In der neuesten Ausgabe von "Personal in Hochschule und Wissenschaft Entwickeln" teilte Dr. Maxim Egorov, Senior Research Fellow am LEIZ, seine Erkenntnisse zur Führungskräfteentwicklung in einem Interview mit PD Dr. Kristin Knipfer, Geschäftsführerin des TUM Institute for LifeLong Learning.
Dr. Egorov sprach über seine persönliche Faszination für Führungskräfteentwicklung und die ähnlichen Herausforderungen, denen sich Führungskräfte in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft stellen müssen. Er betonte die entscheidende Rolle der Organisationskultur in Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen und hob hervor, dass diesem Bereich dringend mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.
"Die Führungskräfteentwicklung hat mich schon immer fasziniert," erklärte Dr. Egorov. "Mein Interesse rührt von einer grundlegenden Neugier auf menschliches Verhalten her, die mich dazu brachte, Psychologie zu studieren und mich später auf Führungskräfteentwicklung zu spezialisieren. Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass effektive Führung über technische Fähigkeiten hinausgeht. Es geht darum, das 'Wie' und 'Warum' hinter Handlungen und Entscheidungen zu verstehen."
Im Interview identifizierte Dr. Egorov drei zentrale Herausforderungen, die sowohl die wissenschaftliche als auch die geschäftliche Führung betreffen:
Dr. Egorov wies auch auf die erheblichen Defizite in der Führung in wissenschaftlichen Organisationen hin, bei denen bis zu 30% der Mitarbeiter unethisches und ausbeuterisches Verhalten ihrer Führungskräfte melden. Er forderte ein Engagement für umfassende Aktivitäten zur Führungskräfteentwicklung, um Führungskräfte auf die komplexen Anforderungen ihrer Rollen vorzubereiten.
Als Co-Herausgeber der neuen Ausgabe der Zeitschrift lädt Dr. Egorov die Leser ein, verschiedene Artikel zu kritischen Themen in den Bereichen Führung und Organisationskultur zu erkunden.