Gemeinsam mit Kollegen der Universität Speyer und der Technischen Universität Dresden kommentiert Prof. Eisenkopf im aktuellen Volume von Ecological Economics eine Studie zu den Kosten eines Tempolimits in Deutschland.
Die Studie wurde unter Leitung von Prof. Gössling an der Linnéuniversität in Växjö, Schweden erstellt und untersucht auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse (CBA) die wirtschaftlichen Kosten eines Tempolimits von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die gesellschaftlichen Vorteile der Maßnahme die gesellschaftlichen Kosten deutlich überwiegen, wodurch ein Wohlfahrtsgewinn von fast 1 Milliarde Euro jährlich erzielt wird.
In ihrem Kommentar weisen Prof. Eisenkopf und Kollegen auf mehrere schwerwiegende Mängel der Analyse hin, welche hauptsächlich durch die Missachtung grundlegender Prinzipien der wirtschaftlichen CBA sowie irreführende Ad-hoc-Annahmen verursacht werden. Sie kommen zu dem Schluss, dass die CBA weder geeignet noch ausreichend ist, um die wirtschaftliche Effizienz einer Tempolimit-Politik in Deutschland zu bewerten.
Im selben Volume kritisiert auch Prof. Sieg von der Universität Münster methodische und inhaltliche Aspekte der Arbeit von Gössling in einem eigenen Kommentar.