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Oliver Ressler

Live Despite Capitalism (2008), Installationsansicht


Oliver Ressler (geb.1970, lebt und arbeitet in Wien) verbindet in seinen Arbeiten künstlerische wie auch aktivistische Belange und Methoden. Dabei bedient er sich einer Reihe von Medien um Diskussionen über umstrittene gesellschaftliche und politische Fragen anzuregen, wie soziale Ungerechtigkeit und staatliche Bevormundung, Rassismus, Migration, Gentechnik und Wirtschaftspolitik. Zu seinen bedeutendsten Projekten gehören das öffentliche Interventions- und Videoprojekt "Dienstleistung: Fluchthilfe“ (2001, mit Martin Krenn), das sich mit den Haltungen der Öffentlichkeit zur Migration über die östlichen Grenzen der EU beschäftigt und sein laufendes Projekt „Alternative Economics, Alternative Societies“ (2003 – 2008), eine Präsentation von Materialien und Interviews, die auf Alternativen zu kapitalistischen Herrschaftssystemen abzielen.


Oliver Ressler entwickelte aus seinem Projekt „Alternative Economics, Alternative Societies“ für die Zeppelin Universität die Installation „Live Despite Capitalism“, eine Arena zu gesellschaftlichen Utopien. Aus Plakatwänden, Videoarbeiten und einem Handapparat lässt Ressler einen Diskursraum entstehen. Die Billboards mit ihren plakativen Schriftsätzen aus Zitaten aus der Anti-Globalisierungsbewegung, welche dominante Machtverhältnisse in Frage stellen und auf Alternativen verweisen. Diesen utopischen Aufrufen werden die beiden Videoarbeiten „WHAT WOULD IT MEAN TO WIN?“ (von Zanny Begg & Oliver Ressler, 2008), gefilmt während der Blockaden des G8-Gipfels in Heiligendamm in Deutschland 2007 und „5 FABRIKEN – ARBEITERKONTROLLE VENEZUELA“ (von Dario Azzellini & Oliver Ressler, 2006), ein Film über Mit- und Selbstverwaltung in Venezuela, differenzierend gegenübergestellt. Die „Bibliothek“, ein themenspezifischer Handapparat, lädt zur vertiefenden Auseinandersetzung ein.


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