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10.05.2016

Methodenlabor und Medienlabor an der ZU offiziell eröffnet

Mit Ansprachen, Impulsvorträgen und Rundgängen sind das neue Methodenlabor und das neue Medienlabor an der ZU feierlich eröffnet worden. Der Aufbau der wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem ZF Campus der ZU im Fallenbrunnen stellt eine wichtige infrastrukturelle Ergänzung und Erweiterung für den Lehr- und Forschungsbetrieb an der ZU dar. Ermöglicht wurde das Methodenlabor durch die Unterstützung von Hewlett Packard Enterprise und HP Deutschland, die Ausstattung des Medienlabors verdankt sich den Förderungen von Schwäbisch Media und den Standorten der Bechtle GmbH & Co. KG in Friedrichshafen und Rottenburg.

Eröffnung des Methodenlabors und des Medienlabors an der Zeppelin Universität: Dr. Kilian Seng, Günther Frauenknecht, Prof. Dr. Udo Göttlich, Matthias Schmolz, Alexander Hofmann, Dr. Kurt Sabathil und Dr. Florian Bader (v.l.n.r.). (Foto: ZU/Maximilian Klein)


„Die rasant fortschreitende Digitalisierung hat tiefgreifende Auswirkungen – in allen Bereichen der Wirtschaft, in der Gesellschaft, in Medien und Kommunikation, in Politik und Verwaltung, in der Kultur. Diese Folgen verändern das öffentliche und private Leben und haben zudem großen Einfluss auf die Aufgabenstellungen von Universitäten in Forschung und Lehre. Mit dem Methodenlabor und dem Medienlabor stellen wir uns dieser Herausforderung in neuer und zeitgemäßer Weise“, erläuterte ZU-Kanzler Matthias Schmolz in seiner Begrüßungsrede.


Ziel des neu geschaffenen Methodenlabors ist es, Studierende mit IT-gestützten wissenschaftlichen Forschungsmethoden noch vertrauter zu machen. „Im Zentrum der künftigen Seminare stehen daher unter anderem die Arbeit mit Statistiksoftware und die Vermittlung von Programmierkenntnissen“, sagt Dr. Kilian Seng, Leiter des Methoden-Centers für Wirtschafts-, Kultur- und Sozialwissenschaften und Koordinator des Methodenlabors. Zur Ausstattung der neuen wissenschaftlichen Einrichtung gehören 41 vernetzte Arbeitsplätze, die Studierenden wie Wissenschaftlern zur Bearbeitung ihrer Forschungsvorhaben oder Geschäftsideen zur Verfügung stehen. „Darüber hinaus sind in engem Austausch mit Hewlett Packard auch inhaltliche und methodische Lehrveranstaltungen sowie Forschungsprojekte insbesondere in den Themenbereichen ,Big Data‘ oder ,Zukunft der Arbeitswelten‘ denkbar“, führt Seng aus.


Auch Heiko Meyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hewlett Packard Enterprise in Deutschland, freut sich auf die Zusammenarbeit mit der ZU: „Ich halte es für entscheidend, dass junge Menschen in Zeiten der Digitalisierung frühzeitig die Möglichkeit bekommen, sich mit umfangreichen Datenanalysen aller Art zu beschäftigen. Sehr gerne schaffen wir deshalb die technischen Voraussetzungen und sind überzeugt, mit unserer Förderung an der ZU genau am richtigen Ort zu sein.“


Das Medienlabor wiederum bietet den Studierenden noch mehr Möglichkeiten, „intensiver als bisher in den Seminaren den Umgang mit Bild-, Video- und Fernsehanalysen zu erlernen“, erklärt Professor Dr. Udo Göttlich, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Medien- und Kommunikationswissenschaft und Organisator des Medienlabors. Die neue wissenschaftliche Einrichtung besteht derzeit aus 14 Arbeitsplätzen, die mit iMACs und entsprechender Videoschnitt-, Bildbearbeitungs- und Datenanalysesoftware ausgestattet sind. Daher eignet es sich besonders für methodische Lehrveranstaltungen sowie audio-visuelle Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte von Studierenden wie Wissenschaftlern. „Außerdem können dort auch kleinere Studien, die sich mit Auftraggebern aus der Region ergeben, in einem professionellen Rahmen realisiert werden“, ergänzt Göttlich.


„Wir freuen uns, dass wir mit der Bereitstellung von Infrastruktur einen Beitrag zur einschlägigen Forschung und Lehre an der ZU leisten können und dass die Erlangung von Medienkompetenz, aber auch der Umgang mit modernen technischen Möglichkeiten zur Medienanalyse zum Rüstzeug der künftigen Absolventen gehören“, bemerkt Dr. Kurt Sabathil, Geschäftsführer von Schwäbisch Media. Günther Frauenknecht und Alexander Hofmann, Geschäftsführer der Standorte der Bechtle GmbH & Co. KG in Friedrichshafen und Rottenburg, fügen hinzu: „Die ZU ist eine ganz besondere Universität, die eine wichtige regionale und überregionale gesellschaftliche Rolle einnimmt. Wir von der Bechtle GmbH gehören seit Jahren zu den Dienstleistern der ZU, und es ist deshalb eine Ehrensache für uns, die IT-Ausstattung des neuen Campus im Fallenbrunnen zu unterstützen.“


Zum Eröffnungsprogramm gehörten auch zwei Impulsvorträge. Während der am Lehrstuhl für Allgemeine Medien- und Kommunikationswissenschaft arbeitende Wissenschaftler Dr. Martin R. Herbers über „Mediale Repräsentation von Migranten in der deutschen Fernsehcomedy“ sprach, referierte Dr. Florian Bader, akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, zum Thema „Politikbewertung in Onlinemedien“. Im Anschluss hatten die Besucher dann Gelegenheit, im Rahmen von Rundgängen das Methodenlabor und das Medienlabor näher kennenzulernen.