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02.03.2015

Ringvorlesung für Kunstinteressierte über „Werk, Subjekt und Masse“

Wie verhalten sich Autorschaft, Subjektivität und Vorgänge der massenhaften Verbreitung zueinander? Darum geht es in der neuen, zehnteiligen Veranstaltungsreihe „Welche Meisterschaft!? Werk, Subjekt und Masse“ an der Zeppelin Universität (ZU). In der am Dienstag, 3. Februar, startenden öffentlichen Ringvorlesung des Lehrstuhls für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis um Professorin Dr. Karen van den Berg in Zusammenarbeit mit dem artsprogram gehen Experten aus den Bereichen Kunst-, Musik-, Literatur- und Filmwissenschaft ausgehend von einzelnen Werken oder Werkgruppen auf diese Fragen ein.

Hintergrund der Ringvorlesung: Nie wurde der Kreativitätsbegriff so inflationär verwendet wie heute. Von kreativen Städten, kreativen Industrien, kreativen Klassen und einem allgegenwärtigen Kreativ-Imperativ ist die Rede. Immer mehr Diagnosen besagen, dass wir in einem Zeitalter beinahe zwanghafter Massenkreativität leben. Ein solches Selbstverständnis zieht auch eine andere Perspektive auf die Kunstgeschichte nach sich, denn damit verschiebt sich die Bedeutung, die einzelnen Werken und ihren Schöpfern beigemessen wird. Längst sind Begriffe wie „Meisterschaft“, „Schöpfer“ und „Genie“ suspekt geworden.

Gerade im Zeitalter der behaupteten Massenkreativität ist es deshalb wichtiger denn je, genauer zu analysieren, was Autorschaft bedeutet und welche Rolle bei der Entstehung von Kunst dem jeweiligen Entwurf von Subjektivität zukommt beziehungsweise wie sich Subjektivität durch künstlerische Praxis allererst konstituiert.

Im Rahmen der Ringvorlesung gehen Experten aus den Bereichen Kunst-, Musik-, Literatur- und Filmwissenschaft ausgehend von einzelnen Werken oder Werkgruppen auf diese Fragen ein. Bestritten werden die Veranstaltungen von ZU-Wissenschaftlern und externen Experten wie dem Kurator und Kunstpublizisten Raimar Stange, dem Kunsthistoriker Professor Dr. Gottfried Boehm und dem Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Komparatisten Raoul Schrott.

Die Termine:

  • Dienstag, 3. Februar: Prof. Dr. Karen van den Berg: einführende Sitzung
  • Dienstag, 10. Februar: Raoul Schrott: Gespräch mit Raoul Schrott
  • Dienstag, 24. Februar: Dr. Joachim Landkammer: „Die Komposition als ,Opfer der Persönlichkeit‘ − Atonale Musik ohne Autor?“
  • Dienstag, 3. März: Raimar Stange: „FANtastische Kunst?“
  • Dienstag, 17. März: Dr. Lutz-Henning Pietsch: „Die ,Marseillaise der expressionistischen Rebellion‘: Jakob van Hoddis’ Gedicht Weltende (1911)“
  • Dienstag, 24. März: Prof. Dr. Maren Lehmann: „Schöpferische Zerstörung“
  • Dienstag, 31. März: Prof. Dr. Gottfried Boehm: „Fragilität der Originale“
  • Dienstag, 14. April: Dr. Thorsten Philipp: „Nur Spiel, kein Ziel: Postmoderne Ästhetik der Oberfläche in Umberto Ecos ,Il nome della rosa‘“
  • Dienstag, 28. April: Prof. Dr. Stephan Schmidt-Wulffen: „,Jeder Künstler ist ein Mensch‘ | Martin Kippenberger gestaltet Martin Kippenberger“
  • Dienstag, 5. Mai: Prof. Dr. Karen van den Berg: abschließende Sitzung


Zeit: jeweils 19.30 bis 21 Uhr

Ort: ZU-SeeCampus, Seemooser Horn 20
Anmeldungen werden entgegengenommen unter zu.de/veranstaltungen

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