Am 16. Januar 2026 fand in Leipzig das vom EIJK und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig veranstaltete Symposium „Alte Medien, neue Medien und KI: Was heißt Medienbildung in der digitalisierten Gesellschaft?“ statt. Teil des Programms war ein Vortrag von Prof. Florian Muhle zum Thema „Alternative Medien – Mehr Meinungsvielfalt oder mehr Polarisierung?“. Nach einer Einführung in die Geschichte der alternativen Medien und der Begriffsklärung, wurden problematische Effekte (polarisierend) ebenso beleuchtet wie die unproblematischen (meinungserweiternd). Nicht zuletzt, so Florian Muhle weiter, können alternative Medien als eine Art ‚Immunsystem‘ verstanden werden, das auf Störungen des Mediensystems aufmerksam macht. Denn alternative Medien werden dann relevant, wenn es beispielsweise zu problematischen Diskursverengungen kommt. Deshalb sind alternative Medien nicht per se negativ zu bewerten. Sie müssen aber, so betonte Prof. Muhle, bestimmte Qualitätsansprüche erfüllen und pluralistisch gestaltet sein. Und die Mediennutzenden sollten in Zeiten der algorithmisch getriebenen Aufmerksamkeitsökonomie die nötigen Fähigkeiten entwickeln, um einordnen zu können, was informativ und was agitatorisch ist.
Neben einem ausführlichen Veranstaltungsbericht ist der Mitschnitt des Vortrags auf YouTube verfügbar.