Anfang letzten Monats fand der Forschungsworkshop „Micro Foundations of Administrative Inequality: Connecting the Dots“ statt. Organisiert wurde er gemeinsam von Steffen Eckhard, Gabriella Lotta, Eva Thomann und Angel Miklashevsky. Zwei Tage lang diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa und Amerika, was administrative Ungleichheit bedeutet und weshalb sie relevant ist.
Ziel des Workshops war es, unterschiedliche Forschungsstränge zur Ungleichheit im öffentlichen Dienst miteinander zu verknüpfen, von Interaktionen an der Verwaltungsfront und diskriminierenden Praktiken bis hin zu strukturellen Verzerrungen und Fragen der Repräsentation.
Eröffnet wurde der Workshop mit einer Roundtable-Diskussion, gefolgt von zwei intensiven Tagen mit Fachvorträgen, Feedback-Sessions und lebendigen Diskussionen. Thematisch reichte das Spektrum von ethnischer Repräsentation und klassenbasierter Diskriminierung über geschlechtsspezifische Verzerrungen in der Verwaltungskommunikation bis hin zu den Auswirkungen von Korruption auf die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger.
Der Workshop bildete den Auftakt zu einer größeren Initiative mit dem Ziel, eine internationale Forschungsagenda zur administrativen Ungleichheit zu entwickeln. Diese soll Nachwuchs- und etablierte Forschende zusammenbringen, empirische und konzeptionelle Perspektiven verbinden und zentrale Fragen von Fairness, Legitimität und Demokratie in der öffentlichen Verwaltung in den Blick nehmen.
Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden und Vortragenden für ihre Beiträge sowie den Förderern des Workshops: dem DFG-Exzellenzcluster „The Politics of Inequality“ an der Universität Konstanz und dem ERC-Projekt „BiASD – Biases in Administrative Service Delivery“ an der Zeppelin Universität.