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Februar 2014

04 Di
Wissenschaftliche Events
Wissenschaftliche Events Neben forschungsorientierten Symposien, Vorträgen und Kolloquien geben neue ProfessorInnen der ZU im Rahmen ihrer Antrittsvorlesungen Ein- und Ausblicke in ihre Forschungstätigkeit.
19.30 – 21.00 Uhr
Friedrichshafen | SeeCampus
Öffentliche Vorlesungsreihe zum Thema "Meisterwerke ohne Meister"
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es können keine Anmeldungen mehr angenommen werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Reiner Rappmann: "Joseph Beuys' soziale Plastik als Werk" Die Zeppelin Universität lädt erstmals nicht nur zu einem einzelnen öffentlichen Vortrag ein, sondern dazu, an einer ganzen Vorlesungsreihe teilzunehmen. Unter dem Titel "Meisterwerke ohne Meister" veranstaltet Karen van den Berg, Professorin am Lehrstuhl für Kunsttheorie an der ZU und akademische Leiterin des "artsprogram" eine öffentliche Ringvorlesung. Hierin stellen ExpertInnen aus Kunst-, Literatur-, Musik- und Filmwissenschaft Schlüsselwerke unterschiedlicher Epochen und ihre Interpretationen vor. Warum aber "Meisterwerke ohne Meister"? Die Kunstgeschichte setzt sich seit längerem kritisch mit dem Begriff der Meisterschaft auseinander. Meister stehen der Kunst zuweilen sogar im Weg. Dies zeigt etwa der Konstanzer Kunstgeschichtsprofessor Felix Thürelmann in seinem Vortrag "Namenlosigkeit als Chance". "Hiermit trete ich aus der Kunst aus!" erklärte Joseph Beuys einst und ließ diese Aussage auf Postkarten drucken - ein Printprodukt, das in Museumsshops und Kunstbuchhandlungen seither zu den Bestsellern zählt. In diesem Postulat zeigt sich eine der großen Paradoxien der Kunstgeschichte der Moderne: Gerade die radikalsten Grenzüberschreitungen und Ausbruchsgesten aus der Kunst wurden oft rasch von der Kunstgeschichte vereinnahmt und zu Schlüsselwerken erklärt. Was aber macht ein Schlüsselwerk aus? Eine besondere Könnerschaft? Oder verweist es lediglich auf ein kunstgeschichtliches Narrativ und entspringt dem Wunsch nach Ordnungsmustern? Diese Fragen laufen im Hintergrund mit wenn externe Vortragende und ZU-Dozenten ihr Meisterwerk beleuchten. Nach der einführenden Veranstaltung vom 28. Januar wird der Beuys-Experte und Initiator und Organisator der Achberger Beuys-Symposien, Reiner Rappmann, heute den Begriff der sozialen Plastik als Joseph Beuys' Meisterwerk vorstellen.
Veranstaltungsart
Öffentlich
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Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es können keine Anmeldungen mehr angenommen werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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Di, 04.02.2014, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Reiner Rappmann: "Joseph Beuys' soziale Plastik als Werk" Die Zeppelin Universität lädt erstmals nicht nur zu einem einzelnen öffentlichen Vortrag ein, sondern dazu, an einer ganzen Vorlesungsreihe teilzunehmen. Unter dem Titel "Meisterwerke ohne Meister" veranstaltet Karen van den Berg, Professorin am Lehrstuhl für Kunsttheorie an der ZU und akademische Leiterin des "artsprogram" eine öffentliche Ringvorlesung. Hierin stellen ExpertInnen aus Kunst-, Literatur-, Musik- und Filmwissenschaft Schlüsselwerke unterschiedlicher Epochen und ihre Interpretationen vor. Warum aber "Meisterwerke ohne Meister"? Die Kunstgeschichte setzt sich seit längerem kritisch mit dem Begriff der Meisterschaft auseinander. Meister stehen der Kunst zuweilen sogar im Weg. Dies zeigt etwa der Konstanzer Kunstgeschichtsprofessor Felix Thürelmann in seinem Vortrag "Namenlosigkeit als Chance". "Hiermit trete ich aus der Kunst aus!" erklärte Joseph Beuys einst und ließ diese Aussage auf Postkarten drucken - ein Printprodukt, das in Museumsshops und Kunstbuchhandlungen seither zu den Bestsellern zählt. In diesem Postulat zeigt sich eine der großen Paradoxien der Kunstgeschichte der Moderne: Gerade die radikalsten Grenzüberschreitungen und Ausbruchsgesten aus der Kunst wurden oft rasch von der Kunstgeschichte vereinnahmt und zu Schlüsselwerken erklärt. Was aber macht ein Schlüsselwerk aus? Eine besondere Könnerschaft? Oder verweist es lediglich auf ein kunstgeschichtliches Narrativ und entspringt dem Wunsch nach Ordnungsmustern? Diese Fragen laufen im Hintergrund mit wenn externe Vortragende und ZU-Dozenten ihr Meisterwerk beleuchten. Nach der einführenden Veranstaltung vom 28. Januar wird der Beuys-Experte und Initiator und Organisator der Achberger Beuys-Symposien, Reiner Rappmann, heute den Begriff der sozialen Plastik als Joseph Beuys' Meisterwerk vorstellen.