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Katya Sander

Was ist Kapitalismus? (2007) Katya Sander, Politics of Research, Flughafen Tempelhof und Zeppelin Universität


In den stark konzeptionell geprägten Arbeiten von Katya Sander (geb. 1970) geht es oft um den Zugang zu einem Thema. Es ist vor allem das von ihr geschaffene Setting, auf das es ankommt und das uns als Betrachter in ein spezifisches Verhältnis zu einem Thema setzt.


Was ist Kapitalismus?
In der in Tempelhof gezeigten Installation „Was ist Kapitalismus?“ wird ein Film zwischen zwei Spiegelflächen projiziert. Der Film zeigt die Künstlerin in einer unwirtlichen Weidelandschaft mit einem Mikrophon. Sie entfernt sich von der Kamera und stellt vereinzelnd am Horizont vorbeikommenden Spaziergängern die Frage, was Kapitalismus sei. Die Antworten fallen denkbar verschieden und unerwartet aus. Die Einbettung des rückwärtig projizierten Filmes in die Spiegel setzt den Horizont der Landschaft ins Unendliche fort und nimmt in diese Illusion von Unendlichkeit auch den Besucher mit hinein.


Politics of Research (2007)
Ein Ausstellungsprojekt, kuratiert von Karen van den Berg und Thomas Locher

In einem temporär eingerichteten Ausstellungs- und Projektraum der Zeppelin Universität direkt im Flughafenfoyer Berlin Tempelhof zeigt die Ausstellungsreihe „Politics of Research“ Arbeiten von Künstlern und Künstlergruppen, die sich mit zeitgenössischen politischen Handlungsformen und den Ausprägungen politischer Institutionen auseinandersetzen: Ein Film über den Staatsbesuch von George Bush in Deutschland mit seiner Landung in Berlin (Korpys/Löffler), Bildtafeln der Human Rights (Thomas Locher), Passantenbefragungen zum Thema Kapitalismus (Katya Sander) und eine Recherche zu Verstrickungen von Politik und Architektur (Ines Schaber); in vier aufeinander folgenden Ausstellungen werden Bilder und Filme zu sehen sein, die ganz spezifische politische Fragen entwerfen.