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Mark Formanek

Standard Time (Digitalfilm, 2007) Mark Formanek, Campus Fallenbrunnen


Auf der einen Seite arbeitet Mark Formanek mit dem Beiläufigen, scheinbar Wertlosen und Zufälligen, das beim ziellosen Herumstreunen aufgelesen und mit seltsam magischen, kaum rational vermittelbaren Bedeutungen aufgeladen wird. Auf der anderen Seite will er aber auch „nützlich“ sein: seine „Positiven Apparate für den privaten Haushalt“ liefern in per Knopfdruck abrufbarer Endlos-Tonschleife jene elementaren Emotionen, die (auch und gerade) der heutige Mensch braucht: Trost, Zärtlichkeit, Motivation, Romantik, Gesellschaft. 



Standard Time (Digitalfilm, 2007)

Insgesamt 70 Arbeiter fertigen synchron zur Echtzeit aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große fortlaufende digitale Zeitanzeige: 1611 Umbauten in 24 Stunden. Lückenlos aufgenommen auf Video entstand daraus ein 24-Stunden Film bzw. eine Uhr. Wer sich Standard Time ansieht, sieht eine Uhrzeit, aber auch Menschen, die diese Zeitanzeige bauen. Menschen, die mit beinahe stoischem Pflichtbewusstsein einer scheinbar sinnlosen Tätigkeit nachgehen, die jedoch eine Funktion erfüllt: Die Zeit zu zeigen. Beim Anspruch jede einzelne Minute zu bauen, bewegen sich die Arbeiter dabei ständig am Rand des Scheiterns. Es ist eine umständliche, altmodische und vor allem menschliche Herangehensweise, die beim Betrachten von Standard Time in den Vordergrund rückt.





Raum für Rückzug und Zärtlichkeit (2006)

Den „Raum für Rückzug und Zärtlichkeit“ (2006) an der Zeppelin Universität gilt es zunächst zu entdecken. Am Ende eines langen Ganges und zwischen verwechselbaren Bürotüren findet sich eine mit lackiertem Holz ausgeschlagene Kammer, die Raum für zwei bis drei Personen bietet und die mit mildem Licht und sanfter Musik intim umfängt.





Der SuperMOTIVATOR (2006)

Mark Formaneks’ Supermotivator aus der Werkserie „PosA – Positive Apparate für den privaten Haushalt“ ist eine nicht sicht-, sondern nur hörbare Installation auf dem Herren-WC. Eine sonore männliche Stimme spricht – mit großen Pausen – zum Besucher dieses an sich stillen Ortes. 



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