Der Zusammenhang von Technik, Medien und Gesellschaft steht einmal mehr im Zentrum der sozial- und kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen und Fachdiskussionen. Neben digitalen Medien ist vermehrt von der digitalen Gesellschaft die Rede, die als Ergebnis einer digitalen Transformation begriffen wird. Entscheidende Impulse für eine Neu-Betrachtung dieses Zusammenhangs in der deutschen und internationalen Soziologie haben sich im letzten Jahrzehnt als Steigerung der Auseinandersetzung über die „Netzwerkgesellschaft“ ergeben, die im Unterschied zur aktuellen Auseinandersetzung überwiegend noch auf die frühen internetbasierten Kommunikationstechnologien bezogen war.
Udo Göttlich thematisiert in seinem Beitrag im Journal "Soziologische Revue" den Medienwandel aus einer technik- sowie fachhistorischen Perspektive und bietet resümierende wie prognostizierende Einblicke. Hierbei wird das Feld der Digitalisierungsforschung weitumgreifend ausgeleuchtet.