Das IoT Sustainability Lab, eine grenzüberschreitende Forschungskooperation, initiiert vom Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee, setzt sich für eine nachhaltige Digitalisierung in der Bodenseeregion ein. Ziel ist es, den Gebäudesektor durch den Einsatz von IoT-Systemen (Internet of Things) effizienter, umweltfreundlicher und nutzerorientierter zu gestalten. Dieses ambitionierte Projekt wird durch das Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein-Programm, die Europäische Union sowie den Schweizer und Liechtensteiner Bund gefördert.
Das Forschungsprojekt vereint sieben Forschungspartner und 17 Praxispartner aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Die Leitung des Labs liegt bei der HTWG Hochschule Konstanz, während die Schnittstelle zu den Schweizer Partnern von der ZHAW Winterthur koordiniert wird. Zur Maximierung von Synergien ist das Lab eng mit zwei weiteren Initiativen vernetzt: dem Sustainable Mobility Lab der FH Vorarlberg und dem Circular Lab der Universität St. Gallen, die sich mit Mobilität und Kreislaufwirtschaft beschäftigen. An der Zeppelin Universität ist Nico Meier, akademischer Mitarbeiter am Leadership Excellence Institute Zeppelin für das IoT Sustainability Lab zuständig.
Im Fokus des Labs steht die wissenschaftliche Untersuchung von IoT-Systemen im Gebäudesektor. Die Forschung zielt darauf ab, nachhaltige Lösungen für Gebäudeversorgungssysteme wie Heizungs-, Strom- oder Abfallmanagement zu entwickeln. Dabei werden ökologische (CO₂-Reduktion), ökonomische (Kostenersparnis) und soziale (Nutzerfreundlichkeit) Aspekte berücksichtigt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Tools zur Lebenszyklusanalyse, nachhaltigen Geschäftsmodellen und Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger. Die Ergebnisse des Labs sollen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch praxisnah in Unternehmen und öffentliche Institutionen transferiert werden.
Bereits in der ersten Projektphase konnten wichtige Grundlagen gelegt werden: Fachpublikationen wurden veröffentlicht, erste Prototypen für IoT-Technologien entwickelt und Synergien zwischen den beteiligten Partnern realisiert. Darüber hinaus wurde durch Sensibilisierungsmaßnahmen der gesellschaftliche Nutzen der Lab-Arbeit hervorgehoben. Zukünftige Schritte umfassen die kontinuierliche Weiterentwicklung und Veröffentlichung neuer Erkenntnisse sowie die aktive Zusammenarbeit mit Praxispartnern.
Das IoT Sustainability Lab ist ein wegweisendes Beispiel dafür, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Mit seinen interdisziplinären Ansätzen und der breiten Unterstützung durch Forschung, Wirtschaft und Politik leistet es einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in der Bodenseeregion. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Labs.
