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Harald F. Müller

BEL AMI (2001) Harald F. Müller, Zeppelin Universität


Harald F. Müller (*1950 in Karlsruhe, lebt in Öhningen) wurde ebenso durch seine irritierenden Fotografien, wie durch seine Kooperationen mit dem international renommierten Schweizer Architektenduo Gigon & Guyer bekannt, in welchen er durch die farbliche Gestaltung formale und funktionale Eigenschaften der Gebäude hervorhebt. So zeigen das Bahnstellwerk in Zürich, ein Bau der Universität Karlsruhe und eine Haltestelle im Singener Industriegebiet seine satten, kontrastreichen Farbgefüge. Wie in seinen Fotografien arbeitet Harald F. Müller auch in seinen Schriftskulpturen mit dem Blow Up, einem Gestaltungsprinzip, welches in der Pop Art bevorzugt verwendet wurde - dem Vergrößern von Objekten der alltäglichen Konsum- und Massenkultur. 





BEL AMI


Der Schriftzug BEL AMI, der aus massiven Holz gefertigt, in leuchtendem Orange den Besucher begrüßt, geht auf den gleichnamigen Roman von Guy de Maupassant zurück, der in den deutschen Übersetzungen auch als „Der schöne Freund“ erschien und in Deutschland mehrfach verfilmt und als Schlager populär wurde. Eine grell-orange gestrichene Wandfläche bildet den Hintergrund für die sechs aus Lindenholz gefertigten Buchstaben. Die Großbuchstaben sind im Abstand zur Wandfläche montiert und schweben vor ihr, so dass die plastische Wirkung der Arbeit, unterstützt durch die raue Oberfläche des Lindenholzes, deutlich hervortritt. In der Gegenwärtigkeit ihrer Signalfarbe, ihrer selbstbewussten Modernität im Zuschnitt der Buchstaben und in der offensichtlichen Gemachtheit der Holzlettern ist die Skulptur einerseits ein optimistisches Bekenntnis, in welchem jedoch zugleich die beißende Ironie des Romans mitschwingt.





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