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02.05.2017

Einfachheit der Form – Komplexität der Erinnerung. Dani Karavans Gedenkort für Walter Benjamin in Portbou

Krieger

Über den Vortrag:
1994 realisierte der israelische Bildhauer Dani Karavan nach mehrjährigen politischen und finanziellen Komplikationen sein Denkmal für Walter Benjamin an dessen Todesort, der katalonischen Grenzstadt Portbou an der spanisch-französischen Grenze. Es besteht aus mehreren selbstständigen Elementen und hat den Charakter eines begehbaren Gedenkorts. Mit seinen abstrakten Formen und dem Verzicht auf konventionelle Symboliken ermöglicht es eine intensive leiblich-sinnliche Erfahrung. Darüber hinaus setzt es eine Reihe von visuellen und akustischen Assoziationen frei, die in ihrem Zusammenspiel eine hohe Erlebnisintensität bewirken.

Über die Vortragende:
Prof. Dr. Verena Krieger, Kunsthistorikerin, seit 2011 Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Jena. 2008–2011 Univ.-Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien. Zuvor Gast- und Vertretungsprofessuren in Stuttgart, Bern, Jena, München und Karlsruhe. Forschungsthemen: Ambiguität in der Kunst, Konzepte des Künstlers und der Kreativität, Kunst und Gesellschaft - Avantgarde und Politik, Künstlerische Formen der Erinnerungskultur, Genderkonstruktionen in Kunst und Kunsttheorie der frühen Neuzeit und Moderne. Jüngste Buchpublikation: "When exhibitions become politics". Geschichte und Strategien politischer Kunstausstellungen seit den 1960er Jahren (Hg. mit Elisabeth Fritz, mit eigenen Beiträgen), Köln/Weimar/Wien (Böhlau) 2017.

Alle weitere Termine der Ringvorlesung finden Sie unter zu.de/veranstaltungen