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19.02.2016

Auszeichnung des CfM Lastenradprojekt Herne durch NRW Verkehrsminister Groschek

Wir sind dabei! 


Lastenfahrräder mit Elektroantrieb als alternatives Transportmittel im städtischen Wirtschaftsver-kehr – diese Idee hat die KlimaExpo.NRW überzeugt. Das Projekt der Zeppelin Universität unter wissenschaftlicher Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang H. Schulz, in Kooperation mit der Stadt Herne, den Stadtwerken Herne und der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft ZEG, ist der 139. von 1.000 Schritten, die die KlimaExpo.NRW bis 2020 in ihrer Leistungsschau der Weltöffentlichkeit präsentiert. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek übergab heute die offizielle Urkunde der KlimaExpo.NRW an die Zeppelin Universität. 


„Mobilität gestalten“ ist eine von vier Themenwelten der KlimaExpo.NRW. Heute nahm die landes-weite Initiative offiziell das Lastenfahrrad als qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW in die Leis-tungsschau auf. „Die Potenziale zu einer nachhaltigen Gestaltung der Mobilität in der Metropolregion Ruhr sind hoch. Die verdichteten Städteregionen an Rhein und Ruhr mit ihren vielen Menschen und kurzen Wegen bieten ein ideales Terrain für die Ausweitung von Radverkehr, Elektromobilität und öffentlichem Nahverkehr sowie für die Erprobung neuer Nutzungskonzepte“ sagt Minister Groschek im Rahmen der Urkundenübergabe.
„Das Projekt leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Steuerung nachhaltiger lokaler Infra-strukturen und zur Stärkung von Initiativen, die den Weg zu einer neuen klimaschonenden Innovations- und Lebenskultur in den Städten und Gemeinden des Ruhrgebietes aufzeigen. Das hat uns überzeugt das Projekt in unsere Leistungsschau aufzunehmen“, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.
Das Projekt trägt darüber hinaus zur Stärkung von Initiativen und Ansätzen bei, die sich mit der Um-setzung der Energiewende in der nachhaltigen Quartiersentwicklung der Region befassen. „Mit dem Projekt konnten wir eine neue Nutzergruppe ansprechen, die bis jetzt nicht im Focus der Radverkehrsförderung war“, Karlheinz Friedrichs, Baudezernent Stadt Herne. Das Projekt ging am 31.05.2015 im Rahmen des Herner Umwelttages unter dem Namen „HELFI - Herner Lastenfahrrad Innovation“ offiziell an den Start. NRW Umweltminister Johannes Remmel übergab damals die Schlüssel des E-Lastenrad-Prototyps an die Teilnehmer und läutete somit die Lastenradsaison „im Revier“ ein. Das Lastenrad war über den Zeitraum von sieben Monaten bis Ende 2015 im Einsatz. Blumen- und Medikamentenlieferungen, Kunden- und Baustellenbesuche wurden von den Unter-nehmern nun hauptsächlich mit dem Lastfahrrad getätigt. Nach Ende der Testphase zeigt sich jetzt, inwiefern die prognostizieren ökologischen und ökonomischen Potenziale realisierbar waren und ob sich das alternative Transportmittel im Wirtschaftsverkehr bewähren kann. Die Ergebnisse des Projektes werden im Mai 2016 nach Projektabschluss veröffentlicht. Die Zwischenbilanz der Nutzer ist jedoch bereits positiv. Auch wenn den Lastenrädern natürlich Grenzen gesetzt sind, ist ein wirtschaftlicher Einsatz laut Testnutzer Georg Wilk, Inhaber der Tischlerei Molzahn, durchaus möglich – vor allem im Aktionsradius von rund 5-6,5 Kilometern. Ein Leitfaden zum Lastenradeinsatz in urbanen Ballungsgebieten soll auch die übrigen Kommunen des Ruhrgebietes dazu animieren, die Energiewende voranzutreiben und sie dabei unterstützen, urbane Mobilität neu zu gestalten.

Über die KlimaExpo.NRW


Die KlimaExpo.NRW ist eine ressortübergreifende Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW soll das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich präsentieren. Sie ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022.