DNUG 2026

Die Studie „Deutschlands nächste Unternehmergeneration“ ist ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt zu den Einstellungen, Werten und Zukunftsplänen der nachfolgenden Generation deutscher Unternehmerfamilien. Sie wird seit 2010 in regelmäßigen Abständen vom Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen | FIF in Kooperation mit der Stiftung Familienunternehmen durchgeführt.


Im Rahmen des langfristig angelegten Forschungsprojekts, das bereits Erhebungen in den Jahren 2010, 2012, 2015, 2017, 2020 und 2023 umfasste, findet in den Jahren 2025 / 2026 die siebte Befragung statt. Jede Erhebungswelle widmete sich den Werthaltungen und Einstellungen der nachfolgenden Unternehmergeneration sowie einem wechselnden Themenschwerpunkt. Die aktuelle Befragung richtet den Fokus auf die Einstellungen der Nachfolgegeneration zum Investitionsstandort Deutschland und Europa, sowie zur Rolle von Künstlicher Intelligenz.




Sind Sie Teil der nächsten Generation einer Unternehmerfamilie?


Dann laden wir Sie herzlich zur Teilnahme an der DNUG 2026 ein.


Die Befragung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der nächsten Generation deutscher Familienunternehmerinnen und Unternehmer im Alter von 16 bis 45 Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie bereits im Familienunternehmen aktiv sind oder Ihre zukünftige Rolle noch offen ist. Jede Perspektive zählt!


Gestalten Sie mit Ihrer Stimme das aktuelle Stimmungsbild der Nachfolgegeneration und deren Sicht auf den Investitionsstandort Deutschland und Europa sowie auf die Rolle von Künstlicher Intelligenz.


Die Ergebnisse der letzten Erhebung: DNUG 2023

Was sind die Kernerkenntnisse der DNUG 2023?


  • Next Gens sind verantwortungsvoll, bürgerlich und individuell – es zeigt sich ein hoher Grad an „klassischer“ familienunternehmerischer Prägung insbesondere im Hinblick auf Leistungsorientierung und unternehmerische Eigenverantwortung.


  • Eine hohe Zustimmung zu einer aktiven Rolle der Familie im Unternehmen werden bei den Optionen für den Generationswechsel sichtbar: Ein Verkauf des Unternehmens ist nicht sehr wahrscheinlich (23,2 %).


  • Die Rolle von Familienunternehmen für die ländlichen Regionen und die Bindungskraft derselben zeigt sich deutlich: Die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufs des Familienunternehmens ist für Next Gens, deren Unternehmen im ländlichen Raum verankert ist, wesentlich geringer als im städtischen Raum.


  • Die Next Gen ist politisch sehr interessiert, aber: Es besteht ein nur sehr geringes Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der politischen Parteien. Man mag hier gar von einer klassischen Parteienverdrossenheit sprechen. Einig ist sich die nächste Generation darin, dass den etablierten Parteien immer weniger Problemlösungskompetenz zugeschrieben werden kann.


  • Konsens besteht auch darin, dass die Politik die Anliegen von Familienunternehmen insgesamt zu wenig oder gar nicht wahrnimmt. Dies spiegelt sich auch im Institutionenvertrauen wider: Je näher an der Parteipolitik, desto geringer das Vertrauen der Next Gen.


  • Wichtig an dieser Stelle: Eine solche Parteienverdrossenheit der Next Gen übersetzt sich jedoch nicht in eine weiterreichende Politik- beziehungsweise Systemverdrossenheit. Insbesondere staatliche Institutionen und die Demokratie genießen ein hohes Ansehen.


  • Die Mehrheit der nächsten Unternehmergeneration sieht eine hohe Belastung durch die Erbschaftsteuer als zentrale Herausforderung für die Weiterführung des Familienunternehmens (75 %). Die Idee, dass Unternehmer/-innen mehr Steuern zahlen sollten, trifft auf die stärkste Ablehnung.


  • Die Next Gen fordert daher dringend Entlastungen bei der Erbschaftsteuer für Unternehmerfamilien. Die Dringlichkeit der Entlastung wird insbesondere in Zeiten der Transformation und den daraus resultierenden zusätzlichen Investitionsbedarfen besonders deutlich.


  • Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle für Next Gens: Rund 75 % priorisieren das Thema sehr stark. Eine markante Differenz zwischen den ebenso der Zuwanderung und Europa gegenüber positiv eingestellten jungen Unternehmerinnen und Unternehmer und der jungen Generation insgesamt liegt in der relativen Angst, die der Klimawandel bereitet.


  • Die Spaltung der Gesellschaft wird als größte Herausforderungen angesehen. Besonders wird die Gefahr von politischer Polarisierung und sozialer Spaltung der Gesellschaft betont, diese rangiert bei den Zukunftsängsten sogar noch vor dem Klimawandel.


  • Unternehmerisches Handeln in unterschiedlichen Rollen im Familienunternehmen (wie Geschäftsführung oder Gesellschafter) oder außerhalb (eigene Gründung) stellt den klar bevorzugten Weg der Next Gen dar – wenn die Elterngeneration dies auch zulässt.


  • Rund 70 % der Next Gen können sich eine operative Führungsrolle vorstellen. Aber auch alternative Rollen (z. B. Beirat, Family Office oder Netzwerkfunktion) der aktiven Mitgestaltung des Familienvermächtnisses sind für die Next Gen denkbar.


  • Die nachrückende Generation sieht für die Zukunft vor allem Handlungsbedarf im Bereich der Innovation, der Mitarbeiterbindung und der Nachhaltigkeit. Auch die Themen der Re-Organisation und Organisationsentwicklung werden von Next Gens hoch gewichtet.

Die Portraits

Darüber hinaus brachte die sechste Befragung im Jahr 2023 eine Besonderheit mit sich: Neben der quantitativen Erhebung wurden erstmals auch qualitative, semistrukturierte Interviews mit insgesamt zehn Vertreterinnen und Vertretern der nächsten Generation durchgeführt. Ziel war es, durch vertiefende Gespräche zum Schwerpunktthema Zukunftsbilder zusätzliche inhaltliche Tiefe zu gewinnen und die quantitativen Ergebnisse um qualitative Perspektiven zu ergänzen.


Die entstandenen Porträts ermöglichen einen detaillierten Einblick in die individuellen Einstellungen und Werthaltungen einzelner Nachfolgerinnen und Nachfolger aus unterschiedlichen Altersgruppen und Familienunternehmen. Sie veranschaulichen persönliche Sichtweisen und Denkweisen, die in rein quantitativen Analysen nicht in dieser Tiefe abgebildet werden können


Portrait No. 1 - Mark

18 - 25 Jahre, Next Gen (derzeit nicht im Unternehmen aktiv), 2. Generation, 8.500 - 8.999 Mitarbeitende

Portrait No. 2 - Tim

30-35 Jahre, Mitglied des Verwaltungsrates, 

4. Generation, 2.500 - 2.999 Mitarbeitende

Portrait No. 3 - Stefanie

30-35 Jahre, Beiratsvorsitzende, 

3. Generation, 500 - 999 Mitarbeitende

Portrait No. 4 - Alexander

20-25 Jahre, Vorstandsmitglied, 

4. Generation, 250 - 499 Mitarbeitende

Portrait No. 5 - Julia

30-35 Jahre, Abteilungsleitung, 

3. Generation, 500 - 999 Mitarbeitende

Portrait No. 6 - Robert

35-40 Jahre, Abteilungsleitung, 

3. Generation, 50 - 249 Mitarbeitende

Portrait No. 7 - Philipp

30-35 Jahre, Geschäftsführung, 

2. Generation, 10 - 49 Mitarbeitende

Portrait No. 8 - Max

30-35 Jahre, Geschäftsführung, 

2. Generation, 10 - 49 Mitarbeitende

Portrait No. 9 - Amelie

30-35 Jahre, Gesellschafterin & Asset Managerin, 

4. Generation, 50 - 249 Mitarbeitende

Portrait No. 10 - Mia

30-35 Jahre, Vorständin Sales & Marketing, 

2. Generation, 8.500 - 8.999 Mitarbeitende

Das Team hinter der Studie

Zeit, um zu entscheiden

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