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Februar 2019

18 Mo
artsprogram
artsprogram Das artsprogram etabliert künstlerische Praxis als Bestandteil von Lehre und Forschung an der ZU. Es lädt Künstler, Studierende, Wissenschaftler und Gäste zu Begegnungen zwischen Gegenwartskunst und Wissenschaften ein.
19.15 – 20.45 Uhr
Friedrichshafen | ZF Campus, Black Box 1.09
Ringvorlesung | Prof Dr Jürgen Stöhr | Universität Konstanz
Befreiung vom Mythos des Freiheitskampfs - Anselm Kiefers Malerei zur Hermannsschlacht

Die Bildlandschaft, die Anselm Kiefer in seinem Historienbild »Varus« entfaltet, erfordert ein Eintreten in den Gründungsmythos der Hermannsschlacht. Im Gemälde stößt man auf eine detaillierte bildlogisch entfaltete Entwicklung des patriotisch-vaterländischen Freiheitsdenkens – aber auch auf die apokalyptischen Konsequenzen dieses deutschen Ur-Narrativs. In gewisser Weise werden die Betrachter/Innen aber auch aus der Umklammerung des Hermann-Mythos wieder befreit.

Über den Vortragenden:
Jürgen Stöhr (Prof. Dr.) lehrt Kunstwissenschaft an der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte und Theorie der modernen und zeitgenössischen Kunst. Er studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie an der Wilhelms Universität Münster und der Ruhruniversität Bochum und wurde 2008 mit der Schrift „Auch Theorien haben ihre Schicksale–Max Imdahl –Beat Wyss –Paul de Man –Eine Einfühlung in die Kunstgeschichtsschreibung der Moderne“ habilitiert. In seiner Forschung befasst er sich mit der Kunst der Moderne und der Gegenwart sowie mit kunsttheoretischen und ästhetischen Fragen.
 

Sprache
Deutsch
Veranstaltungsart
Öffentlich
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Befreiung vom Mythos des Freiheitskampfs - Anselm Kiefers Malerei zur Hermannsschlacht

event_location

Black Box 1.09

event_dates
Mo, 18.02.2019, 19:15 Uhr - 20:45 Uhr

Die Bildlandschaft, die Anselm Kiefer in seinem Historienbild »Varus« entfaltet, erfordert ein Eintreten in den Gründungsmythos der Hermannsschlacht. Im Gemälde stößt man auf eine detaillierte bildlogisch entfaltete Entwicklung des patriotisch-vaterländischen Freiheitsdenkens – aber auch auf die apokalyptischen Konsequenzen dieses deutschen Ur-Narrativs. In gewisser Weise werden die Betrachter/Innen aber auch aus der Umklammerung des Hermann-Mythos wieder befreit.

Über den Vortragenden:
Jürgen Stöhr (Prof. Dr.) lehrt Kunstwissenschaft an der Universität Konstanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte und Theorie der modernen und zeitgenössischen Kunst. Er studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie an der Wilhelms Universität Münster und der Ruhruniversität Bochum und wurde 2008 mit der Schrift „Auch Theorien haben ihre Schicksale–Max Imdahl –Beat Wyss –Paul de Man –Eine Einfühlung in die Kunstgeschichtsschreibung der Moderne“ habilitiert. In seiner Forschung befasst er sich mit der Kunst der Moderne und der Gegenwart sowie mit kunsttheoretischen und ästhetischen Fragen.