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28.01.2021

Elfteilige virtuelle Ringvorlesung zum Thema „Apokalypse und Weltrettung“

Die ZU lädt alle Interessierten zur virtuellen Ringvorlesung zum Thema „Apokalypse und Weltrettung“ ein. In elf Veranstaltungen von Anfang Februar bis Ende April werden ZU-interne und externe Kunst-, Kultur-, Film- und Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler die historischen Vorläufer der gegenwärtigen apokalyptischen Szenarien seit der Johannesoffenbarung beleuchten und danach fragen, welche politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, Erkenntnisse, Erfahrungen und Bilder die Katastrophenprognostiken und Weltuntergangsfantasien hervorrufen.


Die Ringvorlesung steht in Zusammenhang mit einem aktuellen Projekt des artsprogram an der ZU, das seit Dezember vergangenen Jahres und bis kommenden Herbst 2021 ebenfalls unter dem Titel „Apokalypse und Weltrettung“ heutige Katastrophen- und Zukunftsängste und die verschiedenen auf sie reagierenden Weltverbesserungs- und -rettungsideen in der Sprache der Kunst behandelt. Die Ringvorlesung fasst die Ästhetiken von gegenwärtigen wie historischen Endzeitszenarien und Zukunftshorizonten ins Auge und behandelt künstlerische Katastrophenprognostiken und Weltrettungsutopien. Sie wird auch deutlich machen, dass Ängste vor einer nahenden Apokalypse alles andere als ein neues Phänomen sind.


Die Veranstaltungsreihe findet jeweils dienstags ab 19.15 Uhr statt und wird mit Online-Formaten beginnen und gegebenenfalls, sofern es die Corona-Lage zulässt, im Laufe des Frühjahrssemesters durch Präsenzveranstaltungen ersetzt. Initiiert und organisiert wird sie von Professor Dr. Jan Söffner, Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und -analyse, und Professorin Dr. Karen van den Berg, Inhaberin des Lehrstuhls für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis, die auch die beiden ersten Veranstaltungen bestreiten.


Das Programm im Einzelnen:


  • Dienstag, 2. Februar: „Apokalyptische Gewalt (Johannes, Dante)“ mit Prof. Dr. Jan Söffner
  • Dienstag, 9. Februar: „Traumgesichter der Apokalypse: Dürer, Leonardo und mögliche Weltenden“ mit Prof. Dr. Karen van den Berg
  • Dienstag, 16. Februar: „,Näher, mein Gott, zu dir‘ und andere (Welt-)Untergangsmusik“. Ein Vortrag mit Orgelmusik mit Dr. Joachim Landkammer, akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis, und Nikolai Geršak, Kantor und Organist der katholischen Kirche St. Nikolaus in Friedrichshafen
  • Dienstag, 23. Februar: „No Future is cancelled“ (Vortrag auf Englisch) mit dem österreichischen Künstler Oliver Ressler
  • Dienstag, 2. März: „,Man muss es nehmen wie ein Camping-Wochenende‘: Provisorien der Apokalypse, oder: Angst als praktisches Problem“ mit Prof. Dr. Maren Lehmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologische Theorie
  • Dienstag, 9. März: „Hollow Ocean: Eco-activism and Art“ (Vortrag auf Englisch) mit der türkisch-amerikanischen Architektin, Künstlerin und Professorin an der University of California in San Diego Prof. Pinar Yoldas
  • Dienstag, 16. März: „Responding to a Planetary Emergency“ (Vortrag auf Englisch) mit dem britischen Architekten Michael Pawlyn
  • Dienstag, 23. März: „Apocalypse and control“ (Vortrag auf Englisch) mit dem französischen Philosophen und Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Pierre Cassou-Noguès
  • Dienstag, 13. April: „Der Wert der Apokalypse: Ausblicke aus dem Hotel Abgrund“ mit dem akademischen Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis Dr. Philipp Kleinmichel
  • Dienstag, 20. April: „Apokalypse als Weltrettung oder Weltrettung als Apokalypse? Der Erste Weltkrieg, von Italien aus gesehen“ mit der akademischen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kulturtheorie und -analyse Dr. des. Esther Schomacher
  • Dienstag, 27. April: „Apokalypse und Anthropozän: Überlegungen zur Weltwahrnehmung in Lars von Triers ,Melancholia‘“ mit der Literaturwissenschaftlerin und Romanistin an der Universität Bielefeld Prof. Dr. Kirsten Kramer


Weitere Informationen und der jeweilige Link zum Zugang zu den Veranstaltungen finden sich unter zu.de/veranstaltungen