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Dezember 2016

05 Mo
BürgerUniversität
BürgerUniversität Die ZU öffnet ihre Türen und lädt alle interessierten Bürger zum Dialog mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft ein. Der freie Eintritt zur BürgerUniversität wird durch den „Freundeskreis der BürgerUniversität“ ermöglicht. Wenn Sie unserem Freundeskreis beitreten möchten, fordern Sie weitere Informationen an unter event@zu.de. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Unterstützung! Für Ihre Spende: Sparkasse Bodensee | Kennwort: BürgerUniversität Konto 23 608 508 | BLZ 690 500 01
19.15 – 21.00 Uhr
Friedrichshafen | SeeCampus, Kolon, Foyer
BürgerUniversität | Ein Gespräch mit Ulrike Guérot
Prof Dr Ulrike Guérot zu Gast bei der Zeppelin Universität

©Butzmann


Es steht nicht gut um die EU. Die aktuellen Kontroversen um das Ausscheiden Großbritanniens, um die Zukunft des Euro und um die Bewältigung beispielloser Flüchtlingswellen erwecken den Eindruck eines Europas im beschleunigten Niedergang. Der Reformbedarf scheint unstrittig. Aber was genau sollte sich ändern und wie?


Längst ist es an der Zeit, Europa neu zu denken, sagt die Publizistin Ulrike Guérot. Nur eine neue Erzählung europäischer Integration kann uns die verschütteten Potentiale aufzeigen, die wir zum Bau der gemeinsamen Zukunft dringend benötigen. Legen wir Sedimente und Erdschichten frei, finden wir ein so großes ideengeschichtliches Erbe, dass uns der Entwurf eines tragfähigen politischen Systems, in dem alle Bürgerinnen und Bürger Europas aufgehoben sind, mühelos gelingen sollte.


Muss sich Europa neu erfinden? Die Bürgeruniversität diskutiert Chancen, Ressourcen und Grenzen der europäischen Idee und sucht Optionen, Europa – aller Krisenrhetorik zuwider – einer dauerhaft-tragfähigen, gelingenden und demokratischen Perspektive entgegenzuführen. Mit Ulrike Guérot diskutieren ZU-Dozent Thorsten Philipp und SPE-Studentin Eva Glandt.


Ulrike Guérot ist Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau Universität Krems (Österreich). Sie ist Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab, einem interdisziplinären Think Thank der European School of Governance in Berlin. Zentrales Anliegen ihres Instituts ist die Reflexion über ein neues politisches System für Europa, das auf der Gleichheit seiner Bürgerinnen und Bürger beruht. Gemeinsam mit Robert Menasse veröffentliche sie 2013 ein Manifest zur „Gründung einer Europäischen Republik“, das später von prominenten Wissenschaftlern wie Ernst Ulrich von Weizsäcker und Gesine Schwan mitunterzeichnet wurde. 2016 erschien ihr vieldiskutiertes Buch „Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie.“


Als Politikwissenschaftlerin lehrte und forschte Ulrike Guérot an zahlreichen renommierten Universitäten, darunter der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), der Bucerius Law School in Hamburg, der INSEAD Singapur, der New York University und der John Hopkins Universität in Baltimore. Sie ist Trägerin des französischen Ordre national du Mérite.

Thorsten Philipp, Politikwissenschaftler und Philologe, leitet als Programm-Manager die Studiengänge Digital Pioneering und Business & Leadership for Engineers an der ZU Executive Education. Er lehrt Nachhaltigkeitstheorien, Europäische Integration, Entwicklungs- und Umweltpolitik an mehreren Hochschulen, u.a. an der Universität Freiburg.

 

Sprache
Deutsch
Veranstaltungsart
Öffentlich
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Prof Dr Ulrike Guérot zu Gast bei der Zeppelin Universität

event_location

Kolon, Foyer

event_dates
Mo, 05.12.2016, 19:15 Uhr - 21:00 Uhr

©Butzmann


Es steht nicht gut um die EU. Die aktuellen Kontroversen um das Ausscheiden Großbritanniens, um die Zukunft des Euro und um die Bewältigung beispielloser Flüchtlingswellen erwecken den Eindruck eines Europas im beschleunigten Niedergang. Der Reformbedarf scheint unstrittig. Aber was genau sollte sich ändern und wie?


Längst ist es an der Zeit, Europa neu zu denken, sagt die Publizistin Ulrike Guérot. Nur eine neue Erzählung europäischer Integration kann uns die verschütteten Potentiale aufzeigen, die wir zum Bau der gemeinsamen Zukunft dringend benötigen. Legen wir Sedimente und Erdschichten frei, finden wir ein so großes ideengeschichtliches Erbe, dass uns der Entwurf eines tragfähigen politischen Systems, in dem alle Bürgerinnen und Bürger Europas aufgehoben sind, mühelos gelingen sollte.


Muss sich Europa neu erfinden? Die Bürgeruniversität diskutiert Chancen, Ressourcen und Grenzen der europäischen Idee und sucht Optionen, Europa – aller Krisenrhetorik zuwider – einer dauerhaft-tragfähigen, gelingenden und demokratischen Perspektive entgegenzuführen. Mit Ulrike Guérot diskutieren ZU-Dozent Thorsten Philipp und SPE-Studentin Eva Glandt.


Ulrike Guérot ist Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau Universität Krems (Österreich). Sie ist Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab, einem interdisziplinären Think Thank der European School of Governance in Berlin. Zentrales Anliegen ihres Instituts ist die Reflexion über ein neues politisches System für Europa, das auf der Gleichheit seiner Bürgerinnen und Bürger beruht. Gemeinsam mit Robert Menasse veröffentliche sie 2013 ein Manifest zur „Gründung einer Europäischen Republik“, das später von prominenten Wissenschaftlern wie Ernst Ulrich von Weizsäcker und Gesine Schwan mitunterzeichnet wurde. 2016 erschien ihr vieldiskutiertes Buch „Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie.“


Als Politikwissenschaftlerin lehrte und forschte Ulrike Guérot an zahlreichen renommierten Universitäten, darunter der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), der Bucerius Law School in Hamburg, der INSEAD Singapur, der New York University und der John Hopkins Universität in Baltimore. Sie ist Trägerin des französischen Ordre national du Mérite.

Thorsten Philipp, Politikwissenschaftler und Philologe, leitet als Programm-Manager die Studiengänge Digital Pioneering und Business & Leadership for Engineers an der ZU Executive Education. Er lehrt Nachhaltigkeitstheorien, Europäische Integration, Entwicklungs- und Umweltpolitik an mehreren Hochschulen, u.a. an der Universität Freiburg.