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Tilo Schulz

SUPERCHUNK (2008), Lounge und Display


SUPERCHUNK - ein permanenter Raum für eine kommunikative Situation (2008)

Tilo Schulz (geb.1972 in Leipzig, lebt in Berlin) beschäftigt sich mit Kunstwahrnehmung in Ausstellungssituationen, indem er die Strukturen und Prozesse von Kunstrezeption offen legt und beschreibt. Er arbeitet direkt und konstruktiv mit den Strukturen von Vermittlung. In seinen Raumarbeiten und „Displays“ inszeniert Tilo Schulz das Zusammenspiel von Präsentation und Handlungsraum. Dabei greift er bewusst auch Praktiken aus anderen Bereichen auf, wie der Werbung, des Design oder des Films. Seine modellhaft eingesetzten künstlerischen und kunsthandwerklichen Stoffe und Methoden reflektieren kunstgeschichtliche und kulturelle Entwicklungen. Schon seit Mitte der 90er Jahre hat der Leipziger Künstler aus einem Engagement für politische und gesellschaftliche Fragen heraus die Kunst aus ideologiekritischer Sicht hinterfragt.

Mit der Lounge SUPERCHUNK gestaltete Tilo Schulz einen permanenten Raum für eine kommunikative Situation an der Zeppelin Universität. In der Raumarbeit SUPERCHUNK kehrt seine Methode kontrastreicher Wandzeichnung in Form eines Vorhangs wieder und schafft als Wandverkleidung ein theatralisches Element, in dem das Interieur als Medium seiner Kunst szenische Auftritte hat. Das Ausstellungsdisplay, eine multifunktionale Wand aus Kork zur temporären Präsentation von Kunst und integraler Bestandteil der Lounge, fordert den Betrachter heraus als Akteur in eine aktive Beziehung zum Gezeigten zutreten und legt damit Prozesse der Kunstrezeption offen.


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