um zu entscheiden

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