Auf dieser Seite
Fragen?
Ihre Frage:
 

Nicolas Kerksieck

Workshop zur bewussten Ressourcenverschwendung (2008) Nicolas Kerksieck & Pinar Mayaoglu, Zeppelin Universität


Im australischen Outback, bei 40 Grad Hitze und in staubtrockener Erde, ließen Nicolas Kerksieck und Pinar Mayaoglu in ihrer Aktion „Mutter Erde als Behälter“ ihren Müll in der Erde „verschwinden“. Die Tiefe des Lochs, das gegraben wurde, um den Verpackungsmüll des Konsums einer Woche aufzunehmen, vermittelte ihnen einen plastischen Eindruck vom Ausmaß der eigenen Konsumfreuden. Auch in Kerksiecks’ letzter Aktion ging es darum sich mit dem Verhältnis aus eigenem Handeln und ökologischen Bedingungen zu konfrontieren. In seiner „Warmwasserprozession“ (2009) ließ er für 10 Tage in einer ländlichen Gemeinde am Bodensee einen absurden Energiekreislauf entstehen, in dem er über den gesamten Zeitraum ca. 800 Liter Bodenseewasser zu Fuß auf den Dorfberg brachte, um sie dort in zwei Generator betriebenen Wasserkochern zu erwärmen und anschließend auf dem selben Weg wieder dem See zurückzugeben. Über die zeitliche Dimension wurde ein Verhältnis zwischen körperlich-mechanischer und elektrischer Arbeit aufgestellt. 





Workshop zur bewussten Ressourcenverschwendung (2008) 

Für die „International Week“ an der Zeppelin Universität konzipierte Nikolas Kerksieck den „Workshop zur bewussten Ressourcenverschwendung“ (2008). Gleichzeitig zu dieser Einführung in Strategien zeitgenössischer Aktionskunst mit thematischem Bezug zur Klimaveränderung, wurde über eine Ausstellung von Kerksiecks’ Videoarbeiten, Zeichnungen und Aktionsrelikten, Bezug zu seinen früheren Aktionen hergestellt. Im Workshop wurden mit den teilnehmenden Studierenden eigene und/oder gesellschaftliche Energie konsumierende Handlungen analysiert, Konzepte und Aktionen zur bewussten Energie- und Ressourcenverschwendung erarbeitet und von den Teilnehmern in übersteigertem Maße am Ort ausgeführt. Die hochenergetischen Aktionen fanden im direkten Umfeld der Zeppelin Universität statt um anhand kontraproduktiver Ressourcennutzung die eigene Sensibilität in diesem Feld zu schärfen. 





Homepage des Künstlers