Unter dem Motto “A Global Human Community with a Shared Future and the Asian Renaissance” fand das erste International Confucianism and Entrepreneurship Forum statt. In Kuala Lumpur kamen vom 12. bis 15. Dezember 2024 dafür über 500 Wissenschaftler und Unternehmer aus China, Japan, Korea, Malaysia, Singapur, Indonesien, Kanada und Uzbekisten zusammen. Im Zentrum standen Diskussionen zu konfuzianischen Geschäftspraktiken und deren Beitrag zur globalen Debatte des nachhaltigen Wirtschaftens.
Als Keynote Speaker wurde Herr Dr. Matthias Niedenführ eingeladen und repräsentierte das LEIZ vor Ort. Auf der hochrangigen Konferenz berichtete Dr. Niedenführ zu “Relational and transactional rationalities in Chinese business culture and practice“. Als einziger europäischer Teilnehmer stoß der Beitrag auf breites Interesse der dortigen chinesisch-sprachigen nationalen Tageszeitungen, in denen Dr. Niedenführ und das LEIZ mehrfache Nennung fanden.
Durch Malaysias heutige Diversität und Toleranz bietet das Land spannende Einblicke hinsichtlich der transkulturellen Kooperation in Politik, Gesellschaft und Unternehmen. In den Bemühungen um mehr Akzeptanz und Diversität im Land, setzte sich auch der damalige Lehrer Dr. Lim Lian Geok ein. Im jungen Malaysien engagierte Goek sich um 1950 für chinesische Zuwanderer, die damals fast die Hälfte, der malaysischen Bevölkerung darstellten. Seine Bemühungen um den Erhalt der konfuzianischen Kultur und Muttersprache stießen auf staatlichen Widerstand, doch bleibt er ein Sinnbild für die Wahrung kultureller Vielfalt. Als Hommage an seinen Einsatz wurde Dr. Goek die internationale Konferenz in Malaysia gewidmet.
Im Rahmen der Konferenz konnten zahlreiche interessante Gespräche mit Wissenschaftlern und Unternehmensverbänden, insbesondere aus China und Malaysia, geführt werden. Das Ziel, Kooperationspotentiale für die ZU und das LEIZ auszuloten, wurde in diesen ersten Gesprächen verfolgt.
