Mit einer deutlichen Mehrheit hat der Friedrichshafener Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 2. Mai, turnusmäßig die Finanzierung der ZU verlängert: Die ZU erhält eine unveränderte Grundförderung von 8,3 Millionen Euro für das Jahr 2024 sowie eine Restrukturierungshilfe von 3,5 Millionen Euro für das Jahr 2023. Des Weiteren hat der Gemeinderat die Absicht erklärt, die Grundförderung von 8,3 Millionen Euro jährlich für den Re-Akkreditierungszeitraum von 2024 bis in das Jahr 2029 aufrechtzuerhalten.
Die außerplanmäßige Unterstützung zur Restrukturierung in Höhe von 3,5 Millionen Euro wurde aus zwei Gründen erforderlich:
„Dank des Gemeinderatsbeschlusses zur Restrukturierungshilfe wird die Zeppelin Universität diese außergewöhnlichen Herausforderungen meistern“, sagte Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, Präsident der ZU, am Dienstag nach der Gemeinderatssitzung. „Wir sind dem Friedrichshafener Gemeinderat für die großzügige Unterstützung und das ausgesprochene Vertrauen sehr dankbar, sind uns aber auch der hohen Erwartungen bewusst, die mit diesem Beschluss verbunden sind. Wir werden unsere Hausaufgaben machen.“
Der Gemeinderat hat außerdem zugestimmt, dass die Trägerin der ZU, die ZU-Stiftung, die Betriebskosten der Zeppelin Universität ergebnisoffen in alle Richtungen auf den Prüfstand stellt. „Ein Vorgang, der in jedem Unternehmen regelmäßig zur Anwendung kommt“, wie Peter Gerstmann, Stiftungsratsvorsitzender der ZU-Stiftung und CEO des Zeppelin Konzerns, am Dienstag erläuterte. Dabei soll einerseits unter anderem geprüft werden, ob ein Verkauf eines Gebäudes und eine anschließende Miete, das sogenannte Sale-and-lease-back-Verfahren, zu einer stabilen Finanzierung beitragen kann.
Andererseits soll geprüft werden, ob strategische Partnerschaften dabei helfen können, die Positionierung der Zeppelin Universität im Segment der privaten Hochschulen weiter auszubauen. Partnerschaften geht die Zeppelin Universität seit ihrer Gründung im Jahr 2003 ein. „Die Marke Zeppelin Universität hat einen starken Wert: einen attraktiven Standort Friedrichshafen und eine erstklassige Lehre“, sagte Peter Gerstmann. „Ein möglicher Partner muss ganz klar zu dieser starken Marke passen.“
Zunächst müsse geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Suche nach einem oder mehreren Partnern stattfinden könnte und welche Anforderungen dieser oder diese Partner erfüllen müssten. Diese Voraussetzungen zu definieren, sei nun Teil des Prüfverfahrens.