Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen in Wien zum Auftakt einer Arbeitsgruppe zu gemeinsamer Wertschöpfung und sozialer Innovation zusammen. Die Initiative ist Teil der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (United Nations Industrial Development Organization, UNIDO) und zielt darauf ab, die Rolle von Unternehmen bei der Bekämpfung sozialer Ungleichheiten und der Förderung des Wohlstands, insbesondere in Entwicklungsländern, neu zu definieren.
Wollen neue Standards setzen für die Rolle von Unternehmen bei der Bekämpfung sozialer Ungleichheiten und der Förderung des Wohlstands: die UNIDO-Arbeitsgruppe zu gemeinsamer Wertschöpfung und sozialer Innovation.
Zum Lenkungsausschuss gehören Professor Dr. Josef Wieland, Direktor des Leadership Excellence Institute Zeppelin | LEIZ, Professorin Dr. Ramona M. Kordesch, Vorständin der Allianz für Entwicklung und Klima in Österreich, Professor Dr. Marc Hübscher, Partner der Deloitte GmbH in Hamburg, und Gunther Beger, Managing Director bei der UNIDO in Wien. Als geladene Expertin nahm an der Eröffnungssitzung ZU-Professorin Florentina Paraschiv vom Lehrstuhl für Finance teil.
In Übereinstimmung mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung konzentriert sich die Arbeitsgruppe darauf, Standards für die gemeinsame Wertschöpfung zu schaffen, die entscheidend sind, um Beiträge von Unternehmen zur sozialen Gleichheit und zum Wohlstand zu messen. Derzeit zeigt sich die Wirkungsmessung ohne Standardisierung durch gemeinsame Normen weniger effektiv. Daher ist es dringend notwendig, bestehende Standards wie ESG (Environmental, Social, and Governance) und die EU-Taxonomie weiterzuentwickeln, die auch Prozesse, Governance und Indikatoren der Wertschöpfung einbeziehen sollten.
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein Rechnungssystem zu entwickeln, das auf wertschöpfungsorientierter Logik basiert und traditionelle wirkungsgetriebene Standards übertrifft. Dies stellt einen Wandel in der Professionalisierung und Bewertung der unternehmerischen sozialen Verantwortung dar, von dem alle Beteiligten in der Entwicklungszusammenarbeit profitieren. Das Treffen in Wien markierte den Beginn innovativer Forschung und Praxis in den Bereichen gemeinsame Wertschöpfung und soziale Innovation. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen die globalen Diskussionen über nachhaltige Entwicklung und unternehmerische Verantwortung maßgeblich beeinflussen. In diesem Sinne arbeiten die Beteiligten an neuen Maßstäben dafür, wie Unternehmen zum gesellschaftlichen Wohl und zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können.



