Am 14. Mai 2025 fand am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts Gaia-X 4 Advanced Mobility Services (AMS) statt. Gastgeber war das DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik, dem unser besonderer Dank für die Organisation gilt.
Das Projekt Gaia-X AMS war Teil der Initiative „Gaia-X 4 Future Mobility“ und untersuchte, wie sich Mobilitätsdienste mithilfe von föderierten Datenräumen datensouverän, interoperabel und wirtschaftlich tragfähig realisieren lassen. Ziel war es, technologische Konzepte mit Governance- und Geschäftsmodellansätzen zu verknüpfen und so eine fundierte Grundlage für die datenbasierte Mobilität der Zukunft zu schaffen.
Wissenschaftlicher Beitrag des CfM
Das Center for Mobility Studies (CfM) an der Zeppelin Universität war im Projektkonsortium unter anderem für die Entwicklung einer ökonomischen Systemarchitektur zuständig, die als Grundlage für die Gestaltung dezentraler Mobilitätsökosysteme dient. Darüber hinaus wurden Governance-Modelle zur Sicherstellung von Vertrauen und Souveränität im Datenaustausch sowie ein Framework zur Co-Evolution von Rollen- und Geschäftsmodellen entwickelt – gemeinsam mit dem Fraunhofer IPK.
Jens Gessler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CfM, präsentierte die zentralen Projektergebnisse und moderierte im Anschluss ein hochkarätig besetztes Diskussionspanel zum Thema „Betreibergesellschaften für Datenräume“. Auf dem Podium diskutierten:
Dr. Andreas Heindl (acatech, Projektleitung Mobility Data Space)
Rico Auerswald (Fraunhofer IVI)
Dr. Christoph Lange-Bever (Fraunhofer FIT / RWTH Aachen)

Zentrale Erkenntnisse und Ausblick
Die Projektarbeit zeigt deutlich: Die technologische Umsetzung von Mobilitätsdiensten in föderierten Datenräumen funktioniert – nun gilt es, diese Ansätze in den Realbetrieb zu überführen und skalierbar zu machen. Dabei rücken insbesondere folgende Herausforderungen in den Fokus:
Skalierung: Die technische Machbarkeit muss in großflächige, realwirtschaftliche Anwendungen überführt werden.
Community-Building: Gemeinsame Werte und klare Nutzenversprechen sind essenziell, um Netzwerkeffekte auszulösen.
Vereinfachung: Onboarding und Betrieb müssen auch für nicht-technische Akteure, wie KMU oder Kommunen, realisierbar sein.
Das CfM wird die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse nicht nur in die wissenschaftliche Lehre integrieren, sondern auch als Grundlage für vertiefende Forschungsfragen rund um digitale Governance, Plattformökonomie und Mobilitätsökosysteme nutzen.
Weiterführende Informationen
Mehr zum Projekt Gaia-X 4 Advanced Mobility Services finden Sie hier