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Aktuelle Promotionsvorhaben

Marie Rosenkranz

Marie Rosenkranz - aktuelle Promotionsvorhaben

Portrait

Marie Rosenkranz studierte Kommunikation und Kulturmanagement an der Zeppelin Universität und Europawissenschaften an der Universität Maastricht. Ihre Masterarbeit widmete sie der Frage, wie sich KünstlerInnen an der Debatte über die Krise und Zukunft der Demokratie beteiligen. Nach ihrem Abschluss 2017 arbeitete sie für Polis180, einen Grassroots Thinktank für Außen- und Europapolitik, bei dem sie eine Kampagne zur Bundestagswahl leitete und den Programmbereich Kulturpolitik ins Leben rief. Seit März 2018 ist sie als Projektmanagerin beim European Democracy Lab tätig, wo sie unter anderem zum European Balcony Project beitrug, einer europaweiten Kunstperformance, bei der rund 200 Theater und Kulturinstitutionen die Europäische Republik ausriefen. Zu ihren Forschungsinteressen gehören künstlerischer Aktivismus, Bildpolitik, Demokratie- und Kunsttheorie.

Promotionsvorhaben

Künstlerische Strategien im Brexit

Seit einigen Jahren bemühen sich Künstler und Künstlerinnen  zunehmend, aktivistisch in politische Entwicklungen einzugreifen. Mit ihrem Promotionsvorhaben möchte Marie Rosenkranz näher beleuchten, mit welchen Mitteln, Konzepten und Strategien Künstler und Künstlerinnen in die Politik intervenieren, welche Rolle dabei Repräsentation und Partizipation spielen und welche gegen-hegemonialen Erzählungen und Identifikationsangebote sie insbesondere in Debatten um Heimat, Nation und Europa produzieren. Dabei widmet sich die Untersuchung gezielt dem Kontext des Brexitreferendums am 23. Juni 2016, in dem eine Vielzahl von künstlerischen (Re-)aktionen entstanden sind.


Für die Arbeit von Marie Rosenkranz sind folgende Fragen leitend: Wie reflektieren Künstler, Künstlerinnen und Kulturschaffende das Referendum und ihre eigene Rolle in dessen Ausgang? Wie verändern sich ihre Strategien und ihre künstlerische Praxis nach dem Referendum? Neben der Frage nach dem Brexit und seinen kulturellen Grundlagen als Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung interessiert die Frage nach der künstlerischen Praxis.


Um diese Fragestellungen zu beleuchten, werden bis zu zehn Fallstudien durchgeführt. Es werden diskurs- und bildanalytische Ansätze zusammengebracht, leitfadengestützte Interviews geführt und die Methode der teilnehmenden Beobachtung angewandt.