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10.10.2019

Lernexpedition führt eMA FESH-Studierende nach Südafrika und Namibia

Die aktuellen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Südafrika und Namibia haben Studierende des Friedrichshafener Instituts für Familienunternehmen (FIF) der ZU unmittelbar erlebt. Zwei Wochen lang waren die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs für Familienunternehmertum (eMA FESH), allesamt Nachfolger, Gesellschafter oder Führungskräfte von Familienunternehmen, in den beiden Ländern unterwegs. Die Lernexpedition führte sie nach Johannesburg, Kapstadt, Franschhoek, Walvis Bay, Swakopmund, Windhuk und Omaruru.

Die ZU-Studierenden im berufsbegleitenden Masterstudiengang für Familienunternehmertum in Johannesburg gemeinsam mit Swati Dlamini Mandela (6. v. r.).


„Wesentliches Element der Lernexpedition ist die Vertiefung der vermittelten theoretischen Konzepte durch eine intensive Beschäftigung mit und Reflexion von unterschiedlichen Facetten unternehmerischen Handelns in heterogenen Kontexten, um über die Differenzerfahrung zu Deutschland wichtige Impulse für die Entwicklung des eigenen Familienunternehmens zu bekommen“, berichtet Prof. Dr. Reinhard Prügl, Wissenschaftlicher Leiter des FIF, über das Ziel der internationalen Lernexpedition. „Dies ist eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale dieses einzigartigen Formats und unterstützt die konsequente Umsetzung des Ziels der Verknüpfung von Theorie und Anwendung. Darüber hinaus konnten Marktchancen vor Ort eruiert und zahlreiche tragfähige Kontakte zu Unternehmerpersönlichkeiten in Südafrika und Namibia geknüpft werden.“


Das von Prügl, FIF-Institutsmanagerin Dr. Ursula Koners und FIF-Doktorandin Dinah Spitzley sowie den eMA FESH-Studierenden konzipierte Programm war ebenso umfangreich wie vielfältig. Zu den Höhepunkten gehörten gleich zum Auftakt im Johannesburger Country Club eine von der Beratungsfirma Africa Advisors organisierte Begegnung mit Vertretern von in Südafrika tätigen Unternehmen und Organisationen wie dem Goethe-Institut und dem Beratungsunternehmen KPMG sowie mit Swati Dlamini Mandela, der Enkelin von Nelson Mandela. In Kapstadt ging es unter anderem in die Young Bafana Soccer Academy, die sich der ganzheitlichen Entwicklung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus Townships durch Fußball- und Bildungsprogramme verschrieben hat. In Windhuk führte das Programm die Teilnehmenden in die Deutsche Botschaft, und in Omaruru besuchten sie das von einer aus Lörrach stammenden Familie gegründete Familienunternehmen Omaruru Beverages, das mitten in der Wüste Limonaden und Mineralwasser fast ausschließlich mit Hilfe von Solarenergie produziert.


Der eMA FESH-Student Johann Harms resümiert die Reise: „Gerade die schwierigen politischen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Kulturkreise und die sich wieder vertiefenden Gräben zwischen Weißen und Farbigen haben diese Lernexpedition so unglaublich spannend gemacht. Dort werden Unternehmer mit Herausforderungen konfrontiert, die uns in Europa vollkommen fremd sind. Jedoch gab es genug Beispiele, die gezeigt haben, wie erfolgreiches, nachhaltiges und inklusives Unternehmertum in Afrika funktionieren kann.“