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Januar 2014

28 Di
19.30 – 21.00 Uhr
Öffentliche Vorlesungsreihe zum Thema "Meisterwerke ohne Meister"
Karen van den Berg: "Warum eigentlich Meisterwerke? Einführende Veranstaltung"
Die Zeppelin Universität lädt erstmals nicht nur zu einem einzelnen öffentlichen Vortrag ein, sondern dazu, an einer ganzen Vorlesungsreihe teilzunehmen. Unter dem Titel "Meisterwerke ohne Meister" veranstaltet Karen van den Berg, Professorin am Lehrstuhl für Kunsttheorie an der ZU und akademische Leiterin des "artsprogram" eine öffentliche Ringvorlesung. Hierin stellen ExpertInnen aus Kunst-, Literatur-, Musik- und Filmwissenschaft Schlüsselwerke unterschiedlicher Epochen und ihre Interpretationen vor. Warum aber "Meisterwerke ohne Meister"? Die Kunstgeschichte setzt sich seit längerem kritisch mit dem Begriff der Meisterschaft auseinander. Meister stehen der Kunst zuweilen sogar im Weg. Dies zeigt etwa der Konstanzer Kunstgeschichtsprofessor Felix Thürelmann in seinem Vortrag "Namenlosigkeit als Chance". "Hiermit trete ich aus der Kunst aus!" erklärte Joseph Beuys einst und ließ diese Aussage auf Postkarten drucken - ein Printprodukt, das in Museumsshops und Kunstbuchhandlungen seither zu den Bestsellern zählt. In diesem Postulat zeigt sich eine der großen Paradoxien der Kunstgeschichte der Moderne: Gerade die radikalsten Grenzüberschreitungen und Ausbruchsgesten aus der Kunst wurden oft rasch von der Kunstgeschichte vereinnahmt und zu Schlüsselwerken erklärt. Was aber macht ein Schlüsselwerk aus? Eine besondere Könnerschaft? Oder verweist es lediglich auf ein kunstgeschichtliches Narrativ und entspringt dem Wunsch nach Ordnungsmustern? Diese Fragen laufen im Hintergrund mit wenn externe Vortragende und ZU-Dozenten ihr Meisterwerk beleuchten. Nach einer einführenden Veranstaltung in das Thema am 28. Januar beginnt die Veranstaltungsreihe mit dem Beuys-Experten und Initiator und Organisator der Achberger Beuys-Symposien Reiner Rappmann (am 4. Februar), der den Begriff der sozialen Plastik als Joseph Beuys' Meisterwerk vorstellt. Gefolgt wird dies von dem Kunst- und Designwissenschaftler Thomas Hensel von der Hochschule Pforzheim, der in das Computerspiel "Resident Evil 4" als Meisterwerk einführt. Im Verlaufe des Semesters wechseln sich dann Klassiker wie Bach und Manet mit aktuellen Meisterwerken ab und nähern sich dabei der Frage, was ein Schlüsselwerk zu einem Schlüsselwerk macht. Gegen Ende der Reihe gibt Elmar Lampson, Professor für Phänomenologie der Musik und Leiter der Hochschule für Musik und Theater Einblicke, wie ein Werk entsteht, indem er seine Erfahrungen beim Komponieren eines Violinkonzertes anschaulich und hörbar macht. Interesse am Thema und Lust, den ExpertInnen in ihren Ausführungen zu folgen, sind die Voraussetzungen, um sich als Gasthörer bei der Vorlesungsreihe einzufinden. Auch ist es ausdrücklich erlaubt, nur zu einzelnen Vorträgen zu kommen. Die Veranstaltungen finden jeweils Dienstags 19.30- 21.00h am Seemooser Horn statt. Der Raum ist ausgeschildert.
Veranstaltungsart
Öffentlich
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Karen van den Berg: "Warum eigentlich Meisterwerke? Einführende Veranstaltung"

event_location

event_dates
Di, 28.01.2014, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Die Zeppelin Universität lädt erstmals nicht nur zu einem einzelnen öffentlichen Vortrag ein, sondern dazu, an einer ganzen Vorlesungsreihe teilzunehmen. Unter dem Titel "Meisterwerke ohne Meister" veranstaltet Karen van den Berg, Professorin am Lehrstuhl für Kunsttheorie an der ZU und akademische Leiterin des "artsprogram" eine öffentliche Ringvorlesung. Hierin stellen ExpertInnen aus Kunst-, Literatur-, Musik- und Filmwissenschaft Schlüsselwerke unterschiedlicher Epochen und ihre Interpretationen vor. Warum aber "Meisterwerke ohne Meister"? Die Kunstgeschichte setzt sich seit längerem kritisch mit dem Begriff der Meisterschaft auseinander. Meister stehen der Kunst zuweilen sogar im Weg. Dies zeigt etwa der Konstanzer Kunstgeschichtsprofessor Felix Thürelmann in seinem Vortrag "Namenlosigkeit als Chance". "Hiermit trete ich aus der Kunst aus!" erklärte Joseph Beuys einst und ließ diese Aussage auf Postkarten drucken - ein Printprodukt, das in Museumsshops und Kunstbuchhandlungen seither zu den Bestsellern zählt. In diesem Postulat zeigt sich eine der großen Paradoxien der Kunstgeschichte der Moderne: Gerade die radikalsten Grenzüberschreitungen und Ausbruchsgesten aus der Kunst wurden oft rasch von der Kunstgeschichte vereinnahmt und zu Schlüsselwerken erklärt. Was aber macht ein Schlüsselwerk aus? Eine besondere Könnerschaft? Oder verweist es lediglich auf ein kunstgeschichtliches Narrativ und entspringt dem Wunsch nach Ordnungsmustern? Diese Fragen laufen im Hintergrund mit wenn externe Vortragende und ZU-Dozenten ihr Meisterwerk beleuchten. Nach einer einführenden Veranstaltung in das Thema am 28. Januar beginnt die Veranstaltungsreihe mit dem Beuys-Experten und Initiator und Organisator der Achberger Beuys-Symposien Reiner Rappmann (am 4. Februar), der den Begriff der sozialen Plastik als Joseph Beuys' Meisterwerk vorstellt. Gefolgt wird dies von dem Kunst- und Designwissenschaftler Thomas Hensel von der Hochschule Pforzheim, der in das Computerspiel "Resident Evil 4" als Meisterwerk einführt. Im Verlaufe des Semesters wechseln sich dann Klassiker wie Bach und Manet mit aktuellen Meisterwerken ab und nähern sich dabei der Frage, was ein Schlüsselwerk zu einem Schlüsselwerk macht. Gegen Ende der Reihe gibt Elmar Lampson, Professor für Phänomenologie der Musik und Leiter der Hochschule für Musik und Theater Einblicke, wie ein Werk entsteht, indem er seine Erfahrungen beim Komponieren eines Violinkonzertes anschaulich und hörbar macht. Interesse am Thema und Lust, den ExpertInnen in ihren Ausführungen zu folgen, sind die Voraussetzungen, um sich als Gasthörer bei der Vorlesungsreihe einzufinden. Auch ist es ausdrücklich erlaubt, nur zu einzelnen Vorträgen zu kommen. Die Veranstaltungen finden jeweils Dienstags 19.30- 21.00h am Seemooser Horn statt. Der Raum ist ausgeschildert.